Wer sich selbst genügt, kann das Single-Leben in vollen Zügen genießen! Foto: Pexels

Paare bemitleiden manchmal ihre Single-Freunde und sind felsenfest davon überzeugt, dass es in deren Leben nichts Wichtigeres gibt, als endlich einen Partner zu finden. Wie bitte? Jeder Single ist also todunglücklich und wird gelb vor Neid, wenn er an seine Pärchen-Freunde denkt, die sich mit vollen Wäschekörben und Windeln herumplagen und die eigene Lieblingsserie nur dann in Ruhe genießen können, wenn der Partner endlich mal einen Abend außer Haus ist? Klingt eher nicht danach, oder? Hat man die richtige Haltung, bietet das Single-Dasein richtig viele Vorteile, die einen das Leben in vollen Zügen genießen lassen – dagegen schaut der Pärchenkuschelabend mit Mausi auf der Couch alt aus!

1. Mehr Erfolg im Beruf

Studien zeigten, dass Singles im Beruf erfolgreicher sind und die Karriereleiter rascher nach oben klettern. Das ist durchaus nicht verwunderlich: Singles sind eher dazu bereit, auch mal etwas länger im Büro zu bleiben (schließlich wartet zu Hause niemand, der bekocht werden will) und können auch mal ein Wochenende auf Fortbildung fahren, ohne sich gleich anhören zu müssen, was für ein Workaholic man doch sei. Dazu kommt noch, dass Singles meist mehr Wert auf einen Beruf legen, der Sinn hat und sie erfüllt.

2. Besseres Freundesnetzwerk

Single sein hat nichts mit einsam sein zu tun. Ganz im Gegenteil. Ist man nämlich mal ganz ehrlich, verbringt man in einer Beziehung die meiste Zeit mit genau einem Menschen, seiner besseren Hälfte eben. Aber nur wenn man Glück hat, ist diese Zeit auch harmonisch und man brüllt sich nicht an, weil der eine mal wieder keine Milch gekauft hat. Singles haben es da um einiges leichter, was interessiert einen schließlich schon, was der beste Freund im Kühlschrank hat? Untersuchungen zeigten, dass Singles ein besseres Freundesnetzwerk als Paare haben, mehr mit unterschiedlichen Menschen unternehmen und eine stärkere Verbindung zu ihrer Familie halten. Wo soll da noch bitte Platz für Einsamkeit sein?

3. Persönlichkeitsentwicklung

Wer alleine lebt, arbeitet ständig an seiner eigenen Persönlichkeit. Das liegt zum einen daran, dass man mehr Zeit für sich und seine eigenen Interessen hat. Sie wollten immer schon einmal meditieren? Thailändisch kochen lernen, aber Ihr Ex-Partner vertrug einfach nichts Scharfes? Nur zu, probieren Sie sich aus, finden Sie heraus, was Ihnen wirklich gefällt.

Manchmal zwingt einen das Leben, so ganz ohne beschützenden Mann oder umsorgenden Frau, zu einer Entwicklung. Und so erfährt Frau, dass sie auch ganz alleine bravourös eine Couch zusammenbauen kann und auch ein Mann wird bald heraushaben, ob er nun Goldene Orchidee oder Sommerbrise als Weichspülerduft präferiert.

4. Gesünderes Leben

Singles fühlen sich in ihrem Körper wohler und haben ein höheres Selbstwertgefühl. Sie treiben mehr Sport (na klar, man muss den eigenen Marktwert ja hochhalten) und ernähren sich auch gesünder. Schließlich sitzt niemand neben einem auf der Couch, der den vitaminreichen Brokkoli disst und dabei gekonnt darauf hinweist, wie lecker die Pizza beim Italiener um die Ecke doch ist …

5. Spontaner

Kurztrip übers Wochenende? Nach der Arbeit auf ein Bier? Kein Ding, Singles sind spontan dabei! Schließlich hat man ja niemanden, der zu Hause mit Dackelaugen auf einen wartet (außer man hat wirklich einen Dackel, dann ab nach Hause zum Gassi gehen – danach geht sich immer noch ein Bier aus).

