Wir schätzen uns aktiver ein, als wir tatsächlich sind Foto: Bojan89/iStock/Thinkstock

Tracking-Apps sind voll im Trend, kombiniert mit der passenden Uhr und dem richtigen Blutdruckmessgerät suggerieren sie uns beinahe, dass Arztbesuche der Vergangenheit angehören. Voller Elan dokumentieren wir mit dem Schrittzähler jeden Schritt, den wir zwischen Schreibtisch und Toilettenraum zurücklegen, hämmern beim Mittagessen in der Kantine die (geschätzten) Kalorien unserer Mahlzeit in den Bildschirm und lassen uns am Abend von unserer intelligenten Weckerapp folgsam zur richtigen Schlafenzeit ins Bett schicken, damit wir ja auf unsere zuvor definierten acht Stunden Schönheitsschlaf kommen. Eine Studie machte sich diese Fitness-Tracker nun zunutze und untersuchte, wie viel sich die Probanden im Vergleich zu ihrer Annahme tatsächlich bewegten.

Menschen überschätzen ihre Fitness

Menschen, die sportlich aktiv sind und auf ihre Gesundheit achten, sind meist überzeugt, dass es bei einem so gesunden Lebensstil und so viel Fitness (oder wenigstens Fitness-Apps) doch kein Problem sein kann, sich am Wochenende beim Italiener die köstliche Käsepizza anstelle der zart gegrillten Calamari zu gönnen. Sicher? Denn eine neue Studie zeigt anhand von Fitness-Trackern gnadenlos die Wahrheit auf: Wir überschätzen uns selbst bei weitem!

Selbsteinschätzung vs. Realität

Die Forscher befragten die mehr als 1.500  Probanden vorerst zu ihrer körperlichen Fitness und ließen sie einschätzen, als wie aktiv sie sich einschätzen würden. Dann versahen sie die Teilnehmer mit Fitness-Trackern, um ihre Aussagen zu überprüfen. Das ernüchternde Ergebnis: Gaben Menschen an, sie seien moderat aktiv bzw. aktiv, überschätzten sie sich oftmals um mehr als die Hälfte! Besonders ältere Menschen halten sich oft für aktiver, als sie tatsächlich sind.

Sehr aktive unterschätzen sich

Das Gegenteil ist hingegen bei sehr aktiven Menschen der Fall: Hier übertraf die objektive Messung meist die subjektive Einschätzung der Probanden. Hat man bis jetzt also noch nicht zur Fitness-App gegriffen, sollte man es nun vielleicht einmal testen, mit ein wenig Glück und Sportsgeist könnte sich ja offenbaren, dass man aktiver ist, als man bisher dachte …