Salz ist lebensnotwendig Foto: YelenaYemchuk/iStock/Thinkstock

Ohne Salz schmeckt nicht nur unser Essen fad, sondern auch unser Körper ist auf das Mineral angewiesen. Denn ohne genügend Salz im Körper würde das ein Multiorganversagen bedeuten. Führen wir zu geringe Mengen an Salz zu, wird uns schwindelig, wir bekommen Krämpfe und auch die Verdauung benötigt Salz für die Produktion von Magensäure. Salz in richtigen Maßen ist also wichtig – doch wie viel ist zu viel und was kann Salz sonst noch alles?

 1. Salzsorten

Salz ist gleich Salz? Schaut man sich die Supermarktregale genauer an, reicht die Auswahl von jodiertem Speisesalz bis hin zu Himalajasalz und Fleur de Sel. Die Preisspanne reicht von wenigen Cent bis 90 Euro pro Kilogramm. Sind die teuren Salze ihr Geld wert? Oft werden bestimmte Salzsorten mit ihrem hohen Mineraliengehalt beworben, bei der täglich empfohlenen Salzmenge sollte man sich von solchen Werbeversprechen allerdings nicht blenden lassen! Allerdings werden Natursalze nicht raffiniert, sie enthalten so, neben 98 % Natrium und Chlorid, stets noch kleine Mengen an Eisen oder Magnesium. Das ganz gewöhnliche Speisesalz wird hingegeben chemisch von allen anderen Mineralien gereinigt, was auch eine hohe Umweltbelastung darstellt. Wer also auf Natürlichkeit in Natur und Küche setzt, sollte auf ein Natursalz wie beispielsweise Meersalz zurückgreifen, überteuerte Produkte kann man sich aber getrost schenken.

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Rosa Himalajasalz Foto: barmalini/iStock/Thinkstock

2. Angereicherstes Salz

Steht auf einer Salzpackung Jod oder Fluorid drauf, wurde dem Salz dies nachträglich zugesetzt. Manch einer ist verunsichert und fragt sich, ob das nötig ist. Allgemein kann man sagen, dass Mitteleuropa eher ein jodarmes Land ist, weswegen man getrost zum Jodsalz greifen kann, eine Überdosierung muss man bei der empfohlenen Salzmenge nicht befürchten. Salz mit Fluorid wird ebenso im Handel angeboten. Fluorid kennt man auch von der Zahnpasta, es soll vor Karies schützen. Die im Salz enthaltene Fluoridmenge ist allerdings zu gering, um einen Effekt für die Zahngesundheit zu erzielen, ebenso ist es laut Experten nicht empfehlenswert, mehrere mit Fluor angereicherte Produkte gleichzeitig zu verwenden, da dies zu einer Überdosierung führen könnte.  

3. 3-5 Gramm täglich

So viel Salz benötigt der Körper täglich, das entspricht einem Teelöffel. Leider essen die meisten Menschen viel zu salzreich, oft verzehrt man an einem Tag das Doppelte der von der WHO empfohlenen Menge. Denn drei bis fünf Gramm entsprechen einem Teelöffel Salz. Wer aber häufig Fertiggerichte verzehrt, Chips nicht abgeneigt ist und gerne Lebensmittel wie Brot, Wurst und Käse zu sich nimmt, übertrifft diese Menge ganz leicht. Salz gibt dem Essen nämlich nicht nur Geschmack, sondern ist auch ein gutes Konservierungsmittel.

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Foto: amadeusamse/iStock/Thinkstock

4. Hoher Blutdruck

Nicht alle Menschen reagieren gleich empfindlich, aber salzsensitive Menschen treiben durch einen ständig erhöhten Salzkonsum ihren Blutdruck in die Höhe. Die Folge ist ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

5. Müdigkeit & Konzentrationsstörungen

Ein zu hoher Salzkonsum kann auch zu neurologischen Problemen führen: Die Konzentration lässt nach, man wird zittrig und fahrig. Extreme Fälle kommen aber meist nicht durch eine falsche Ernährung zustande, sondern treten in Zusammenhang mit anderen Krankheiten auf.

Kopfschmerzen und Müdigkeit können andersherum aber wiederum ein Symptom von zu wenig Salz im Körper sein. Ist zu wenig Salz im Körper vorhanden, kann der Körper keine Informationen zwischen Muskelzellen und im Gehirn weiterleiten, die Folgen sind Bewusstlosigkeit, im schlimmsten Fall würde es ohne Salz zu einem Organversagen kommen. Auch die Verdauung und die Stoffwechselvorgänge würden ohne Salz nicht mehr funktionieren. Täglich mindestens 2 Gramm empfiehlt die WHO für eine gesunde Ernährung.

6. Osteoporose durch zu wenig Salz

Auch wenn es überraschend klingen mag, zu wenig Salz vergrößert auch das Risiko an Osteoporose zu erkranken. Die Festigkeit der Knochen nimmt bei einer zu geringen Salzkonzentration nämlich ab. Wer sich jetzt Sorgen macht, durch seine Ernährung zu wenig Salz aufzunehmen, sei beruhigt, dies wäre nur bei einer wirklich gravierenden Fehlernährung möglich.

7. Salz macht hungrig

Wer bis jetzt dachte, Salz macht durstig, der irrt! Denn eine aktuelle Studie fand heraus, dass Salz langfristig nicht durstiger, sondern hungriger macht! Auch wenn man zum versalzenen Braten gerne reichlich Wasser (Bier darf auch sein) trinkt, sind die langfristigen Folgen von viel Salz nicht verstärkter Durst, sondern ein größerer Hunger. Grund dafür ist ein bis dato nicht genau geklärtes Zusammenspiel zwischen Salz und Harnstoff (Urea). Dieser Prozess ist sehr energieintensiv, weswegen der Körper nach mehr Nahrung verlangt.

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Salz macht nicht durstig, sondern hungrig Foto: 5PH/iStock/Thinkstock

8. Zu viel Salz schadet der Darmflora

Zu viel Chips und deftiges Essen schaden nicht nur der Figur, sondern machen auch die Darmflora kaputt. Ganz genau genommen werden durch das Salz die Laktobazillen reduziert. Forscher fanden heraus, dass zeitgleich der Blutdruck stieg und vermuten nun einen direkten Zusammenhang.

9. Wassereinlagerungen

Eine zu salzreiche Ernährung kann die Ursache für einige Extrakilos auf der Waage sein. Denn Salz führt zu Wassereinlagerungen und so kann die Hose schon mal eng sitzen, auch wenn man eigentlich kein Gramm Fett zugenommen hat. Am besten reduziert man die Salzmenge und wählt entwässernde Lebensmittel.

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Gurken entwässern Foto: Lilechka75/iStock/Thinkstock

10. Hilfreich bei Hautkrankheiten und Schnupfen

Salz kann auch äußerlich angewendet werden: Bei Schuppenflechten oder Dermatitis kann das Baden in Salzwasser Linderung verschaffen. Auch als Hautpeeling ist Salz gut geeignet. Und wer im Winter an roter Schnupfennase und Halsschmerzen leidet, dem können Nasenspülungen mit Salzwasser und das Gurgeln mit Salzwasser zu einer baldigen Besserung verhelfen.