Ob Trenchcoat oder Blazer - Vintage-Modelle sind langlebiger und eine gute Investition Foto: Claire Guillon/Camera Press/picturedesk.com

Trenchcoat, Mom-Jeans oder ein gut sitzender Blazer: Kleidungsstücke aus einer anderen Dekade sind echte Klassiker und kommen nie aus der Mode. In den meisten Fällen haben sie sogar eine bessere Qualität als neu produzierte Fast Fashion-Stücke. Vintage-Kleidung ist eine grüne Alternative und schont die Umwelt. Welche Modeklassiker sich beim Kauf aus zweiter Hand besonders lohnen, verraten wir hier. 

1. Trenchcoat

Ein Trenchcoat ist eine zeitlose Übergangsjacke für beide Geschlechter und lässt sogar ein ganz simples Outfit schicker aussehen. Der Klassiker wurde 1914 von Thomas Burberry, dem "Vater des Trenchoats", erfunden und avancierte schnell zum beliebtesten Kleidungsstück. Spätestens mit Audrey Hepburns Modell in "Frühstück bei Tiffany" fand der robuste Mantel seinen Weg in die Damenmode. Vintage-Modelle - vor allem von Burburry - sind häufig in entsprechenden Shops sowie auf Onlineportalen in einwandfreiem Zustand zu finden. Mit etwas Glück sind die Mäntel bereits für rund 150 Euro zu haben. Secondhand-Modelle aus den 80er- und 90er-Jahren punkten gegenüber neuen Trenchcoats vor allem mit ihrem ungewöhnlichen Look: Kontrastierte Eingriffstaschen, Materialmix oder auffällige Gürtelschnallen sind klassische Details. Mit einem Retro-Unikat heben Sie sich von den massenhaft produzierten Trenchcoats großer Modeketten ab und leisten einen nachhaltigen Beitrag zur Umwelt. 

2. Mom Jeans und Straight Leg Jeans

Mindestens ein Paar Jeans hat jeder von uns im Schrank - sie sind bequem, passen einfach immer, und es gibt Modelle für jeden Figurtyp. Vintage-Modelle wie die beliebte Levi's "501" - ein absolutes Must-have in der Jeanswelt - beweisen uns, wie robust die Denimhosen sind. Die Hosenklassiker der Kultmarke sind secondhand so heiß begehrt, dass das Label eine neue Kollektion mit alten, aufgearbeiteten Vintage-Levi's herstellte. Retrojeans von Lee, Wrangler und Levi's finden Sie auf Flohmärkten, online oder in Secondhand-Shops in Massen. Aufgrund der qualitativen Verarbeitung sehen die meisten wie neu aus und können auch noch in Ihrem Kleiderschrank einige Jahre überstehen. Tipp: Achten Sie auf die Jeansgröße - je nach Herstellungsjahrzehnt können diese sehr unterschiedlich ausfallen. Nehmen Sie sich deshalb für den Secondhand-Kauf einer Jeans viel Zeit und probieren Sie ruhig mehrere Modelle aus, die nicht ihrer regulären Größe entsprechen. Außerdem gerne mal in der Männerabteilung stöbern: Die Hosen werden an Frauen zu trendigen Mom Jeans, die mit einem Gürtel die Taille besonders feminin betonen.

3. Blazer: Karo, Samt, Tweed & Co.

Ein Blazer ist ein Styling-Allrounder. In Schwarz macht der Klassiker lässige Looks mit Jeans und T-Shirt elegant. Oversized-Modelle aus Cord, Samt oder anderen Materialien mit Blickfang-Effekt verleihen Midikleidern und Stiefeln einen coolen Retro-Touch. Vintage-Blazer von Escada, Strenesse oder Armani lassen sich mit intensiver Suche und Glück zu Spottpreisen ergattern und sind in vielseitigen Designs aus unterschiedlichen Dekaden erhältlich. Besonders Karoblazer feiern bereits seit mehreren Saisonen ihr großes Comeback - es lohnt sich also ruhig in einen Designer-Modeklassiker aus zweiter Hand zu investieren. Tipp: Secondhand-Blazer aus hochwertigem Tweed, Wolle oder Schurwolle sind ebenfalls ein Dauerbrenner. 

4. Midiröcke

Vintage-Röcke in Mini- und Maxilänge sind oftmals viel zu kurz, zu lang oder die Retro-Proportionen sind unvorteilhaft. Midiröcke hingegen wirken an jedem Figurtyp elegant und sind, dank der aktuellen Kollektionen von Dior, Chanel und anderen Luxusmarken, besonders begehrt. Die Vintage-Modelle zaubern eine weibliche Silhouette - die Sanduhrfigur -und sind secondhand in einer riesigen Auswahl erhältlich: von Bleistiftröcken aus Wolle, Jersey oder Polyester über Karoröcke bis hin zu rockigen Modellen aus (Fake-) Leder und Plisseeröcken. Vorteil der Midiröcke: Die A-Linie ist komfortabel, und sie lassen sich vielseitig stylen. Tipp: Wie bei Retrojeans lohnt es sich auch hier unterschiedliche Größen anzuprobieren, bis das perfekt sitzende Modell gefunden ist. Oft haben nämlich Secondhand-Röcke kein Größenetikett mehr oder fallen kleiner bzw. größer aus.