Ein echtes Highlight ist eine Fahrt mit der Brockenbahn im Winter Foto: Matthias Bein/EPA/picturedesk.com

1. Die Brockenbahn, Deutschland

Eine echte Sensation ist die Brockenbahn. Ausgangspunkt ist der Bahnhof Drei Annen Hohne (542 Meter über dem Meeresspiegel); von dort aus geht es Richtung Südwesten in den Nationalpark Harz. Anschließend passiert die Bahn den Granitsteinbruch Knaupsholz sowie das Tal der Kalten Bode. Besonders der letzte Abschnitt der Strecke ist ein echtes Highlight: Die Bahn fährt direkt auf den Brocken zu, umrundet diesen und gelangt nach 18,9 Kilometer zu der Endhaltestelle auf 1.125 Metern Höhe: dem Bahnhof Brocken. Die märchenhafte Natur entlang der Strecke, dichte Nadelwälder und das einzigartige Panorama des Brockengebirges sind ganzjährig ein echtes Erlebnis.

2. Cinque Terre, Italien

Malerische kleine Dörfer mit bunten Häusern und steilen Küsten: Entlang des 12 Kilometer langen Küstenstreifens an der italienischen Riviera reihen sich gleich fünf bezaubernde Orte aneinander. Bahnfahren in der Cinque Terre (Fünf Länder) ist besonders empfehlenswert. Da die Dörfer sehr klein sind, befinden sich die Bahnhöfe meist in unmittelbarer Nähe des Zentrums. So lassen sich die Ortschaften wunderbar zu Fuß erkunden. Eine Ausnahme bietet lediglich der Ort Portofino, der zwar nicht mit der Bahn, dafür aber ganz schnell mit dem Bus von dem nächstgelegenen Bahnhof in Santa Margherita Ligure aus zu erreichen ist. Besonders empfehlenswert ist außerdem ein Abstecher in den wunderschönen Ort Vernazza

Cinque Terre Bahn
Die Bahnstrecke an der Küste Italiens Foto: StevanZZ/iStock/Thinkstock

3. Die Flåm Bahn, Norwegen

Unzählige Besucher strömen jedes Jahr nach Flåm. Das kleine Dörfchen in Norwegen ist eines der schönsten seiner Art. Der beliebte Ort liegt im Südwesten Norwegens, in einer Gegend, die vor allem für ihre Fjorde bekannt ist. Flåm besticht durch seine einzigartige Lage. Es liegt im Aurlandsfjord, welcher der innerste Seitenarm des tiefsten und auch zweitlängsten Fjord der Welt ist: dem Sognefjord. Dieser ist ganze 204 Kilometer lang und etwa 1.308 Meter tief. Neben Wanderungen und der Erkundung des Ortes darf man sich vor allem eine Aktivität in Flåm nicht entgehen lassen: eine Fahrt mit der Flåmbahn. Diese fährt vorbei an tiefen Schluchten, schneebedeckten Bergen und mächtigen Wasserfällen. Rund 20 Kilometer lang ist die atemberaubende Reise durch die abwechslungsreiche norwegische Natur.

Flam Bahn in Norwegen
An dichten Wäldern und Wasserfällen fährt die Flåm-Bahn vorbei Foto: scandal/iStock/Thinkstock

4. Snowdon Mountain Railway, Wales

Abenteuerlich ist auch eine Fahrt mit der einzigen Zahnradbahn Großbritanniens im Norden von Wales. Begibt man sich auf diese Reise, so eröffnet sich einem ein mystisches Land voller Geschichte und beeindruckender Landschaften. Ausgangspunkt der Bahnfahrt ist Lianberis im Norden, insgesamt sechs Stationen und 7,5 Kilometer muss man zurücklegen, bis man zur Endstation der Bahn gelangt, welche knapp unterhalb des Gipfels des Snowdon, der mit 1.085 Meter der höchste Berg von Wales ist, liegt. Von dort aus erreicht man zu Fuß den rund 20 Meter höher gelegenen Gipfel des Berges. Während der Fahrt wird man Zeuge des prächtigen Snowdonia-Nationalparks und der walisischen Landschaft. Aufgepasst: Die Bahn fährt nur von Ende März bis Oktober. 

