Wer eine Sonnenallergie hat, sollte den Sonnenschirm nicht vergessen Foto: Kraig Scarbinsky/DigitalVision/Thinkstock

Eine ordentliche Nahrungsmittelunverträglichkeit gehört mittlerweile ja fast schon zum guten Ton, wofür haben die Restaurants schließlich eine verpflichtende Allergenkarte. Doch während ein jeder in seinem Freundeskreis bestimmt Freunde hat, die auf Milchprodukte oder Gluten verzichten, sind diese zehn Allergien zum Glück sehr viel seltener.

1. Sonnenallergie

Der entspannte Urlaub am Strand kann durch eine Sonnenallergie schnell zur Qual werden. Besonders, wer bis dahin nur wenig Sonnenstrahlen ausgesetzt war, leidet nun. Anstelle einer knackigen Bräune bekommen Betroffene Ausschläge und Pickel, ähnlich einem schweren Aknebefall. Dabei ist die Sonnenallergie gar nicht so selten, 1/5 der Österreicher leiden daran. Kurze Zeit nach dem Sonnenbad reagiert die Haut beleidigt und fängt an zu jucken. Langes Sonnenbaden ist für Betroffene Tabu, doch mit einem hohen Sonnenschutz lässt sich die Urlaubslektüre auch im Schatten hervorragend genießen.

2. Wasserallergie

Wer an einer Wasserallergie leidet, kann sich nicht einfach, wenn's am Strand zu heiß wird, in die kühlen Wellen schmeißen! Diese Allergie tritt zum Glück nur sehr selten auf, einer von 230 Millionen Menschen ist betroffen. Da es nur eine Handvoll Patienten weltweit gibt, wurde bis dato auch keine Heilung entdeckt. Kommen die Patienten mit Wasser in Berührung, reagiert ihre Haut mit Rötungen und Schwellungen. Ein entspannendes Vollbad? Fehlanzeige. Da könnten einem die Tränen kommen, doch selbst die führen zu einer Reaktion! Ebenso wie der eigene Körperschweiß. Und im Sommer ein erfrischendes Glas Wasser trinken ist ebenso eine Qual, besser vertragen werden Obstsäfte oder Milch. Ein normales Leben führen zu können ist bei einer Wasserallergie so gut wie unmöglich – erschreckend, besonders wenn man weiß, dass diese Allergie ganz plötzlich in jedem Alter auftreten kann.

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Bei einer Wasserallergie kann man nicht einmal den Zeh reinhalten Foto: ChristinLola/iStock/Thinkstock

3. Spermaallergie

Leider kein Gag aus einem schlechten Film, manche Frauen leiden tatsächlich an einer Spermaallergie. Kurz nach dem Sex tritt starkes Brennen und Juckreiz auf. Damit die Liebe dennoch nicht zu kurz kommt, können betroffene Paare Kondome benutzen oder es nach Absprache mit den Ärzten mit einer Hypersensibilisierung versuchen. Auch der Kinderwunsch kann sich trotz dieser Allergie dank künstlicher Befruchtung erfüllen.

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Kondome helfen bei einer Spermaallergie Foto: vadimguzhva/iStock/Thinkstock

4. Lederallergie

Diese Allergie verbreitet sich immer mehr, entsteht aber meist nicht direkt wegen des Leders, sondern wegen der Gerb- und Farbstoffe, die bei der Verarbeitung eingesetzt werden. Besonders häufig reagieren die Menschen auf den Bestandteil Chrom. Reaktionen können unter anderem Hautjucken, Brennen, Erkältungssymptome und sogar ein schwerer allergischer Schock sein. Mittlerweile reagieren immer mehr Lederfabrikanten auf das Vorkommen dieser Allergie und bieten Lederprodukte an, die nicht mit Chrom behandelt wurden.

