Die Queen im National Army Museum in London Foto: GEOFF PUGH / AFP / picturedesk.com

Besondere Feierlichkeiten sind nur halb so nobel ohne den eleganten Hut – er gehört sozusagen zum guten Ton. Die Queen ist seit 65 Jahren das Aushängeschild dieses Fashion-Statements und obwohl sie sich jeden Tag einen neuen, nicht unbedingt günstigen Hut leisten könnte, trägt sie ihre Favoriten auch schon einmal 20 oder 30 Mal. Den Sinn für den Wert ihrer Hüte hat sie demnach nie verloren. Nicht umsonst trägt die Monarchin den Namen "Queen of Hats", denn in den vergangenen 50 Jahren hat sie rund 5.000 Hüte getragen – so die Statistik.

Aus der Masse herausstechen

Nur selten wird sie ohne Hut, der ihrem gesamten Outfit angeglichen ist, gesichtet. Dieser ist immer von kräftigen Farben gekennzeichnet, um sich aus der Masse hervorzuheben. Dieser Wunsch basiert nicht auf eine narzisstische Persönlichkeit, sie will damit lediglich gewährleisten, dass sie auch jene Personen sehen können, die sich stundenlang für ihren öffentlichen Auftritt angestellt haben und hunderte Meter entfernt sind.

Bei Wind und Sonne

Besonders wichtig ist, dass die Hutkrempe nicht allzu groß ausfällt, damit ihr Gesicht nicht verschattet wird, sie es dennoch vor der Sonneneinstrahlung schützt. Der Hut muss jedoch auch starkem Wind standhalten um am Kopf haften bleiben. Ihr langjähriger Hutdesigner Philip Somerville ist Nummer eins hinsichtlich dieser Qualitätssicherung. Ein weiterer Grund ihrer eleganten Kopfbedeckung ist, größer zu wirken, da die betagte Queen inzwischen eine recht zierliche Figur hat. Schließlich behilft sie sich damit als Persönlichkeit, die stets in der Öffentlichkeit steht, nicht jedem wesentlichen Haartrend nachgehen zu müssen.