Bei alltäglichen Wehwehchen lohnt es sich, durchaus erst mal auf ein Hausmittel aus der Natur zurückzugreifen Foto: didecs/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Gegen jedes Wehwehchen gibt es mittlerweile zigtausende Medikamente und Salben. Doch so gut und schnell die Wirkung dieser Mittel ist, so belastend und beeinträchtigend sind sie für unseren Körper. Viel günstigere und natürlichere Wunderwaffen haben wir zu Hause, ohne davon zu wissen. Folgende Hausmittel sind wahre Wunderwaffen der Natur und stellen chemisch hergestellte Produkte mitunter in den Schatten.

1. Granatapfel

Die exotische Frucht stammt aus dem Mittelmeerraum und ist aus dem Alltag gar nicht mehr wegzudenken. Sie steckt voller Antioxidantien, Eisen, Vitaminen und wirkt entzündungshemmend. Durch diese geballte Kraft ist der Granatapfel stark gegen Viren, verbessert das Blutbild, verlangsamt die Zellalterung in unserem Körper und schützt uns vor freien Radikalen. Außerdem helfen die enthaltenen Bitterstoffe gegen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Die tiefroten Kerne schmecken köstlich im Müsli, sind eine tolle Ergänzung im Salat sowie ein erfrischender Snack zwischendurch.

2. Thymian

Besonders in der mediterranen Küche zählt Thymian zu den wichtigsten Kräutern. Sein herb-würziger Geschmack ist dabei nicht die größte Stärke. In den Herbst- und Wintermonaten ist Thymian nämlich eines der besten Hausmittel: Das enthaltene ätherische Öl Thymol wirkt antiseptisch und antiviral. Es hemmt das Wachstum von Viren und Bakterien und wird somit gegen Erkältungssymptome und grippale Infekte eingesetzt. Bei Husten ist Thymian die Wunderwaffe schlechthin. Das Heilkraut steckt übrigens fast in jedem Hustensaft. Zusätzlich hat Thymian eine krampfstillende Wirkung – bei Keuchhusten die perfekte Linderung. Tipp: Thymian als Tee trinken oder einige Tropfen Thymianöl ins Dampfbad geben.

3. Lavendel

In Lavendel beziehungsweise in dem ätherischen Öl der Pflanze stecken unter anderem Linalool, Linalylacetat und Cineol. Diese sind für die antibakterielle und schmerzlindernde Wirkung verantwortlich. In verdünnter Form ist Lavendel auch zur äußeren Anwendung für Wunden, Verbrennungen oder schmerzende Stellen geeignet. Vor allem Lavendelöl wird eine entspannende und beruhigende Wirkung nachgesagt, weshalb es Ihnen auf der Haut oder in einer Duftlampe besonders bei mentaler Unruhe oder Einschlafproblemen helfen kann.

4. Fenchel

Bei Fenchel scheiden sich die Geister. Wer die Fenchelfrucht allerdings mag, hat in der Küche und in der Hausapotheke einen wahren Freund zu Gast. Das ätherische Öl sowie die enthaltenen Inhaltsstoffe Trans-Anethol, Fenchon, Estragol, Anisaldehyd und Flavonoide sind für die heilende Wirkung des Fenchels verantwortlich. Fenchel kann krampflösend und verdauungsfördernd wirken. Bei Magen-Darm-Beschwerden oder Völlegefühl (Blähbauch) sorgt er rasch für Linderung. Zudem ist Fenchel aufgrund seiner schleimlösenden Wirkung auch bei Husten- und Erkältungskrankheiten ein natürlicher Helfer.

5. Honig

Das natürliche Süßungsmittel verwenden viele täglich – im Müsli, im Tee oder als Brotaufstrich. Honig besteht hauptsächlich aus Invertzucker, also Glukose und Fruktose. Enthalten sind außerdem wichtige Mineralstoffe, Enzyme, Aminosäuren und Spurenelemente. Dadurch wirkt Honig entzündungshemmend, antibiotisch und antiallergisch auf den Körper. Er stärkt das Immun- und das Herz-Kreislauf-System. Verwenden Sie Honig regelmäßig, kann er sogar zur Wundversorgung und im Kampf gegen Erkältungskrankheiten angewendet werden. Ein starkes Hausmittel, das bei verschiedenen Beschwerden zum Einsatz kommt.

6. Gewürznelken

Der Geruch von Gewürznelken versetzt uns unmittelbar in weihnachtliche Stimmung. Sie enthalten Eugenol, welches antibakteriell und örtlich betäubend wirkt. Daher sorgen Gewürznelken bereits nach wenigen Minuten für natürliche Schmerzlinderung. Bei Beschwerden im Mundraum Nelken zerkauen oder Nelkenöl mit einem Wattestäbchen auf die betroffene Stelle auftragen.

7. Pfefferminze

Pfefferminze begleitet uns durch das ganze Jahr: Im Sommer finden frische Minzblätter ihre Verwendung im Drink oder Salat. Im Winter sorgt der Pfefferminz-Tee für innere Wärme. Durch die enthaltenen Substanzen Menthol, Menthylacetat, Menthon und Menthofuran wird die Verdauung angeregt und Völlegefühl gelindert. Bei Sonnenbrand oder Verbrennungen wirkt reines Pfefferminzöl kühlend – angenehm daher auch bei Kopfschmerzen.

8. Kurkuma

Das aus der Gelbwurzel hergestellte intensiv-gelbe Pulver kann nicht nur zum Würzen oder Färben von Gerichten verwendet werden, sondern auch als natürliches Heilmittel. Curcuminoiden und das enthaltene ätherische Öl sind arzneilich wirksam, verdauungsfördernd und helfen gut bei Magen-Darm-Beschwerden. Zudem beugt Kurkuma Entzündungen vor bzw. kann diese bekämpfen.

9. Ingwer

Bekannt ist, dass die Gewürzpflanze stark gegen Erkältungsinfekte und wohltuend bei verstopften Nebenhöhlen ist. Ingwer bietet allerdings noch mehr: Die enthaltenen Scharfstoffe regen die Bildung von Magensäure an, wodurch die Verdauung schnell wieder in Schwung kommt, auch Übelkeit und Brechreiz werden gelindert. Ätherische Öle wie Gingerol, Schogaol und Borneol stecken ebenfalls in Ingwer und haben entzündungshemmende und schmerzlindernde Effekte. Daher ist die Knolle eine beliebte Erstmaßnahme bei Kopf- oder Gelenkschmerzen.

10. Rosmarin

Das im Rosmarin enthaltene Rosmarinöl, zu dessen Inhaltsstoffen Subtanzen wie Cineöl, Kampfer und Alpha-Pinen zählen, regt die Durchblutung an und kann niedrigem Blutdruck entgegenwirken. Lindernd auch bei verspannter Nacken- und Rückenmuskulatur. Der schmerzlindernde und durchblutungsfördernde Effekt setzt relativ schnell ein.