Hemingway lebte mehr als 20 Jahre in Kuba Foto: MaboHH/iStock/Thinkstock

Bereits im 18. Jahrhundert reisten die Menschen an bestimmte Stätten, um ihren großen Autoren-Idolen ganz nahe zu sein. Shakespeare-Fans beispielsweise pilgerten schon zu dieser Zeit scharenweise nach Stratford, wo der Schriftsteller geboren sein soll.

Auch heute noch hat diese Spurensuche nichts an ihrem Reiz verloren und Millionen Touristen wollen die Orte sehen, an denen Literaten großes schufen – oder sich einfach einmal einen Drink genehmigten.

1. Cojímar, Kuba

Kuba war die Wahlheimat des großen Schriftstellers Ernest Hemingway. Mehr als 20 Jahre lang lebte und schrieb er auf der Insel. Sogar Fidel Castro lernte Hemingway kennen und fand Gefallen an dem Literaten, dessen Konterfei sogar auf Münzen geprägt wurde. Hemingway lebte in dem kleinen Fischerdörfchen Cojímar, sechs Kilometer von Havanna entfernt. Zu seinen Ehren befindet sich dort heute eine große Statue des Schriftstellers und zahlreiche Touristen besuchen das Örtchen.

Auch das Vorbild für sein weltberühmtes Werk "Der alte Mann und das Meer" hat er hier gefunden: Der Fischer Gregorio Fuentes soll Hemingway inspiriert haben. Fuentes wurde übrigens über 100 Jahre alt.

Noch heute erzählen sich die Kubaner von "el papá", wie sie Hemingway nannten. Und in der Bar "El Floridita", in der "el papá" jeden Tag auf seinem extra für ihn reservierten Barhocker ein (oder mehrere) Daiquiris schlürfte, thront heute eine Bronzebüste von ihm. Selbstredend, dass die aufmerksamen Kellner ihr jeden Tag ein frisches Getränk hinstellen.

2. Buenos Aires

Die Stadt quillt über vor Buchhandlungen. Ein Traum für alle Literaturliebhaber. Einen Besuch wert ist eine der schönsten Buchhandlung der Welt, die El Ateneo Grand Splendid. Ursprünglich als Theater mit 1.000 Plätzen erbaut, ist das Gebäude seit dem Jahr 2000 eine Buchhandlung. Das beeindruckende Ambiente könnte da fast schon von den Büchern ablenken …

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Früher Theater, heute Buchhandlung Foto: Victor R. Caivano / AP / picturedesk.com
3. Paris

Paris war seit jeher ein Zentrum für Intellektuelle und Künstler und so hat die Stadt einiges zu bieten. Am Friedhof Père  Lachaise kann man die Gräber von Oscar Wilde, Baudelaire, Zola, Stendhal und Nerval besuchen. Am Boulevard Haussmann steht das Haus, in dem Marcel Proust einen Großteil seines Werkes "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" geschrieben hat.

Auch viele englischsprachige Schriftsteller lebten in Paris und trafen sich in der berühmten Buchhandlung "Shakespeare and Company". Größen wie Hemingway, Fitzgerald, Joyce und T.S. Eliot gingen dort ein und aus. Im Zweiten Weltkrieg musste die Buchhandlung zusperren. 1962 benannte der Buchhändler George Whitman seine Buchhandlung "Le Mistral" in "Shakespeare and Company" um, in dieser trafen sich Autoren wie Alan Ginsberg, Henry Miller oder William S. Burroughs. Heute führt Whitmans Tochter das Geschäft weiter.

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Shakespear and Company Foto: Serge ATTAL / Visum / picturedesk.com

4. Rom

Rom hat einige der schönsten Bibliotheken der Welt zu bieten. Besonders berühmt ist die Vatikanische Apostolische Bibliothek, deren Bestand zu den wertvollsten der Welt gehört. Mehr als zwei Millionen Bücher und Manuskripte beherbergt die Bibliothek. Im Jahr 1447 bestand die Sammlung aus gerade einmal 350 Werken.

In der Via del Corso kann man das Haus, in dem Goethe, lebte besichtigen. Im Caffè Greco kann man auf den Spuren von Shelley, Dickens und Byron wandeln und das Haus, in dem Keats lebte, ist heute ein Museum, das man besichtigen kann.

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Vatikanische Apostolische Bibliothek Foto: MASSIMILIANO MIGLIORATO / PA / picturedesk.com

5. New York

Im Chelsea Hotel schrieb Jack Kerouac seinen Roman "Unterwegs", und auch Arthur Miller, Ginsberg und Tennessee wohnten hier. Im "White Horse Tavern" genehmigte sich Hunter S. Thompson gerne mal einen Drink. Und weltberühmte Werke wie "Der Fänger im Roggen" oder "American Psycho" sind in New York angesiedelt.

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Foto: samuel foster/iStock/Thinkstock

6. Dublin

Autoren wie Yeats, Mangan oder Joyce stammen von der grünen Insel. Unbedingt besuchen sollte man die Trinity College Library, die die berühmte Handschrift "Book of Kells" beherbergt, die zum Weltdokumentenerbe erklärt worden ist.

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Trinity College Foto: RobinsonBecquart/iStock/Thinkstock