Foto: Janine Sparer

Langweilig wird es mit Kind, Katze und seit neustem dem Hund ja kaum. Immer gibt es was zu tun. Das "Merkwürdige" ist immer (das kennen 99 von 100 Müttern): Wenn man gerade den Gedanken hat, sich hinzusetzen, um mal kurz zu verschnaufen, zwischendurch eine bereits notwendige Maniküre zu machen oder auch einen Koffeinkick am Nachmittag braucht ... passiert es: Das Kind muss gewickelt werden, hat vielleicht wieder einmal an der Waschmaschine herumgedreht, der Hund muss raus oder es klingelt an der Türe und Mister Amazon bringt das nächste Paket, weil man oft wegen Kleinigkeiten gar keine Lust hat, samt Kind, Wickeltasche und Kinderwagen wegzufahren. That's #Momlife. Derzeit verbringen wir die Tage hauptsächlich zuhause, damit sich unser neues Familienmitglied, Shiba Inu-Welpe Zeus, gut einleben kann.

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Foto: Janine Sparer

Frühaufsteher

Gut organisiert starten wir momentan sehr früh, sprich um 6 Uhr, in den Tag. Ich bin ein absoluter Morgenmensch und genieße den langen Vormittag. Hund und Katze jagen einander mal eine Zeit lang hinterher, und Konstantin - sobald er aus seinem tiefen Schlaf in Mamas und Papas Bett erwacht - ist bereits ebenso ein aktiver kleiner Mann und schließt sich der Zweier-Bande an.

Frühstückszeit - ein absolutes Muss

Das erste, woran ich früh am Morgen, wenn der Magen schon leicht zu knurren beginnt, denke, ist ein leckeres Frühstück mit einer heißen Tasse Kaffee Latte oder Kräutertee zu machen. Für mich die wichtigste Mahlzeit am Tag, welche auf gar keinen Fall ausgelassen wird.

Mein absoluter Frühstücksfavorit ist Porridge; egal ob als Overnight- Oats oder als warmen Brei. Hierfür verwende ich teils reine Haferflocken, welche ich mit weiteren Zutaten wie Obst oder diversen Samen selbst mische - oder auch zuckerfreie Fertigmischungen. Haferbrei ist bekömmlich, schnell zubereitet, sättigt, liefert wertvolle Ballaststoffe - etwas, das auch Konstantin sehr gerne isst. Das Frühstück an sich sieht dann so aus: Kaffee steht meist schon 20 Minuten am Tisch und wird langsam zum Eiskaffee. Während mein Magen immer mehr vor Hunger "schreit", wird erst Konstantin versorgt.

Die Vormittage nutze ich meist für mein Krafttraining - den Haushalt. Denn Ordnung, Spielen mit der Rasselbande und Kochen stehen bei mir ganz weit oben. Wer kennt's: Oft lasse ich mir so ganz lange Zeit, damit die Hälfte des Tages schneller vorüber geht. Wenn man schon seit knapp zwei Jahren zuhause ist, bekommt man teilweise die typischen Anzeichen eines Lagerkollers: "Every Day the same Story."

Mamazeit zwischendurch?

Nicht gerade einfach, sich tagsüber Zeit freizuschaufeln, wenn das Kind in weinerlichen Phasen nicht schlafen möchte bzw. nach einem zehnminütigen Power-Napping wieder hell wach ist. Ja, dieses zwischendurch "Ich setze mich kurz mal ein paar Minuten gemütlich auf die Wohnzimmercouch" spielt es nicht oft, außer zur Mittagszeit, und die kann ich manchmal gar nicht erwarten.

Viele Male habe ich mich bereits neben einem leicht trotzigen, raunzenden Schreihals versucht zu beruhigen und irgendwie aus diesen wenigen Minuten neue Energie zu schöpfen - VERGEBENS! Ich brauche MEHR Mamazeit, Zeit für Janine, Zeit in Ruhe, Zeit um es mir auch gut gehen zu lassen.

Einen ganzen Tag lang durchgehend in allen vier Wänden zuhause, und man kommt oft wirklich mit Wegräumen von ausgeräumten Dingen, Bröseln-Wegsaugen, Runtergetropftes-Wegwischen usw. nicht nach. DAS nennt sich mal "Arbeitsbeschaffung".

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Foto: Janine Sparer

Mittagszeit

WIEDER gesünder ernähren wir uns seit 15. Jänner, davor muss ich ehrlich gestehen, verfolgte uns noch etwas die Weihnachtszeit mit Keksen, Schokolade & Co. Unsere Mittagsmahlzeiten plane ich entweder schon Tage im voraus oder entscheide auch mal spontan, welches Gericht kredenzt wird.

Auf Instagram & Co. sind sie schon längst "IN". Sie sehen nicht nur äußerst einladend aus, sie schmecken auch genial. Die Rede ist von "Buddha Bowls" - leckere Schüsselgerichte mit frischem Gemüse, Avocado, Hummus, Salat, Fleisch/ Fisch/ Tofu und Kohlenhydraten wie Couscous, Quinoa, Reis oder Nudeln. Angerichtet wird alles in einer "Bowl", sprich in einer Schüssel. Neulich gab es eine gesunde Lachs-Bowl mit Reis, Avocado, Vogerlsalat, Frühlingszwiebeln, Rote Rübensalat, Ei und gemahlenen Kürbiskernen. Oder ein leckeres Nudelgericht mit Vollkornpenne, selbstgemachtem Avocado-Pesto, Hühnerfilet-Streifen und als Topping Mozzarella-Bällchen.

