Bei der Hochzeit sollte alles perfekt sein – ist es aber meist nicht Foto: Kostyazar/iStock/Thinkstock

Eine Hochzeit wird akribisch bis ins kleinste Detail geplant, manch eine Frau träumt gar seit Kindesbeinen an von diesem einen großen Tag. Da soll dann natürlich alles perfekt werden: Die Musik, die Blumen und hoffentlich auch der Ehemann. Doch bei einem so groß geplanten Fest ist es ganz natürlich, dass auch mal was schiefgehen muss. Zahlreiche Erfahrungsgeschichten im Internet sprechen Bände – hier die besten zehn, damit alle zukünftigen Brautpaare sich schon mal ein Bild davon machen können, was alles möglich wäre. Wie man den Tag dann noch retten kann? Am besten nie den Humor verlieren!

1. Der Pfarrer sagt ab

Wer kirchlich heiraten möchte, braucht natürlich einen Priester. Blöd nur, wenn der ganz plötzlich absagt. Und das kommt gar nicht so selten vor, schon so manches Ehepaar musst im letzten Moment eine Notlösung aus dem Hut ziehen, da der Pfarrer anderweitig verhindert war. Doch es geht noch besser: Betritt normalerweise die Braut als letzte die Kirche, wartete in diesem Fall Braut, Bräutigam und Gäste auf den Pfarrer – vergebens. So erging es einem Paar in Wien, deren Pfarrer die Hochzeit schlicht und ergreifend vergessen hatte. Die 500 Euro Entschädigung konnten den Kummer darüber wohl auch nicht mehr gut machen.

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Wenn der Pfarrer die Hochzeit vergisst kann man lange warten … Foto: Michael Blann/DigitalVision/Thinkstock

2. Das Kleid passt nicht oder geht verloren

Einmal im Leben ein weißes Kleid tragen, das wünschen sich schon kleine Mädchen. Damit das Hochzeitskleid dann auch perfekt sitzt, wird es meist direkt an die Braut angepasst. Blöd nur, wenn man das zu früh machen ließ und vor der Hochzeit doch noch das ein oder andere Kilo zugenommen hat. In Internetforen wimmelt es von verzweifelten Bräuten, die auf der Suche nach einer hoffentlich wirklich wirkungsvollen Crashdiät sind. Doch auch wenn das Kleid passen würde, kann es schon auch mal verloren gehen: In Deutschland wurde ein Brautkleid wahrlich vom Winde verweht: Auf dem Rückweg von der Reinigung öffnete sich der Kofferraum des Autos und das Brautkleid ging unwiderruflich verloren.

3. Schlechte Sitzordnung

Begibt sich die Hochzeitsgesellschaft zum abendlichen Dinner, kann sich der Abend auch schon mal in die Länge ziehen – besonders, wenn das Brautpaar die Sitzordnung nicht gut bedacht hat. Die beste Freundin, die grade Single ist, neben der geliebten Oma zu platzieren ist vielleicht nicht die beste Idee, um für eine ausgelassene Stimmung zu sorgen.

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Die Sitzordnung sollte man gut durchdenken Foto: monkeybusinessimages/iStock/Thinkstock

4. Der Hochzeitsfotograf schläft ein

Machen wir sonst gerne ein Selfie nach dem anderen, sollte , am Tag der Hochzeit diese Aufgabe bitte ein professioneller Fotograf übernehmen. Normalerweise klappt das auch, und wenn man auf den meisten Fotos blöd aus der Wäsche schaut, dann kann man schlecht dem Fotografen die  Schuld geben. Doch ein Ehepaar hatte nicht das Problem schlechte Fotos zu erhalten, sondern gar keine: Ihr Hochzeitsfotograf wurde nämlich vom Schlaf übermannt und bekam von der ganzen Zeremonie nichts mit. Da kann man nur hoffen, dass er abends wieder fitter wurde.

