In Tomaten steckt viel Lycopin Foto: moodboard/moodboard/Thinkstock

Was möchte man heute essen? Vielleicht sollte man mal nicht einfach wild seinen Gelüsten nachgeben, sondern auf seinen Körper achten und ihm das geben, was der Gesundheit gerade am meisten zuträglich ist. Denn egal, ob man an einer schlimmen Grippe, einer üblen Magenverstimmung oder akutem Sonnenbrand leidet, die Natur stellt uns eine vielfältige natürliche Apotheke zur Verfügung.

1. Tomaten

Keine Lust auf Sonnenbrand? Der Griff zur Sonnencreme ist da natürlich oberste Pflicht, doch auch Tomaten können vor Sonnenbrand bewahren und ähnlich wie eine schwache Sonnencreme wirken. Grund dafür ist der Stoff Lycopin, der auch dafür sorgt, dass die Tomaten so appetitlich rot sind. In gekochten, gehackten Tomaten steckt mehr für unseren Körper verwertbares Lycopin als in frischen. Auch gegen eine vorzeitige Hautalterung hilft der Stoff. Wer sich also im nächsten Urlaub zusätzlich! zu Sonnencreme mit Tomaten vor dem Sonnenbrand bewahren möchte, sollte rund drei Wochen vorher anfangen größere Mengen an Tomaten zu essen oder täglich ein Glas Tomatensaft trinken.

2. Ingwer

Die scharfe Knolle hilft dem Körper auf vielfältige Art und Weise! Ingwer hat entzündungshemmende Eigenschaften und hilft so im Winter gegen eine triefende Schnupfennase. Doch auch bei einer ausgewachsenen Grippe kann Ingwer, am besten in Form von Tee, helfen, da die Knolle gegen Übelkeit hilft. Ingwer macht auch in der Reiseapotheke eine gute Figur, wer an Reiseübelkeit leidet, kann dank Ingwer lange Autofahrten besser überstehen. Dazu knabbert man am besten einfach direkt ein wenig Ingwer und schon kann der Urlaub beginnen. Wer dann beim Abendessen mal zu heftig über die Stränge geschlagen hat, kann wiederum mit Inger seine Verdauung in Schwung bringen.

3. Ananas

Die frischen, leckeren Früchte sind nicht nur gut für die schlanke Linie, sondern helfen auch gegen Entzündungen im ganzen Körper. Grund dafür ist besonders der Stoff Bromelain, der nicht nur bei Grippe, sondern auch bei arthritischen Beschwerden, Magenentzündungen oder OP-bedingten Schwellungen Linderung verschaffen kann. Besonders viel Bromelain steckt im Strunk, weswegen man diesen stets mitessen sollte, auch wenn er ein wenig härter zu kauen ist als das restliche Fruchtfleisch.

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Ananas sind ein natürliches Antibiotikum Foto: Anusorn Sutapan/iStock/Thinkstock

4. Heidelbeeren

Kaum eine andere Frucht steckt so voller Antioxidantien wie die Heidelbeere. Die Polyphenole wirken sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus und sollen auch das Krebsrisiko senken können. Zudem wirken die Beeren antibakteriell: Täglich eine Portion Blaubeeren kann so dazu beitragen, dass es gar nicht erst zu einer Erkältung kommt.

5. Olivenöl

Es empfiehlt sich, die Butter lieber mal links liegen zu lassen und öfters zu einem hochwertigen Olivenöl zu greifen. Das Öl steckt voller ungesättigter Fettsäuren und Antioxidantien, die gegen Entzündungen helfen, Blut verdünnend sind und Krebs vorbeugen sollen. Olivenöl kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern, da die Oleinsäure das LDL Cholesterin senkt, Oleuropein weitet hingegen die Arterien. Das enthaltene Oleocanthal hemmt Entzündungen und hat eine Wirkung ähnlich wie Ibuprofen. Ebenso wirkt genau dieses Oleocanthal nach neuesten Studien gegen Krebs. Ebenso soll Olivenöl sich positiv auf unser Gehirn auswirken und soll sogar gegen Alzheimer wirken können. Und auch Diabetes und Osteoporose können durch den Konsum von Olivenöl positiv beeinflusst werden.

Wichtig ist aber auf eine gute Qualität des Öls zu achten, es sollte nicht raffiniert sein. Denn wird das Öl mit Hitze behandelt, zerstört dies den wertvollen Stoff Oleocanthal. Vom Geschmack her sollte das unbehandelte Öl leicht bitter schmecken, dann weiß man, dann es noch voller gesunder Inhaltsstoffe steckt.

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Man sollte stets nur nativ gepresstes Olivenöl verwenden Foto: ValentynVolkov/iStock/Thinkstock

6. Äpfel

In ungeschälten Äpfeln kommen besonders hohe Mengen an Quercetin vor. Und dieser Powerstoff hat es wahrlich in sich: Äpfel sollen laut Studien gegen Krebs helfen, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie den Blutdruck senken. Außerdem wirken sich Äpfel positiv auf das Gehirn aus, Forscher vermuten, dass der Stoff Quercetin gegen Altersdemenz wirken kann, laut Studien sollen bereits drei Äpfel am Tag  das Risiko nachweislich senken. Da Quercetin besonders unter der Schale vorkommt, sollte man Äpfel nie schälen.

7. Oregano

Oregano schmeckt nicht nur ganz hervorragend auf der Pizza, sondern wirkt dank des ätherischen Öls Carvacrol auch gegen Kopfschmerzen. Doch auch wer sich heftig auf die Zunge gebissen, Zahn- oder Halsschmerzen hat, kann von Oregano profitieren, da das Gewürz gegen Entzündungen im Mund und Rachen wirkt. Am besten stellt man einen Oregano-Tee her, den man dann je nach  Bedarf entweder trinken oder gurgeln kann.

8. Quinoa

Das Pseudogetreide erfreute sich in den letzten Jahren einer immer größeren Beliebtheit und hilft besonders migränegeplagten Menschen. Denn die kleinen Körnchen stecken voller Magnesium, das die Gefäße entspannt, das in Quinoa enthaltene Vitamin B2 regt hingegen die Durchblutung an. Die Kombination dieser beiden Inhaltsstoffe kann so Kopfschmerzen reduzieren.

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Quinoa gibt es in drei Farbvarianten Foto: egal/iStock/Thinkstock

9. Radieschen

Klein, knackig und so gesund: Radieschen helfen durch die enthaltenen Senföle gegen Viren, Bakterien und Pilze. Dank der Senföle schmecken die Radieschen auch so scharf. Besonders im Magen-Darm-Trakt können so Bakterien abgetötet werden, aber auch gegen Halsentzündungen sind sie wirksam. Täglich vier bis fünf Radieschen sollte man zur Vorbeugung schon essen. Kleine Radieschen enthalten übrigens mehr gesunde Senföle als große.

10. Knoblauch

Geschmacklich peppt Knoblauch jedes Gericht auf und auch für die Gesundheit kann die Knolle einiges leisten. Knoblauch wirkt gegen Viren Bakterien und Parasiten. Grund dafür ist der Stoff Alliin, der auch für den so typischen Geruch von Knoblauch verantwortlich ist. So hilft Knoblauch gegen Entzündungen im ganzen Körper, aber auch gegen Bluthochdruck und kann durch seine zellschützende Wirkung auch die Hautalterung aufhalten und gegen Tumorbildungen helfen. Auch wenn Knoblauch in Kapselform in der Apotheke gekauft werden kann, sind diese nicht so wirksam wie frischer Knoblauch. Täglich zwei bis drei Zehen wären empfehlenswert.