Gewürze sind schmackhaft und gesund Foto: YelenaYemchuk/iStock/Thinkstock

1. Cayennepfeffer

Cayennepfeffer stammt ursprünglich aus den tropischen Gebieten Südamerikas. Mittlerweile wird die Pflanze aufgrund ihres feurigen Geschmacks aber auf der ganzen Welt als Gewürz geschützt. Seinen Namen hat das Nachtschattengewächs von der Hafenstadt Cayenne, welche sich in Guyana befindet. Die reifen Früchte der Pflanze, auch als Chili-Schoten bekannt, beinhalten Inhaltsstoffe wie Capsaicinoide,  Flavonoide und ätherische Öle, machen die Schote so gesund. Die Capsaicinoide gelten Scharfstoffe der Pflanze - diese wirken sich positiv auf Wärme- sowie Schmerzrezeptoren aus und regen die Ausschüttung von Speichel- sowie Magensäften an. Die im Cayenne-Pfeffer enthaltenen ätherischen Öle wirken antibakteriell sowie antimikrobiell und bekämpfen dadurch krankheitserregende Bakterien. Die Flavonoide haben eine beruhigende und durchblutungsfördernde Wirkung auf unseren Körper. Dies kann sich vor allem auf rheumatische Erkrankungen und andere Gelenkbeschwerden positiv auswirken.

Anwendung:  Um Halsschmerzen vorzubeugen und das Immunsystem zu stärken, eine kleine Menge Cayennepfeffer in warmes Zitronenwasser mit Honig einrühren und trinken. Beim Kochen können diverse Gerichte sowie Fisch und Fleisch mit dem gesunden Pfeffer gewürzt werden. 

Chilischoten
Cayennepfeffer wird aus Chili-Schoten gewonnen Foto: sb-borg/iStock/Thinkstock

2. Ingwer

Die getrocknete Wurzel der Ingwerpflanze ist eines der ältesten Gewürze der Welt. Angebaut wird die Pflanze heute in tropischen Ländern wie Sri Lanka, Indien, Indonesien, Vietnam, China und Japan. Zahlreiche Studien belegen die hohe Wirksamkeit von Ingwer bei verschiedensten Leiden. 160 verschiedene Inhaltsstoffe - unter anderem Eisen, Vitamin C und B6, Kalzium, Kalium, verschiedene ätherische Öle sowie Scharfstoffe - machen die Wurzel so gesund. Der Scharfstoff Gingerol beispielsweise hat eine antikarzinogene (also eine anti-krebserregende) und anti-entzündliche Wirkung. Außerdem wirkt sich der Scharfstoff auch positiv bei asthmatischen Erkrankungen aus. Dank seiner entzündungshemmenden und schmerzlindernden Inhaltsstoffe hilft die Knolle auch gegen Kopfschmerzen, Migräne, Muskel- oder Halsschmerzen. 

Anwendung:  Besonders wirksam ist die Knolle als Tee oder Wasser. Einfach einige Scheiben der Wurzel in heißem Wasser ziehen lassen und anschließend trinken. Ingwertee unterstützt vor allem das Abklingen grippischer Symptome und wirkt schmerzlindernd. Auch in Suppen - beispielsweise Karotte-Ingwersuppe - oder bei asiatischen Gerichten bringt Ingwer die richtige Würze in das Gericht. 

