Bei einem Dreitagebart werden Frauen schwach Foto: KovacsAlex/iStock/Thinkstock

Och dichter Rauschebart und zaghaft sprießendes Oberlippenbärtchen, wie stark der Bartwuchs ausfällt, wird vor allem von den Genen bestimmt, auch von Testosteron – doch ein Mann mit kargem Bartwuchs hat nicht automatisch weniger Testosteron, die Forschung fand heraus, dass sein Körper einfach weniger des verfügbaren Testosterons in Dihydro-Testosteron umwandelt, das im Endeffekt den Bartwuchs regelt. Nun wissen wir also schon mal, wieso es so unterschiedliche Bärte gibt, doch stehen Frauen überhaupt auf Gesichtsbehaarung oder mögen sie es glattrasiert lieber?

Dreitagebart macht sexy

Die Wissenschaft hat eine eindeutige Antwort auf diese Frage gefunden, mehrere Studien beschäftigten sich mit der Wirkung von Männerbärten auf Frauen. In der Universität von Queensland beispielsweise wurde eine Studie mit 8.520 Frauen durchgeführt. Ihnen wurden Bilder mit Männer vorgezeigt, einmal glattrasiert, dann mit kurzem  Dreitagebart, mit längerem 10-Tage-Bart und mit einem dichten Vollbart. Die Frauen mussten nun angeben, welchen der Männer sie sexy finden, mit wem sie einen One-Night-Stand haben würden und welchen Mann sie heiraten würden. Das Ergebnis: Ein Dreitagebart war bei den Frauen als besonders sexy angesehen und solche Männer hatten die höchsten Chancen auf einen One-Night-Stand. Männer mit 10-Tage-Bart oder gar einem dickten Vollbart schienen den Frauen die besten Heiratskandidaten zu sein.

Großzügig und dominant

Der Verhaltentsökonome Barnaby Dixon erklärt, wieso Frauen besonders bärtige Männer als geeignete Heiratskandidaten erwählt hätten. Frauen verbinden Bart mit Adjektiven wie großzügig, fleißig, selbstbewusst, aggressiv und sozial dominant. Sprich, sie erwarten sich, hier einen Mann zu bekommen, der gut für sie sorgt und sie und den Nachwuchs auch gut gegen andere verteidigen kann. Da fühlt man sich beschützt und geborgen.

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Ein Mann mit Bart verspricht Schutz Foto: andreonegin/iStock/Thinkstock

Darmbakterien im Bart?

Vor einigen Jahren war der Aufschrei groß, als es plötzlich hieß, in Bärten seien Darmbakterien. Plötzlich wurde man als bärtiger Hipster auf der Straße ganz schief angesehen. Stimmt das wirklich? Kein Panik, denn keine fundierte Studie kam zu diesem Ergebnis, sondern nur eine kleine Stichprobe eines amerikanischen Fernsehsenders, bei dem nur einige mitmachmutige Passanten getestet wurden. Und ja, in den Abstrichen wurden E. Coli-Bakterien gefunden – genauso wie auf Handys, Geldscheinen und den menschlichen Unterarmen. Außerdem könne man E. Coli-Bakterien nicht automatisch mit Exkrementen gleichsetzten!

Autsch, es pikst

Bartpflege liebe Männer ist aber dennoch wichtig. Denn auch wenn Frauen angeben, auf bärtige Männer zu stehen, mögen es zarte Frauenlippen wenig, wenn der Bart beim Küssen pikst. Deswegen gaben bei einer deutschen Umfrage auch 20 Prozent der Frauen an, am liebsten glattrasierte Männer zu mögen (aber auch hier bevorzugten 45 Prozent der Frauen den lässigen Dreitagebart-Typ). Damit der Bart nicht zum Liebeshindernis wird, sollte Mann ihn regelmäßig pflegen.

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Den Bart muss man pflegen Foto: g-stockstudio/iStock/Thinkstock

Ölen und kämmen

Mit etwas Bartöl und einer passenden Bürste werden störrische Barthaare angenehm weich und sehen gesund und gepflegt aus. Am besten morgens und abends kämmen und einölen. Auch ein spezielles Bartshampoo kann hilfreich sein, allerdings sollte man es nicht übertreiben, um die Haut nicht auszutrocknen.

Für alle Dreitagebart-Träger gelten diese Tipps allerdings nicht, die kurzen Stoppeln sind nun mal ein wenig störrisch. Da kann Mann nur hoffen, dass Frau dem Sexappeal des Trägers erliegt und über das bisschen Piksen einfach hinwegsieht. 

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