Ein bisschen flirten ist erlaubt – doch gar zu viel sollte man sich nicht erlauben Foto: rez-art/iStock/Thinkstock

Die Liebe ist eine elitäre Sache – jedenfalls dann, wenn man von einer streng monogamen ausgeht. Da kann man sich erwarten, dass der Partner niemand anderen küsst. Aber man darf sich doch wohl ganz unschuldig einem Tagtraum hingeben, oder? Es gibt keine einheitliche Regel, ab wann ein Partner als untreu gilt, jeder Mensch setzt hier individuelle Maßstäbe an. Deswegen sollte man am besten am Anfang einer Beziehung festlegen, ab wann harmloses Flirten zu einem echten Vertrauensbruch wird.

Ein Küsschen hier, ein Küsschen dort – schon ist der Partner fort?

Ein Kuss kann vieles sein, mal sanft und zart, mal leidenschaftlich und fordernd. Eines ist er aber immer: Einzig und allein dem Partner vorbehalten. Das ergab eine aktuelle Studie. Denn über 80 % der Befragten gaben an, dies als Untreue zu klassifizieren. Wem es schon einmal passiert ist, in einer wilden Nacht ein Paar fremde Lippen geküsst zu haben, hat aber Grund zur Hoffnung: 43 % würden das nämlich verzeihen.

Unverzeihlich: Von Affäre bis One-Night-Stand

Egal ob es eine einmalige Sache war oder man eine längere Affäre hatte, wer mit jemand anderem im Bett landet, ist eindeutig untreu und nein, hier wird das nicht so einfach verziehen. Mehr als 60 % würden sich nach deinem One-Night-Stand trennen, fast alle würden bei einer Affäre die Beziehung beenden – schließlich ist das auch ein sehr tief gehender Vertrauensbruch.

Flirten, tanzen, daten?

Bei der Frage, ob liebreizendes Flirten, eng umschlungenes Tanzen oder sogar heimliche Treffen bereits Betrug sind oder nicht, sind sich die Befragten nicht ganz einig. Wer einfach einmal der sexy Blondine oder dem Bademeister mit Sixpack hinterhergafft, hat nichts zu befürchten, die meisten sehen das locker. Wer aber anfängt wild zu schäkern und kleine Berührungen mit einer fremden Person austauscht, bewegt sich schon auf dünnem Eis. Denn 56 % sehen das als Fremdgehen an. Allerdings würden die meisten dem Partner solch einen Ausrutscher verzeihen.

Auch wer sich heimlich! mit einem Vertreter des anderen Geschlechts trifft, ist anschließend auf die Gutmütigkeit des Partners angewiesen. 81 % befinden: Das ist ganz klar Fremdgehen. Doch 40 % würden auch das verzeihen – immer vorausgesetzt, dass es zu keinem körperlichen Kontakt kam.  Herausfordern sollte man es aber nicht, denn auch das bloße Anmelden bei einem Dating-Portal sehen die meisten als Betrug an, auch wenn der Ertappte dann ganz reumütig beteuert, er hätte nie die Absicht gehabt, sich tatsächlich mit jemanden zu treffen.

Darf man denn noch träumen?

Was einem so im Kopf herumschwirrt sollte man vielleicht nicht immer alles mit dem Partner teilen. Besonders wenn man beim Sex an einen anderen Menschen denkt, kann das wirklich verletzend sein. Und so empfinden es auch tatsächlich knapp die Hälfte der Befragten als Betrug – allerdings als einen, den man auch verzeihen kann.  Interessanterweise ist es aber für die wenigsten ein Problem, wenn der Partner Pornos ansieht.

Jedenfalls sollte man, um sein Glück aber nicht allzu sehr herauszufordern, den Partner vielleicht besser nicht in all seine Gedanken einweihen – denn hin und wieder an jemand anderen zu denken, kann in einer langen Beziehung durchaus vorkommen und ist kein Grund zur Besorgnis. 

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