Nicht zu lesen bringt einige Nachteile mit sich Foto: JANIFEST/iStock/Thinkstock

Was gibt es schöneres, als sich mit einem Buch gemütlich zu Hause einzumummeln und der Realität für einige Stunden zu entfliehen. Finden Sie nicht? Dann gehören wohl auch Sie zu der immer größer werdenden Gruppe Menschen, die keine Bücher mehr lesen.

Dabei würde die regelmäßige Lektüre eines Buches nicht nur Unterhaltung, sondern noch viele weitere Vorteile mit sich bringen. Wer kaum liest, muss darauf verzichten und gefährdet sogar seine Gesundheit.

1. Alzheimerrisiko steigt

Sie gehen regelmäßig ins Fitnessstudio, um ihren Körper zu trainieren? Auch das Gehirn braucht regelmäßiges Training! Eine Studie der University of Berkeley ergab, dass mentale Stimulation dabei hilft, Alzheimer vorzubeugen. Die regelmäßige Lektüre eines Buches kann dabei helfen, auch im hohen Alter noch geistig fit zu bleiben. Denn Nichtleser haben ein um 18 Prozent erhöhtes Risiko für Demenzerkrankungen, fanden Forscher des French National Institute of Medical Research heraus.

2. Man verdient weniger

Lesen bildet. Wer selten liest, dessen Wortschatz wird sich verringern und man kann sich nicht mehr so präzise und gewählt ausdrücken, wie man in manchen Momenten gerne möchte. Nicht nur seine Liebe kann man so weniger poetisch gestehen, ein großer Wortschatz führt laut Untersuchungen auch dazu, dass man eher befördert wird. Wer liest, steigert seine beruflichen Chancen. Eine Untersuchung der Universität Padua zeigte, dass Menschen, die bereits als Kind Bücher lasen, um 21 Prozent mehr verdienen. 

3. Man ist gestresster

Wer nie liest, braucht sich nicht wundern, wenn er stets gestresst und hektisch ist. Durch das ständige Checken des Smartphones auf neue Nachrichte, das stete Aktualisieren der Nachrichten-Website ist unser Gehirn auf Dauer reizüberflutet. Viele gehen nach einem anstrengenden Arbeitstag zum Ausgleich ins Fitnessstudio, um sich körperlich auszupowern, doch es gibt eine noch viel effektivere Möglichkeit, um sich vom stressigen Alltag zu erholen. Eine Studie zeigte, dass Lesen das Stress-Level um 67 Prozent mehr senken kann, als ein Spaziergang oder das Hören von Musik. Dabei muss man noch nicht einmal lange lesen, bereits nach sechs Minuten Lesezeit sinkt die Herzfrequenz und die Muskeln beginnen sich zu entspannen.

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Nichts entspannt so sehr wie ein Buch Foto: ChesiireCat/iStock/Thinkstock

4. Die Aufmerksamkeitsspanne verringert sich

Schnell mal auf dem Handy Facebook checken, zwei WhatsApp-Nachrichten beantworten und nebenbei noch telefonieren – der Mensch macht hundert Dinge gleichzeitig. Die Aufmerksamkeitsspanne verringert sich dabei stetig, es fällt schwer, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Sich einfach hinsetzen und ohne Unterbrechung ein Buch lesen ist das komplette Gegenteil davon und trainiert das Gehirn darauf, sich voll und ganz auf eine Sache konzentrieren zu können. Regelmäßiges Lesen erlaubt es uns auch, in einem Gespräch fokussierter zu sein und unserem Gesprächspartner unsere ungeteilte Aufmerksamkeit zuteilwerden zu lassen.

5. Man gefährdet seine Beziehung

Bücher zeigen uns neue Welten, wir tauchen ein in einen fremden Kosmos, der von den unterschiedlichsten Persönlichkeiten bevölkert wird, deren Gedankengänge wir folgen können. Eine amerikanische Studie zeigte, dass regelmäßige Leser empathischer sind und sich besser in ihre Mitmenschen einfühlen können. Leser spenden sogar dreimal so häufig für wohltätige Zwecke als Nichtleser.

Auch in der Beziehung kann man davon profitieren: Eine kanadische Untersuchung zeigte, dass Paare, die viel lesen, besser aufeinander eingehen können.

6. Man lebt kürzer

Lesen ist für Sie verlorene Zeit? Dann sollten Sie wissen, dass Leser bis zu zwei Jahre länger leben als Buchverweigerer. Eine Langzeitstudie der Yale-Universität, die über zwölf Jahre ging, konnte feststellen, dass Menschen, die pro Woche mehr als 3,5 Stunden lesen, ein um 23 Prozent geringeres Sterberisiko aufweisen.

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Lesen wirkt lebensverlängernd Foto: dusanpetkovic/iStock/Thinkstock

7.  Die Fantasie geht verloren

Wer nicht liest, der lässt seine Fantasie verarmen. Anders als beim Fernsehen muss das Gehirn die Bilder im Kopf selbst erzeugen. Wer stets nur gemütlich fern sieht, der verliert nach und nach die Gabe der Imagination. Traurig, denn was gibt es schöneres als Tagträumen?

8. Funktioneller Analphabetismus steigt

Wer nie ließt, läuft Gefahr zum funktionellen Analphabeten zu werden. So werden Menschen bezeichnet, die nur einzelne Sätze lesen und schreiben können, einen längeren Text können aber nicht bewältigen können. Der funktionelle Analphabetismus ist auf dem Vormarsch, in Österreich sind rund 17,1 Prozent der Bevölkerung davon betroffen!

9. Schlafprobleme

Sie schlafen schlecht? Ein Buch könnte Abhilfe schaffen! Denn das blaue Licht, das Fernseher, Laptop und Smartphone absondern, bringt unsere innere Uhr durcheinander und lässt uns abends länger wach bleiben. Ein Problem, das man bei Büchern nicht hat. Am besten geht man einfach einmal eine halbe Stunde früher zu Bett und schmökert in einem Buch. Sie werden erstaunt sein, wie wohlig einfach man nach einigen Seiten einschläft.

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Öfters mal Laptop gegen Buch tauschen Foto: noipornpan/iStock/Thinkstock

10. Man bleibt in seinen Problemen stecken

Was soll man nur tun: Ihm die Wahrheit sagen oder das Geheimnis für sich behalten? Zum Glück hat die Hauptfigur des Liebesromans,, den man gerade liest, dasselbe Problem und wir können uns von dieser Geschichte bei unserem Problem weiterhelfen lassen. Wer nie ein Buch zur Hand nimmt, dem kommen manche Möglichkeiten und Handlungsoptionen gar nicht in den Sinn und er bleibt in seinen Problemen und Ansichten stecken.

Eine Studie zeigte, dass sogar psychische Störungen können durch das Lesen von Selbsthilfebüchern verringert werden können und Patienten nach der Lektüre ein Gefühl von Ruhe verspüren.