5. Das Wetter spielt nicht mit

Die meisten Hochzeiten werden in den Monaten Mai, Juni, Juli und August geschlossen. Immerhin sollte man da doch meist mit gutem Wetter rechnen können. Und so organisiert das Brautpaar alles für einen gelungenen Umtrunk auf der weitläufigen Wiese und lässt gewissenhaft Zelte aufbauen, damit die Gäste Schutz vor der sengenden Sonne finden können. Blöd nur, wenn genau am Hochzeitstag plötzlich das Wetter verrückt spielt und sintflutartige Regenbäche schickt, die den stilvollen Empfang in eine Schlammschlacht verwandeln und die Gäste in die Flucht treiben.

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Da fällt die Hochzeit sprichwörtlich ins Wasser Foto: ASphotowed/iStock/Thinkstock

6. Der Hochzeitskuchen fällt zusammen

Das Highlight einer jeden Hochzeitsfeier ist das gemeinsame Anschneiden der Hochzeitstorte. Damit das aber auch gelingt, muss die Torte richtig und kühl genug gelagert werden. Denn macht man das nicht, sollte man die Torte ja nicht zu hektisch in den Saal bringen lassen, denn schon so manches konditorisches Meisterwerk ist im letzten Augenblick vor aller Augen in sich zusammengebrochen. 

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Foto: mofles/iStock/Thinkstock

7. Die Musik ist zu laut

Was nimmt man nun bloß, Band oder DJ? Viele Paare werden sich bei dieser Frage nur schwer einig, hat man sich aber doch für etwas entschieden, ist es noch lange nicht garantiert, dass auch die Gäste damit einverstanden sind. Besonders das unterschiedliche Wahrnehmen der Lautstärke könnte ein Problem sein. Wollen die jungen Leute in Partylaune das Tanzbein schwingen, ist es den älteren Gästen vielleicht schon viel zu laut. Kurzen Prozess machte in Deutschland in diesem Fall der Brautvater selbst: Er schnitt dem DJ einfach die Stromkabel durch!

8. Das Essen ist schlecht

Eigentlich sollte es bei der Hochzeit ja um die Liebe und nicht ums Essen gehen, doch für die meisten Gäste ist das doch ein nicht unwesentlicher Bestandteil der Feier. Und gut genährt lassen sich auch die langen Pausen zwischen den Ansprachen und Hochzeitspielen besser überbrücken. Nicht immer kann das Essen jedem Geschmack entsprechen, doch wenn das Brautpaar sich dafür entscheidet, ein vegetarisches Buffet anzubieten, dann sollte man diesem Wunsch schon entsprechen. Für einige deutsche Hochzeitsgäste war es aber allerdings dermaßen unvorstellbar, dass sie auf eigene Faust eine Großbestellung beim Metzger nebenan aufgaben und sich gewissermaßen selbst versorgten.

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Am liebsten würde man manchmal am liebsten einfach was vom Chinesen bestellen Foto: Creatas Images/Creatas/Thinkstock

9. Ein Gerangel um den Brautstrauß

Irgendwann im Laufe des Abends wirft die Braut den Brautstrauß. Wenn sie ordentlich wirft und nicht aus Versehen die Zimmerdecke trifft, wird der Strauß in weitem Bogen in eine Gruppe heiratswilliger Frauen fallen, die sich teilweise fanatisch darum streiten werden. Es kam schon vor, dass sich zwei besonders motivierte Damen ein heftiges Gerangel lieferten – Blut und Tränen inklusive.

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Alle wollen den Brautstrauß fangen Foto: egorr/iStock/Thinkstock

10. Eine peinliche Rede

Auch wenn man alles bis ins kleinste Detail plant, eine Sache kann man nicht beeinflussen: Die Hochzeitsreden der Gäste. Man kann nur hoffen, dass die Reden von Wohlgefallen geprägt sind – je später der Abend und je höher der Alkoholpegel, desto rührseliger oder auch feindseliger können sie ausfallen. Wenn der Trauzeuge dann vor aller Ohren peinliche Momente ausplaudert und derbe Witze macht, kann das durchaus ziemlich peinlich werden – besonders wenn die Braut bis dahin nichts von den brisanten Geschehnissen wusste.