Mit der richtigen Pflege können Sie Rasurbrand in den Griff bekommen Foto: LightFieldStudios/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Gerade frisch an Beinen, Achseln und in der Bikinzone rasiert, schon brennt und juckt es höllisch. Ein fieser Ausschlag breitet sich aus. Kleine rote Pickelchen nach der Enthaarung mittels Trocken- oder Nassrasur sind ein typischer Fall von Rasurbrand. Die Entzündungen können bei sensibler und normaler Haut auftreten. Männer können davon ein Lied singen - die Gesichtshaut ist häufig betroffen. Mittlerweile gibt es viele Alternativen zur herkömmlichen Rasur: IPL, Waxing, Sugaring oder Epilieren. Möchten Sie dennoch nicht darauf verzichten, und es mal schnell gehen muss, kann die Haut mit einer speziellen Pflege vorbereitet werden. Zusätzliche Vorbeugungsmaßnahmen verhindern wiederkehrenden Juckreiz und Rasurbrand. Wir erklären, wie der lästige Rasurbrand entsteht, teilen vorbeugende Tipps und verraten, welche Hausmittel bei gereizter Haut nach der Rasur helfen.

So entsteht Rasurbrand

An Körperstellen, wo unsere Haut dünn und empfindlich ist, treten kleine Rasierpickel vermehrt auf. Die betroffenen Stellen sind: Achseln, Intimbereich und Beine. Es entsteht eine Reizung der Haarfolikel, die sich als Folge entzünden können. Rote Punkte treten auf den betroffenen Hautpartien auf, begleitet von Jucken und Brennen. Oft ist Rasurbrand die Folge einer falschen Technik beim Rasieren - nämlich dann, wenn Sie gegen die Wuchsrichtung rasieren. In Extremfällen hält die Entzündung sogar mehrere Tage an.

Vorbeugen 

Damit der lästige Ausschlag gar nicht erst auftritt, ist die richtige Vorbereitung vor der Rasur entscheidend. Bei besonders trockener oder empfindlicher Haut ist es ratsam, andere Methoden in Erwägung zu ziehen. Trimmen und Sugaring sind schonende Alternativen und weniger schmerzhaft als beispielsweise eine IPL-Behandlung. Möchten Sie nicht auf die zügige Rasur verzichten, helfen folgende sieben Tipps, Rasurbrand vorzubeugen.

1. Warm duschen

Die Duschmethode ist ideal, um Rasierbrand zu verhindern, da die Wärme die Hautporen öffnet, und Haare sich leichter und mit weniger Druck entfernen lassen. Zusätzlich entfernt warmes Wasser vorhandene Produktrückstände besser, die ebenfalls Irritationen hervorrufen können. 

2. Dem Wuchs nach

An Körperstellen, die mit dem Rasierer schwer erreichbar sind, ist es oftmals schneller und einfacher, gegen die Wuchsrichtung bzw. kreuz und quer zu rasieren. Schonender für die Haut: Mit dem Rasierer entlang des Haarwuchses gleiten.

3. Scharfe Klingen

Neben der falschen Rasurtechnik sind stumpfe Klingen einer der Hauptauslöser von Rasurbrand. Da sie weniger gut über die Haut gleiten, lösen sie kleinste Hautverletzungen aus. Achten Sie also vor der Nass- und Trockenrasur immer darauf, dass die Klingen noch scharf sind - bestenfalls regelmäßig auswechseln. Neigen Sie zu Rasierpickeln, verwenden Sie ein Modell mit vier Klingen und Gelpolstern.

4. Rasierschaum verwenden

In der Eile vergessen wir häufig, zu den passenden Hilfsmitteln zu greifen, die vor Rasurbrand schützen. Ein Rasierschaum oder -gel bilden eine schützende Schicht auf der Haut und lassen die Klingen einfacher gleiten. Ist keines dieser Produkte gerade griffbereit, können Sie zur Not Haar-Conditioner anstelle von Rasierschaum verwenden. 

5. Peelen

Regelmäßige Peelings lösen abgestorbene Hautschuppen und beugen eingewachsenen Härchen vor. Diese Übeltäter führen ebenfalls häufig zu Irritationen, Entzündungen und sind schuld an Rasierpickeln.

6. Für Feuchtigkeit sorgen

Eine Vielzahl von herkömmlichen Duschprodukten entziehen der Haut ihre hauteigenen Fette und verhindern somit, dass der Rasierer leicht gleiten kann. Daher ist es - vor allem bei empfindlicher und zu Trockenheit neigender Haut - empfehlenswert, auf ein Duschgel mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen oder auf Ölbasis zu setzen. So bleibt die Haut bei der anschließenden Rasur noch ausreichend befeuchtet. Auch die Pflege danach sollte viel Feuchtigkeit enthalten. Achtung: Pflegende, leichte Lotions und spezielle After-Shave- oder Aloe Vera-Produkte sind besser als fetthaltige Cremen, die Poren verstopfen und die ohnehin gereizte Haut weiter irritieren können. 

SOS-Hilfe bei gereizter Haut nach der Rasur

Hat der Rasurbrand trotz Vorbereitung und Pflege zugeschlagen, helfen diese Hausmittel:

  • Eiswürfel: Bei Brennen und Jucken veschaffen Eiswürfel eine schnelle Linderung. Nicht länger als fünf Minuten am Stück damit kühlen, um nicht Erfrierungen der Haut zu riskieren. 
  • Babypuder: Es beruhigt sensible Babypopos und gereizte Haut bei Erwachsenen. Streuen Sie das Puder auf die betroffenen Stellen. Nach kurzer Einwirkzeit einfach abwaschen. 
  • Aloe Vera: Die Pflanze ist bekannt für ihre heilenden Kräfte und reizlindernde Eigenschaften. Ob in Gel- oder Sprayform - Aloe Vera lindert Entzündungen, Hautreizungen und spendet gleichzeitig Feuchtigkeit. 
  • Honig und Quark: Bienenhonig oder Speisequark sind Hausmittel, die ebenfalls Rasurbrand lindern können. Streichen Sie eines von beiden auf die Rasierpickel und spülen Sie es nach 15 Minuten mit lauwarmem Wasser ab.