6. Keine Rechtfertigungen

War man dann besagtes Bier trinken und wurden – wie wäre es anders zu erwarten – zwei oder drei daraus und zeigt auch der Uhrzeiger diese Zahl an, wenn man dann endlich nach Hause kommt, kann man sich in einer Beziehung auf ein Donnerwetter gefasst machen. Sollte man einen verständnisvollen Partner haben, der darauf verzichtet, einen in angetrunkenem Zustand runterzuputzen, so darf man dennoch gewiss sein, dass er sich einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen wird und dezent auf die dominante Alkoholfahne hinweist. Ist man Single, fällt nicht das Drama weg, nein, man kann sich auch noch genüsslich vor dem Schlafengehen einen Döner gönnen – mit Zwiebeln natürlich!  

7. Weniger negative Emotionen

Studien zeigten, dass Singles weniger häufig negativen Emotionen ausgesetzt sind als Paare. Klar, auch mit der besten Freundin kann es mal zum Streit kommen, aber das ist nichts im Gegensatz zu langwierigen Beziehungskrisen und tagtäglichen Sticheleien. Wenn man sich als Single also einmal wirklich einsam fühlen sollte, kann man sich dennoch gewiss sein, dass diese negative Erfahrung nichts ist im Vergleich zu den emotionalen Achterbahnfahrten, denen sich Paare aussetzen.

8. Weniger Kompromisse

Pommes? Niemals, nur Paleo kommt in Frage. Vin Diesel? Nee, lieber nicht, lass doch "50 erste Dates" gucken. Eine Beziehung ist geprägt von Kompromissen. Das fängt beim allabendlichen Kampf um die Fernbedienung an, zieht sich fort bis zu den unterschiedlichen Ansichten zu Ordnung im Haushalt (das Buttermesser habe ich bewusst liegen lassen, ich brauche es später vielleicht noch) und endet bei der Wahl des richtigen Urlaubsortes. Diese Aushandlungsprozesse kosten Zeit und Nerven und sind ermüdend. Als Single wacht man erholt auf (nachdem man natürlich das ganze Bett für sich in Anspruch genommen hat), entscheidet spontan darüber, ob man die Socken heute verräumen möchte oder nicht und kann sich ganz in Ruhe überlegen, ob man abends zu seiner Lieblingsserie lieber Burger oder Tofu möchte.

9. Mehr Aufregung

Ist das anfängliche Hochgefühl der Verliebtheit vorbei, schleicht sich in jede Beziehung ganz schnell der Alltag ein. Die meisten Tage laufen nach Schema F ab: Aufstehen, eventuelle Kinder zur Schule bringen, Einkaufen, über die Einkaufsliste diskutieren, Kochen, über die richtige Dosierung das Salz betreffend diskutieren, Fernseher einschalten, über die Wahl des richtigen Programms und die ideale Schlafenszeit diskutieren. Als Single ist jeder (na ja, fast jeder) Tag eine weiße Leinwand, die bemalt werden möchte. Was möchte man selbst erreichen, welche Träume verwirklichen? Anstatt nach Hause kann man spontan ins Kino gehen, anstelle vom Badeurlaub an der Adria eine Rucksackreise durch Indonesien machen, zehn Tage meditieren gehen, in einem Obdachlosenheim aushelfen, einen prickelnden One-Night-Stand haben – als Single gehen einem die Ideen nicht aus und Abwechslung ist garantiert.

10. Neue Leute

Das aufregende Single-Leben führt natürlich unweigerlich dazu, dass man immer wieder neue Menschen kennenlernt. Das erweitert den eigenen Horizont und man lernt verschiedene Sichtweisen kennen. Wer weiß, vielleicht findet man unter all den neuen Bekanntschaften ja wirklich mal den oder die Eine – die Frage ist nur, ob man sich dann von seinem Single-Leben überhaupt noch verabschieden will?

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