Vlogger extrem! Foto: zapatisthack/iStock/Thinkstock

Dass sie sich dabei jedoch oft in große Lebensgefahr begeben, kalkulieren sie nicht mit ein – ist doch schließlich alles ein Spaß. Aus diesem Überschwang ist jetzt jedoch ernst geworden - vor allem in zwei Fällen. Die 26-jährige Gesundheitsbloggerin Zhang aus China hat während ihres Live-Streams eine vermeintliche rohe Aloe Vera verspeist – ein neuer Boom in ihrem Land. Bei der Pflanze hat es sich allerdings um die ähnlich aussehende Agave americana gehandelt, mit der sie sich vergiftet. Anfänglich informiert sie die Zuschauer, ihr Snack sei „so gut“, aber „bitter“. Dann bricht sie den Live-Stream plötzlich ab.  Zum Glück hat sie schnell gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt und wurde in Krankenhaus gebracht.

Tödlich getroffen

Weniger Glück hatte der 22-jährige Pedro Ruiz, der das berühmteste YouTube-Video aller Zeiten drehen wollte. Er und seine schwangere Frau Monaliza Perez wollten den Zuschauern beweisen, dass eine abgedrückte Kugel in dem Buch vor seiner Brust steckenbleiben würde, doch der Schuss traf ihn tödlich. Seine Frau zielte aus einer Entfernung von 30 Zentimetern mit einer 50mm-Kaliber-Waffe auf ihn. Sie berichtete der Polizei, er hätte sie zu diesem Stunt überredet, zumal er sich sicher gewesen ist, dass nichts passieren könnte. Er hatte dieses Experiment zuvor an einem Buch probiert und ihr gezeigt, dass die Buchseiten die Kugel abfangen würden.

Zu extrem

Die Sucht nach Klicks und Adrenalin nimmt stetig zu bei Vloggern. Extremsportler balancieren ungesichert auf Hochhäusern, Models gehen beim Shooting ebenfalls erhebliche Risiken ein und andere Seiltänzer haben keine Scheu vor 100 Meter tiefe Schluchten . Bleibt zu hoffen, dass diese Blogger in Zukunft doppelt- und dreifach ihre Sicherheit prüfen.

 

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