Kevin Costner und Whitney Houston im Film "Bodyguard" Foto: WARNER BROS / Mary Evans / picturedesk.com

Kevin Costner als Frank Farmer und Whitney Houston als Rachel Marron, er ihr Bodyguard, ihr Beschützer, sie eine erfolgreiche Popsängerin. Den Zusatz "Achtung Spoiler" kann man sich bei diesem Film schenken, denn es ist eh klar, wie es ausgeht: Die beiden küssen und lieben sich. Ganz so, wie es sich für einen klassischen Liebesfilm gehört.

Egal, wie oft man den Film schon gesehen hat, alle wissenswerten Fakten darüber kennt man bestimmt noch nicht.

1. Steve McQueen und Diana Ross

Kevin Coster und Whitney Houston waren für den Film gar nicht vorgesehen. Denn bereits 1976 war ein ähnlicher Film mit Steve McQueen und Diana Ross als Hauptdarsteller geplant, doch McQueen erkrankte an Krebs. Das Projekt wurde vertagt, einige Jahre später sollte es mit Diana Ross und Ryan O'Neil realisiert werden. Das Projekt scheiterte erneut, diesmal aufgrund von persönlichen Differenzen.

2. Frank Farmers Frisur

Die Frisur von Kevin Costner alias Frank Farmer ist kein Zufall. Denn Costner ließ sich die Haare exakt so frisieren, wie sie der 1980 verstorbene Steve McQueeen.

3. Madonna als Hauptdarstellerin

Whitney Houston war eigentlich gar nicht als Hauptdarstellerin vorgesehen, den Part hätte Madonna übernehmen sollen. Doch persönliche Differenzen zwischen ihr und Kevin Costner verhinderten dies.

4. Reale Bedrohung

Wenn der Film zur Realität wird: Auch Whitney Houston selbst wurde bedroht. Sie erhielt Briefe, in denen angekündigt wurde, sie im letzten Moment ihrer Show zu töten. Daraufhin schützte sich auch Whitney Houston mit Bodyguards.

5. Musikalisch ein Hit

"I Will Always Love You" – Dieser Song geht unter die Haut. 1993 gewann Whitney Houston dank dieses Tracks auch den MTV Movie Award. Doch geschrieben hat nicht sie ihn, sondern Dolly Parton im Jahr 1974.  Die Single verkaufte sich mehr als zwölf Millionen Mal.  

Das Album zum Film erhielt den Grammy für das beste Album des Jahres und verkaufte sich 45 Millionen Mal. Damit ist das Album eines der meistverkauften Alben aller Zeiten und teilt sich mit dem Album "The Dark Side of the Moon" von Pink Floyd den dritten Platz. Nur "Back in Black" von AC/DC und "Thriller" von Michael Jackson verkauften sich besser.

6. Goldene Himbeere

Der Film war an den Kinokassen ein Erfolg – die Kritiker waren aber nicht gerade restlos begeistert. Im Gegenteil, der Film wurde als zu klischeehaft abgestempelt. Und auch Nominierungen für die Goldene Himbeere, der Negativ-Preis der Filmindustrie, hagelte es. Insgesamt in sieben Kategorien wurde der Film nominiert, darunter als "Schlechtester Film des Jahres", Kevin Costner als "Schlechtester Schauspieler", Whitney Houston als "Schlechteste Schauspielerin" und die Kategorie "Schlechtestes Drehbuch" ließ der Film auch nicht aus.

7. Toter bei Dreharbeiten

Tragisch: Bei den Dreharbeiten zum Film kam Bill Vitagliano, ein 33-jähriger Fahrer, ums Leben, als er zwischen zwei Kränen, die für die Lichtinstallation benötigt wurden, eingeklemmt wurde.

8. Fehlgeburt

Noch eine Tragödie, die sich während der Dreharbeiten zu "Bodyguard" ereignete. Whitney Houston, die damals mit Bobby Brown verheiratet war, erlitt eine Fehlgeburt. In einem Interview erzählte sie: "Es war sehr schmerzhaft, emotional und körperlich." Sie unterbrach die Dreharbeiten jedoch nicht und ein Jahr später kam die gesunde Tochter Bobbi Kristina zur Welt.

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Whitney Houston als Rachel Marron im Film "Bodyguard" Foto: Kasdan Pictures / Zuma / picturedesk.com

9. Gefloppter Director's Cut

Bevor ein Film in die Kinos kommt, wird er vorab einem ausgewählten Publikum gezeigt. Fallen dessen Reaktionen ungünstig aus, wird der Film umgeschnitten und so teilweise massiv geändert.
Der Film "Bodyguard" floppte bei dieser Vorabvorführung. Dem Publikum waren die Dialoge und Monologe zu lang, das Verhältnis der zwei Hauptfiguren erschien zu freundschaftlich. Um mehr Leidenschaft und Liebe in den Film zu bekommen, wurden die Monologe gekürzt und dafür verstärkt Nahaufnahmen von den Gesichtern gezeigt.

So umgeschnitten spielte der Film dann allerdings 411 Millionen US-Dollar ein und war der zweiterfolgreichste Film des Jahres 1992.

10. Fortsetzung mit Prinzessin Diana

Kevin Costner, der auch der Produzent des Films war, dachte über eine Fortsetzung nach. Vorgesehen für den Film war Prinzessin Diana. Costner gab ein Skript in Auftrag, es sollte der Prinzessin der Herzen auf den Leib geschrieben sein. Die erste Version davon kam einen Tag vor Dianas Tod in Paris an. Nach diesem tragischen Unfall wollte Costner von einer Fortsetzung nichts mehr wissen. 

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