Bei nur vier Prozent der Befragten entwickelte sich eine Beziehung Foto: Vasyl Dolmatov/iStock/Thinkstock

Man trifft sich samstags auf ein Bier und sonntags wird dann gemeinsam der Kater mit Pizza, Film und Jogginghose zelebriert, man verkürzt sich die Arbeitstage, indem man sich gegenseitig lustige Nachrichten schickt und schon Pläne fürs nächste Wochenende schmiedet und man hilft dem anderen ohne Murren auch mal beim Aufbauen eines heimtückischen Bücherregals. Freunde sind immer für einen da und Freundschaften können ein Leben lang halten – von Beziehungen kann man das nicht behaupten. Dennoch ergab eine aktuelle Umfrage, dass jeder Zehnte heimlich in seinen besten Freund oder seine beste Freundin verliebt ist. Doch kann aus einer Freundschaft wirklich eine knisternde Liebesbeziehung werden?

Freundschaft Plus

Im Film geht alles scheinbar so einfach – in den 80er Jahren wurde bereits aus den Freunden Harry und Sally ein glückliches Liebespaar und auch Ashton Kutcher und Natalie Portman erlebten in dem Film "Freundschaft Plus", dass sich hinter dem besten Kumpel und der besten Freundin auch die ganz große Liebe verbergen kann. Ist das nur Hollywoodkitsch oder auch im echten Leben möglich? Eine Umfrage mit mehr als 2.400 Teilnehmern zeigt, dass die meisten bei Freundschaften eine klare Grenze ziehen und es bei einem Begrüßungskuss auf die Wange belassen. Bei gerade einmal 29 Prozent hatte sich eine Freundschaft zu einer Liebelei weiterentwickelt – und daraus entstand in nur vier Prozent der Fälle eine Beziehung! Dass aus Freunden ein glückliches Liebespaar wird, mag in Hollywood ein Garant für großes Gefühlskino sein, im realen Leben scheint es aber eher die Ausnahme zu sein. Doch was soll man nur tun, wenn man beim Anblick seines besten Freundes Schmetterlinge im Bauch hat? Lohnt es sich eine Beziehung zu riskieren oder zerstört man so eine Freundschaft? Ein Blick auf die Vor- und Nachteile kann Klarheit bringen.

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Die Liebe kann die Freundschaft zerstören Foto: lorenzoantonucci/iStock/Thinkstock

Vorteile

1. Geringerer Erwartungsdruck

Man kennt den anderen bereits, weiß über seine Vorlieben und Macken Bescheid und kann so im Vorfeld abschätzen, ob man sich ein Zusammenleben mit dem anderen überhaupt vorstellen kann.

2. Stabilere Beziehungen

Forscher fanden heraus, dass sich Liebesbeziehungen, die sich aus einer Freundschaft heraus entwickelten, oft stabiler sind als andere.

Nachteile

1. Die Freundschaft geht kaputt

Das ist wohl die größte Sorge, wenn man vor der Entscheidung steht: Gesteht man dem anderen seine Gefühle oder zerstört man damit die Freundschaft? Die Statistik spricht sich da leider gegen ein flammendes Liebesgeständnis aus, denn bei 50 Prozent der Befragten zerbrach die Freundschaft nach einer Liebelei. Das Konzept Freundschaft Plus Bei klappt übrigens gerade einmal bei 13 Prozent. Man sollte es sich also in der Tat gut überlegen, ob man wirklich mehr als eine Freundschaft möchte.

2. Zu wenig Erotik

Beziehungen, die sich aus Freundschaften entwickelten, fehlt oft die nötige Leidenschaft. Auch wenn es normal ist, dass die Erotik im Laufe der Jahre immer mehr abnimmt, müssen Partner, die vorher bereits miteinander befreundet waren, hier besonders aufpassen. Allzu schnell ist aus solchen Beziehungen die prickelnde Leidenschaft verschwunden und die Gefahr eines Seitensprungs ist höher, als bei anderen Beziehungen.  

Freundschafts-Umfrage

  • Was ist Ihre Meinung: Kann aus Freundschaft Liebe werden oder zerbricht die Freundschaft an solch romantischen Gefühlen?

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