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Foto: Janine Sparer

Gekocht wird eigentlich fast täglich frisch; eine Zeit in der ich ebenso versuche etwas "Ruhe" zu finden. Nachdem ich der ungeduldigste Mensch auf Erden bin, und Konstantin genau in diesen Zeiten, wenn ich kurz ein Päuschen benötigen würde, die meiste Aufmerksamkeit bekommen will, ist es wirklich schwierig, RUHE finden zu können. Zeit für seinen Mittagsschlaf.

Der ideale Snack für zwischendurch

Schnell und einfach gemacht sind sie. Lecker und gesund obendrein. Derzeit steht Bananenbrot wieder ganz oben auf meiner Snack-Liste. Mit nur wenigen Zutaten bekommt man einen wirklich ganz tollen Energiekuchen zum Nachmittagskaffee. Dieses kommt gänzlich ohne Ei, Milch, Weizen und Zucker aus und darf sich daher VEGAN nennen.

Man nehme 3 reife Bananen und zerdrücke sie mit einer Gabel. 3 EL Chiasamen werden mit Wasser einige Minuten eingeweicht und das Backrohr auf 175 Grad vorgeheizt. 1/2 Tasse feine Kokosrapseln, 1/2 Tasse geriebene Mandeln und eine Tasse Dinkelmehl werden zu den Bananen hinzugefügt. Dann folgen noch 2 EL Kokosöl, 1 TL Zimt und 1 EL Backpulver, welche mitsamt den Chiasamen zu einem dicken Teig gerührt werden. Für mehr Süße werden noch 6-8 weiche Datteln vermengt und zum Schluss eine Handvoll Walnüsse als Topping am Teig verteilt. In einer mit Kokosöl eingefetteten Backform ca. 40-45 Minuten backen und Scheibe für Scheibe genießen.

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Foto: Janine Sparer

Nachmittagsbeschäftigung

Meistens schläft Konstantin um die Mittagszeit, somit darf ich mich ENDLICH wirklich mal in Ruhe hinsetzen. Am liebsten würde ich Bäume ausreißen und 100 Dinge auf einmal erledigen, aber dazu steht wirklich nicht genügend Zeit zur Verfügung. Man genießt diese Stille, man kann sich auf andere Dinge konzentrieren, welche mit Kind unmöglich sind. Und zwar "essen" und zwischendurch mal den Fernseher aktivieren. Nun starten wir in den ab und zu nicht endenwollenden laaaaangen Nachmittag, bis der Papa erst abends von der Arbeit nach Hause kommt.

Auch wenn es mir so sehr fehlt, aber Spazierengehen mit Kind und Hund ist derzeit noch unmöglich, somit schnappen wir im Garten nach frischer Luft und tollen eine Stunde herum. Bis es allerdings dazu kommt, und man die Luft einatmet, vergehen dann schon mal eine Viertelstunde, bis das Kind mit Strumpfhose, Hose, Matschhose, Schuhe, Jacke, Mütze und Handschuhe gut eingemummelt ist.

Abendritual

Am Ende eines Tages denkt man vielleicht oft: "Heute habe ich absolut nichts geschafft". Solche Gedanken sind absolut legitim, aber dennoch unnötig, denn ein Kind fordert und saugt an den Energiereserven.

Der Abend gehört noch lange nicht meinem Mann und mir. Strenge Rituale haben wir tagsüber keine, um so mehr möchte ich abends eine ruhige Atmosphäre für die bevorstehende Schlafenszeit schaffen. Zu allererst werden abends die Lichter gedämpft. Ab halb sieben versuche ich alles etwas ruhiger anzugehen und Konstantin bettreif zu machen. Oft kommt der Papa zu dieser Zeit und puscht unseren Sohnemann wieder mit Herumalbern und Spielen etwas auf. Auch wenn es mich oft echt verärgert, ist es verständlich, wenn man fünf Tage die Woche das eigene Kind für nur ca. 1 Stunde täglich sieht.

Mit dem Vorbereiten des Milchfläschchens weiß Konstantin, dass es Zeit für das Bettchen ist. Ein Gute-Nacht-Küsschen für Papa, Hund und Katze, und ab geht es in das Land der Träume; dies kann an manch Abenden schon mal bis zu einer Dreiviertelstunde dauern.

Zum Schluss - Was gibt es Neues?

Bald ist es ja soweit. Unser Konstantin wird in den kommenden Wochen in eine Kinderkrippe eingewöhnt. Mein Mutterherz ist schon sehr gespannt auf diese neue Zeit.

 

Weekend-Bloggerin Janine Sparer ist mit Leib und Seele Mutter. Kochen ist nur eine von vielen Interessen der vielseitigen Gastautorin, die beruflich in der Medical Beauty-Branche tätig ist. Auf weekend.at teilt sie ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit anderen Müttern - und allen, die es werden wollen.

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