Snowdon Mountain Railway
Mit der Bahn fährt man durch atemberaubende Landschaften Foto: Zoblinski/iStock/Thinkstock

5. West Highland Line, Schottland

Nicht nur für Harry Potter-Fans ist die West Highland Line ein echtes Highlight. Denn der Hogwarts-Express passiert gleich mehrere Male in den Filmen das Glenfinnan-Viadukt. Die West Highland Line ist eine meist eingleisige und nicht elektrifizierte Bahnstrecke, die von Glasgow bis zum malerischen Hafen von Mallaig fährt. Einen großen Teil der Strecke legt die Bahn in entlegenen Landschaften des schottischen Hochlands zurück, weshalb sie auch als eine der spektakulärsten Eisenbahnstrecken Europas gilt. War sie früher noch ein wichtiges Transportmittel, ist sie heute hingegen eine Besucherattraktion und auch eine beliebte Filmkulisse. Wer die schroffen und steilen Felslandschaften, die moosbedeckten Flussbetten und schneebedeckten Gipfel vom Zug aus bestaunen will, sollte aber viel Zeit haben. Die Fahrt dauert insgesamt etwa drei Stunden - aufgrund der vielen Naturschauspiele unterwegs lohnt es sich aber, einige Stopps einzulegen und die reine Luft des schottischen Hochlands aufzunehmen.

Bahn Schottland
Die West Highland Line in Schottland Foto: Petr Svarc/imageBROKER/picturedesk.com

6. Von Belgrad nach Bar, Serbien/Montenegro

Die 1976 fertiggestellte und insgesamt 476 Kilometer lange Eisenbahnstrecke verbindet die beiden Städte in Serbien und Montenegro. Die imposante Bahnstrecke führt von Serbiens Hauptstadt Belgrad zum adriatischen Meer in die kleine montenegrinische Hafenstadt Bar. Entlang der Strecke finden sich zahlreiche Highlights, beispielsweise das Mala-Rijeka-Viadukt, welches mit einer Höhe von 198 Meter als die höchste Eisenbahnbrücke Europas gilt. Die Gebirgsbahn überquert insgesamt drei Gebirgszüge im Dinarischen Gebirge und erreicht auf dem höchsten Punkt 1.032 Meter. Wer Serbien und Montenegro mit dem Zug erkunden möchte, sollte sich einen Balkan Flexipass kaufen. Mit diesem Ticket kann man je nach Belieben zwischen 3 und 15 Tage lang unbegrenzt durch Bulgarien, Griechenland, Mazedonien, Serbien, Montenegro sowie durch Rumänien und die Türkei fahren.

7. Glacier Express, Schweiz

Rund acht Stunden benötigt der Zug, um 291 Brücken, 91 Tunnel und den 2.033 Meter hohen Oberalppass, der nahe der Quelle des Rheins liegt, zu passieren. Die Bahnstrecke verbindet bereits seit 1939 den Engadiner Skiort St. Moritz über Chur, Andermatt, Brig und Visp mit Zermatt. Durchquert werden auf der atemberaubenden Strecke damit die Kantone Graubünden, Uri und Wallis. Der Zug, der auf Touristen ausgerichtet ist, besteht aus sechs Wägen - schaulustige Urlauber können zwischen dem Erste-Klasse-Panoramawagen, dem Küche/Bar-Panoramawagen oder dem Zweiteklasse-Panoramawagen wählen. Dank erstklassiger Verpflegung und der einzigartigen Landschaft gehen die acht Stunden Fahrt im übrigens langsamsten Schnellzug der Welt im Nu vorüber.

Glacier-Express
Der Glacier-Express durchquert drei Kantone Foto: Heuer/laif/picturedesk.com