Liebe ist nicht nur schön, sondern auch gesund Foto: Digital Vision/Digital Vision/Thinkstock

Die Forschung weiß heute: Einsamkeit ist genauso ungesund wie starker Zigarettenkonsum oder deutliches Übergewicht. Verheiratete Männer leben zwei Jahre länger als alleinstehende. Menschen profitieren von Nähe und Intimität - auf unterschiedliche Weise. 

1. Sex macht schlau

Gegen diesen Tierversuch lief bisher niemand Sturm: Wissenschafter untersuchten Ratten, die sich täglich eine halbe Stunde dem Akt der Fortpflanzung widmen durften (die Ratten nicht die Wissenschafter). Bald zeigte sich, dass die Ratten mit Liebesleben eine höhere Anzahl neu gebildeter Gehirnzellen verfügten als ihre enthaltsamen Kollegen. Der Hippocampus war besonders vom Zellwachstum betroffen. Dort befindet sich das Langzeitgedächtnis. Und positive Emotionen: Depressive Menschen verfügen häufig über einen verkleinerten Hippocampus. 

2. Küssen ist die beste Partnervermittlung 

Wenn sich Mann und Frau küssen, sind neben Emotionen auch Hormone im Spiel. Männer küssen, um ihr (im Speichel enthaltenes) Testosteron "an die Frau" zu bringen - das macht ihr nämlich Lust auf mehr. Frauen wiederum übertragen beim Küssen Östrogene und Oxytocine. Dank dieser Kuschelhormone wird aus dem eiskalten Macho ein bindungsfähiger Schmusekater. Soweit zumindest die physiologischen Voraussetzungen.

3. Der Kreislauf liebt die Liebe 

Streicheleinheiten sorgen dafür, dass das blutdrucksenkende Oxytocin ausgeschüttet und das Stresshormon Cortisol abgebaut wird. Beides wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus: Nicht nur die Gefahr eines Infarkts verringert sich, auch das Schlaganfallrisiko geht zurück. 

4. Viel Sex bedeutet weniger Erkältungen

Beim leidenschaftlichen Nahkampf kommt der Körper mit einer Vielzahl fremder Keime in Kontakt. Das trainiert die Immunabwehr: Eine Schweizer Studie beweist, dass sich die Konzentration an weißen Blutkörperchen im Blut durch einen Orgasmus deutlich erhöht. Unmittelbar nach dem Höhepunkt sind es sogar doppelt so viele. 

5. Wirbelsäule sagt danke

Wirbelsäulengymnastik ist im Bett viel schöner als im Turnsaal. Und (fast) genauso wirkungsvoll: Die typischen rhythmischen Bewegungen - Sie wissen schon - lockern die Muskeln im Beckenbodenbereich. Ihr Rückgrat wird flexibler, die Haltung aufrechter - ideal für den Rücken. Wichtig wie bei jedem Sport: üben, üben, üben. Und keine Ausreden!

6. Schönen Dank Dr. Love 

Wer nach einem Liebesintermezzo in den Spiegel schaut, entdeckt oft eine attraktivere Version seiner selbst: strahlender Blick, rosiger Teint (und sexy zersauste Haare). Macht man "es" regelmäßig, sind die schönen Langzeitfolgen eine glattere, reinere Haut, seidige Haare und ein straffes Bindegewebe. 

7. Liebe gut, alles gut

Schon das Betrachten des Fotos geliebten Menschen genügt, um im Gehirn einen "Belohnungsschaltkreis" an positiven Gefühlen zu aktivieren. Und sollte es (vorübergehend) an einem Gegenüber mangeln: Selbstliebe ist nicht etwa Liebe zweiter Klasse. Wer sich nicht akzeptiert, ist anfälliger für Stress und Krankheiten. Besser: sich selbst annehmen - und nach der Liebe Ausschau halten. Aus rein medizinischen Gründen, versteht sich.