Ausreichender Flüssigkeitszufuhr in Form von Zitronenwasser und Kräutertees hilft bei Regelbeschwerden Foto: Ridofranz/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Es zieht, pocht, drückt, und Sie würden am liebsten im Bett bleiben: Regelschmerzen beeinträchtigen das Wohlbefinden vieler Frauen negativ und können auf Dauer ganz schon lästig sein. Ein britischer Gynäkologe forderte kürzlich sogar drei Tage Menstruations-Urlaub pro Monat für alle Frauen. Entspannungstechniken, ein Rauch-Stopp und ein gesunder Mineralstoff-Mix können Schmerzen bessern oder ganz verhindern. Mit unseren neun Tipps überstehen Sie Ihre Periode!

1. Entspannung

Stress hat Auswirkungen auf Körper und Psyche, kann ausschlaggebend für ein Burnout sein und sogar Asthma auslösen. Auch Regelschmerzen werden durch einen stressigen Alltag verstärkt. Achten Sie deshalb während Ihrer Menstruation besonders auf die Bedürfnisse Ihres Körpers. Entspannungseinheiten helfen Beschwerden zu lindern. Von Massagen über ein gutes Buch bis hin zu einem Treffen mit der besten Freundin: Erlaubt ist, was gut tut.

2. Menstruations-Sex

Hätten Sie das gedacht? Ja, Sex während der Regel ist medizinisch unbedenklich und hilft Spannungen der Muskultur zu lösen. Außerdem werden bei einem Orgasmus Endorphine und das Wohlfühlhormon Oxytocin freigesetzt, welche schmerzlindernd wirken und glücklich machen.

3. Kein Koffein

Durch zu viel Koffein können die Beschwerden zunehmen. Verzichten Sie deshalb auf Kaffee, Schwarztee, Grünen Tee und Mate. Optimale Getränke bei Regelschmerzen sind lauwarmes Wasser ohne Kohlensäure, Zitronenwasser und Kräutertees. Trinken Sie pro Tag mindestens zwei Liter! Blähungen, die bei PMS häufig auftreten, werden somit ebenfalls gemindert.

4. Wärme

Es ist bekannt, das Wärme entspannend und krampflösend wirkt. Ihre Muskeln lockern sich, und Beschwerden lassen nach. Nehmen Sie ein warmes Bad, machen Sie sich eine Wärmeflasche oder Tee – diese Mittel wärmen von innen und außen. Achten Sie darauf, dass besonders Ihre Körpermitte und Ihre Füße warm bleiben.

5. Bewegung

Leichter Sport bei Regelschmerzen, obwohl Sie sich kaum aus dem Bett bewegen können? Ja! Ausreichende Bewegung wirkt schmerzstillend und beugt Menstruationsbeschwerden sogar vor. Ein Spaziergang, Yoga oder Gymnastik: Sport löst Verkrampfungen, entspannt die Muskeln und regt die Durchblutung des Beckens an. Falls Sie während der Menstruation selbst nicht in der Lage sind Sport zu machen, können Sie versuchen, während dem restlichen Zyklus mehr Sporteinheiten einzubauen. Dadurch können Beschwerden gemindert werden.

6. Akupressur

Akupressur wirkt ähnlich wie Akupunktur – der einzige Unterschied: Sie können es selbst und ohne Nadeln durchführen. Ein guter Punkt bei Regelschmerzen befindet sich auf der Beininnenseite, etwa eine Handbreit unterhalb des Knies. Mehrmals täglich für circa fünf Minuten stimulieren, leichten Druck ausüben, um die Regelschmerzen zu bekämpfen. Eine Erleichterung sollte schnell zu spüren sein.

7. Wohlfühlmassage mit Öl

Eine sanfte Massage wirkt Wunder. Ätherischen Öle wie Majoran, Kamille oder Lavendel werden entkrampfende, entspannende und schmerzlindernde Eigenschaften nachgesagt. Erwärmen Sie dafür zwei bis vier Tropfen des Öls in der Hand, verteilen Sie es auf dem Bauch und massieren Sie es mit kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn ein. Die Massage schafft rasche Linderung und hat einen beruhigenden Effekt.

8. Kein Alkohol oder Nikotin

Giftstoffe belasten den Körper während der Menstruation besonders und sollten deshalb schon einige Tage davor vermieden werden. Versuchen Sie in der Zeit weniger Alkohol zu konsumieren und die Finger von Zigaretten zu lassen. Am besten wäre natürlich ein gänzlicher Rauch-Stopp, da Giftstoffe nur langsam abgebaut und ausgeschieden werden. Ihre Regelschmerzen werden gelindert und Ihr Sexualleben übrigens auch positiv beeinflusst.

9. Vitamine und Mineralstoffe

Die richtigen Nährstoffe sorgen nicht nur für tolle Haut, Haare, Nägel und eine Bikinifigur: Eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen beugt Regelschmerzen vor und lindert sie. Besonders eine kalzium- und magnesiumreiche Ernährung hilft gegen Menstruationsbeschwerden: Nüsse, Weizenkeime, getrocknete Hülsenfrüchte, Sonnenblumenkerne, weiße Bohnen und Spinat sollten auf dem Speiseplan stehen. Weitere wichtige Nährstoffe, die für eine schmerzfreie Periode sorgen sind: Vitamin D, Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren.

4 Fakten über unsere Periode, die nicht jeder kennt

  • Während der Menstruation müssen wir häufiger "groß" machen. Der Grund: Die Hormone aktivieren unseren Darmtrakt.
  • Walt Disney hat Iím Jahr einen Zeichentrickfilm über die Menstruation produziert: "Die Geschichte der Menstruation". Er wurde als Unterrichtsmaterial an US-Schulen verwendet.
  • Etwa zehn Jahre unseres Lebens nimmt unsere Periode insgesamt in Anspruch. Umgerechnet sind das durchschnittlich 450 Zyklen oder auch 3.500 Tage.
  • Im Januar ist die Regel häufig am stärksten. Das liegt daran, dass während der Feiertage viele wärmende Lebensmittel wie Alkohol oder Fleisch konsumiert werden, was sich auf den Zyklus auswirkt.