5. Alkoholallergie

Schreck, auch das Krügerl Bier kann eine allergische Reaktion hervorrufen, genauso wie das Glas Rotwein zum Abendessen. Zumeist ist hier aber nicht der Alkohol der Auslöser, sondern die im Wein enthaltenen Sulfite, LTP und Histamin. Wer auf Bier reagiert, könnte möglicherweise an einer Glutenunverträglichkeit leiden. Die Symptome reichen von verstopfter Nase, Herzrasen und Kopfschmerzen bis hin zu Fieber oder Übelkeit. Weiß man, wie viel man von welchem alkoholischen Getränk verträgt, kann man auf ein anderes Getränk ausweichen. Leidet man aber tatsächlich an einer echten Alkoholallergie, bei der der Körper auf Ethanol reagiert, ist es mit dem Trinken vorbei und auch vor Mundwasser, Parfums und Reinigungsmitteln muss man sich in acht nehmen.

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Besonders Rotwein enthält viel Histamin Foto: cyano66/iStock/Thinkstock

6. Papierallergie

Jeden Tag lesen wir die Zeitung, ein Buch, gehen zum Kopierer, schreiben Notizen auf Post-its: Papier ist allgegenwärtig. Dabei kann sogar ein leeres Blatt zu einer Kontaktallergie führen. Denn zur Papierherstellung wird Kolophonium verwendet. Kolophonium kommt im natürlichen Baumharz vor, in der Papierherstellung kommt es dann in flüssiger Form als sogenanntes Tallöl zum Einsatz. Die Symptome einer Papierallergie können Ausschläge an den Händen oder Atemwegsbeschwerden sein.

7. Fischgeruch

Eine Allergie auf Schalentiere ist gemeinhin bekannt, doch in seltenen Fällen kann die Allergie so stark ausgeprägt sein, dass die Betroffenen sogar schon auf den Geruch von gekochtem Fisch und Meeresfrüchten reagieren – frischer Fisch stellt kein Problem dar. Werden Meeresfrüchte oder Fisch hingegen gegart, geben sie bereits bei der Zubereitung kleine Mengen an Proteinen an die Umwelt ab, die bei hochsensiblen Personen bereits zu Reizungen der Atemwege führen können.

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Schon allein der Geruch kann allergische Symptome auslösen Foto: invizbk/iStock/Thinkstock

8. Elektroallergie

Es gilt nach wie vor als umstritten, ob es eine Elektroallergie gibt oder nicht, Studien konnten es bis jetzt nicht nachweisen. Doch immer mehr Menschen klagen, an einer Elektrosensibilität zu leiden. Dabei rufen elektrische Geräte, vom Küchenherd bis hin zum Smartphone, Reaktionen hervor, die von Schwindel, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten bis hin zu Verdauungsbeschwerden reichen können. Manche Betroffenen berichten, nur noch am Land ein ruhiges und schmerzfreies Leben führen zu können.

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Gibt es die Elektroallergie wirklich? Foto: Creatas/Creatas/Thinkstock

9. Vibrationsallergie

Bitte ja nicht das Handy auf Vibrationsalarm stellen! Denn bei der Vibrationsallergie führt jegliche Art von Erschütterung, sei es ein vibrierendes Handy oder ein Schlagloch auf der Straße, zu einer schmerzhaften Hautreaktion mit Rötungen, Kopfschmerzen sowie einem metallischen Geschmack im Mund. Diese Erkrankung kommt sehr selten vor, doch Forscher konnten nun eine Genmutation ausmachen, die für die seltenen Reaktionen verantwortlich ist.

10. Schweißallergie

Bei all den Allergien könnte man glatt ins Schwitzen kommen – blöd, wenn man dann eine Schweißallergie hat. So absurd es klingt, aber es ist tatsächlich möglich, auf seine eigenen Körpersekrete allergisch zu reagieren. Wer an heißen Sommertagen oder nach einer anstrengenden Sporteinheit bei sich Hautrötungen, Pickelchen oder Ausschläge entdeckt, sollte in Erwägung ziehen, dass er auf seinen Schweiß allergisch reagiert. Nun generell auf Sport zu verzichten ist aber nicht nötig, man sollte auf atmungsaktive Kleidung achten und tendenziell eher ruhige Sportarten wie Yoga ausführen – und die Dusche nach dem Sport sollte lieber erfrischend kühl als kochend heiß sein.  

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Der Körper kann sogar auf den eigenen Schweiß reagieren Foto: JadeThaiCatwalk/iStock/Thinkstock

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