Bänder und Ketten: Beim Hippie Style gilt - je mehr, desto besser! Foto: gpointstudio/iStock/Thinkstock

Dabei wollte die Hippie-Bewegung weit mehr als nur ein modisches Statement sein, auch wenn dieses sehr ausdrucksstark war: entschieden gegen Krieg, Ausgrenzung, Ausbeutung und Diskriminierung - im Kampf für Frieden, Gleichberechtigung, Toleranz und soziale Gerechtigkeit.

Alle Wege führen nach San Francisco

Dreh- und Angelpunkt war die amerikanische Westküsten-Metropole San Francisco, die als künstlerische Wirkungsstätte und Ausgangspunkt der Flower Power-Bewegung galt. Zahlreiche Bands und Künstler und in ihrem Sog noch mehr Studenten und Jugendliche zog es in jenen Tagen in das angesagte Stadtviertel Haight-Ashbury.

Frei von Konventionen

Frei von allen Konventionen - so sollte nicht nur die Liebe, sondern das Leben selbst sein. Kunst und Musik standen unter dem Eindruck bewusstseinserweiternder Drogen, allen voran LSD. Auch für deren gesetzliche Freigabe kämpften viele zu jener Zeit.

1967 - der "Summer of Love"

Am Ende dieses erfüllten "Summer of Love", der als kultureller und politischer Höhepunkt der Hippie-Bewegung in die Geschichte einging, stand die Ernüchterung ihrer Begründer und Vorkämpfer, dass sich ihnen immer weniger Menschen aus Überzeugung anschlossen, sondern einfach nur, weil es "chic" war, alternativ zu sein.

Modisches Erbe

Geblieben ist neben der lebendigen Jugendkultur jener Zeit die Mode. Geprägt von Ethno und Folklore, fließenden Stoffen mit farbenfrohen Mustern, Bändern, Tüchern und Sandaletten stand und steht der Look wie kaum ein anderer für das unbändige Bedürfnis nach Freiheit und Leichtigkeit.