Micro Greens kurbeln die Fettverbrennung an und stillen das Hungergefühl Foto: Ross Helen/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Wetten, dass Sie schon Micro Greens gegessen haben? Zurzeit sind sie der meist gehypte Food-Trend. Das Ergebnis einer Untersuchung der Universität von Maryland brachte hervor, dass im Vergleich zu der ausgewachsenen Pflanze der Vitamingehalt zahlreicher Micro Green-Keimlinge bis zu vierzig Mal höher ist. Wir verraten, was hinter dem Superfood steckt, und wie die grüne Welle Kilos purzeln lässt.

1. Was können Micro Greens?

Butterbrot mit Kichererbsen und Kresse
Micro Greens schmecken als Superfood im Salat oder auf Brot, es lässt sich aber auch in kreative Gerichte verwandeln Foto: Maryna Voronova/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Hinter dem Begriff Micro Greens stecken junge Pflanzen, die aus Sprossen heranwachsen. "Micro" wegen der Größe. "Greens" umfasst die gesamte Bandbreite an Gemüsepflanzen, Wild- und Kulturkräutern. Sie sind keine Sprossen, wie fälschlicherweise oft bezeichnet. Es handelt sich um eine Mischung aus Sprosse und Pflanze. Micro Greens werden im Gegensatz zu Sprossen erst nach frühestens zehn Tagen, bestenfalls nach zwei bis drei Wochen, geerntet . Gekappt werden Micro Greens knapp unter der Wurzel - nur die kleinen Pflänzchen werden gegessen. Sprossen sind gekeimte Samen, die man zur Gänze verzehrt. Unter Einwirkung von ausreichend Tageslicht, Wasser und guter Luft entwickeln sich aus den einst kleinen Samen nährreiche Babypflanzen. Wertvolle Inhaltsstoffe werden aus dem Boden aufgenommen. Die Einstrahlung von Licht bildet Chlorophyll, welches zur Aufwertung der Samen-Inhaltsstoffe immens beiträgt. Weiteres Plus: Eiweißbildung! Zu Micro Greens gehören Kresse, Rucola, Senfkohl, Radieschen und viele mehr.

2. Wie helfen Sie beim Abnehmen?

Die grünen Helden sprühen nur so vor gesunden Inhaltsstoffen. Laut Fachliteratur haben Micro Greens die höchste Konzentration an Nährstoffen pro Kalorie unter allen Nahrungsmitteln. Zu ihren Superkräften gehören Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, Vitamine A, B6, C, sekundäre Pflanzenstoffe und vor allem mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie Proteine. Der hohe Anteil an Ballaststoffen verwandelt Micro Greens zu echten Sattmachern und unterdrückt das Hungergefühl. Zusätzlich sorgen sie für eine verbesserte Verdauung und kurbeln die Fettverbrennung an. Das wiederum unterstützt ein gesundes, einfaches Abnehmen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt die empfohlene Menge an Ballaststoffen bei 30 Gramm täglich.

3. Wie baut man Micro Greens selber an?

Kresse selbst angebaut
Minimale Größe und maximale Nährstoffdichte Foto: Merinka/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Natürlich gibt es in vielen Supermärkten eine große Auswahl an Sprossengrün. Nachhaltiger und geldsparender ist allerdings die Keimlinge selbst anzubauen. Quasi Vitamine von der Fensterbank. Dazu brauchen Sie lediglich das Saatgut, Komposterde, Frischhaltefolie, Wasser-Sprühflasche und eine Sieb – bzw. Keimschale. Es können auch Pflanzentopf-Untersetzer verwendet werden. Noch einfacher ist es mit speziellen Anzuchtschalen mit Abzugslöchern oder kompletten Sets mit Saat-Pads.

Anleitung

  1. Die Schale mit ungefähr 2 cm Komposterde befüllen. Tipp: Bei Zugabe von Kokosfasern kann die Erde mehr Wasser speichern.
  2. Saatgut dicht aussäen.
  3. Samen leicht in die Erde drücken.
  4. Erde mit Sprühflasche intensiv befeuchten.
  5. Handelt es sich um Dunkel- und Lichtkeimer? Die Info steht normalerweise auf den Samenpäckchen. Dunkelkeimer werden leicht mit Erde und Lichtkeimer mit Frischhaltefolie abgedeckt.
  6. Micro Greens mit viel Helligkeit, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung und Wasser versorgen. Wichtig: Gleichmäßig feucht halten und dreimal täglich lüften.
  7. Nach zehn bis 14 Tagen können Sie Ihr Superfood ernten. Mit der Schere abschneiden und beispielsweise in Salate, Smoothies und Suppen streuen.

4. Welche Samen bieten sich für Micro Greens an?

  • Rucola
  • Chia
  • Amaranth
  • Kresse
  • Alfalfa
  • Brokkoli
  • Senfkohl