Ingwertee
Heißer Ingwertee ist besonders wirksam gegen Halsweh Foto: udra/iStock/Thinkstock

3. Kurkuma 

Kurkuma, auch bekannt als Safranwurzel oder Gelbwurzel, ist ein Ingwergewächs aus Südasien. Angebaut wird die Wurzel heute meist auf dem indischen Subkontinent. Bereits seit hunderten von Jahren ist das gesundheitliche Potential von Kurkuma bekannt. Die enthaltenen Stoffe sorgen für eine vermehrte Produktion des Magensaftes, regen die Leber dazu an, mehr Gallensäure auszuschütten und machen Speisen allgemein leichter verdaulich. Die Knolle wirkt außerdem entkrampfend und kann Blähungen, Sodbrennen, Durchfall, Verstopfungen und Völlegefühl entgegenwirken. Der sekundäre Pflanzenstoff Curcumin wirkt zudem antioxidativ, entzündungshemmend, antiseptisch und schmerzlindernd. Besonders geschätzt wird das Gewürz aber auch wegen der hemmenden Wirkung auf Krebszellen. Studien belegen außerdem, dass Kurkuma die Bildung von Plaques im Gehirn, einem Hauptfaktor für die Entstehung von Alzheimer, hemmen kann und vorhandene Beläge mittels des Gewürz sogar abgebaut werden können. 

Anwendung: Besonders gut schmeckt eine Prise Kurkuma beispielsweise in einem Kaffee Latte. Aber auch zum würzen von Curry-Gerichten oder beispielsweise einer asiatischen Pfanne eignet sich die Wurzel hervorragend. 

Kurkuma Pflanze
Die wunderschönen Blüten der Kurkuma Pflanze Foto: wathanyu/iStock/Thinkstock

4. Kardamom

Kardamom gehört ebenfalls zu der Familie der Ingwer-Gewächse und war schon den alten Römern als Gewürz bekannt. Seinen Ursprung hat der Kardamom in Indien, weswegen er auch in der ayurvedischen Küche und Medizin sehr häufig Verwendung findet. Die Samen der Pflanze enthalten wirksame Inhaltsstoffe wie Borneol, Cineol, Terpineol, Mycren, Eisen und Kampfer. Diese sind vor allem antibakteriell, krampf- sowie schleimlösend und regen die Durchblutung an. In der Medizin werden mit Kardamom häufig Verdauungsprobleme behandelt, da er Krämpfe im Magen-Darm-Bereich lösen kann. Durch seine entgiftende Wirkung eignet er sich aber auch zur Bekämpfung von Kopfschmerzen oder einem Kater nach einer langen Nacht hervorragend. Durch eine regelmäßige Einnahme des Gewürzes kann auch der Cholesterin-Wert gesenkt werden. 

Anwendung: In der europäischen Küche wird Kardamom vor allem zum Würzen von Glühwein oder Weihnachtsgebäck verwendet. Zum Würzen von Speisen sollten die Samen zerstoßen und dann in die Speise eingerührt werden. Auch als Tee ist Kardamom besonders wirksam. 

Kardamom Pflanze
Die unreifen Kapseln der Kardamom Pflanze Foto: natbits/iStock/Thinkstock

5. Zimt 

Zimt ist besonders vielseitig einsetzbar und gehört in vielen europäischen Küchen bereits zu den Standard-Gewürzen. Zimtstangen werden aus der Rinde des Zimtbaumes gewonnen - werden diese dann gerieben, so erhält man das Pulver. Die bekannteste Eigenschaft des Zimts ist seine Blutzucker-senkende Wirkung. Außerdem sorgen die Inhaltsstoffe der Rinde dafür, dass er eine desinfizierende, durchblutungsfördernde, beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung hat. Eingesetzt wird Zimt gerne bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Durchfall. Aber auch Entzündungskrankheiten wie Rheuma und Kreuzschmerzen können durch die Einnahme von Zimt gelindert werden. In der chinesischen Medizin wird er besonders gerne zur Bekämpfung von innerer Kälte, Anspannungen und Kreislaufschwäche verabreicht. 

Anwendung:  Besonders lecker schmeckt Zimt im Kaffee, in Smoothies oder Haferbrei. Ungewöhnlich aber lecker: Eine kleine Prise Zimt in die Bolognese-Sauce einrühren. 

Zimtbaum
Zimt wird aus der Rinde des Zimtbaum gewonnen Foto: blizzard87/iStock/Thinkstock