Mit Stäbchen zu essen ist eine Kunst für sich Foto: sakkmesterke/iStock/Thinkstock

1. Japan: Schlürfen und Rülpsen erlaubt

Je lauter, desto lieber dem Koch! Denn wer bei Tisch schlürft und rülpst, zeigt einfach nur, wie gut es ihm schmeckt. Dafür ist im Umgang mit den Stäbchen in Japan Sorgfalt angebracht: Kreuzen ist tabu - das geht nur bei einer Totenfeier als Tribut an den Verstorbenen. Das Essbesteck darf auch nicht in den Reis gesteckt oder abgeleckt werden.

2. China: Nicht-Raucher im Nachteil

Rauchen gilt als appetitanregend und wird daher bei Tisch durchaus geschätzt. Ungewohnt für alle, die die Vorzüge eines Nichtraucherlokals zu schätzen gelernt haben.

3. Indien: Mit links - geht gar nicht

Die linke Hand gilt hierzulande als unrein, wird sie - und nur sie - bei der Reinigung nach dem Toilettengang verwendet. Ein schwerer Verstoß also, wer sein Fingerfood mit links isst. Nur die rechte Hand ist erwünscht.

4. Korea: Schweigen ist Gold

Die goldene Regel: Der Älteste bei Tisch eröffnet das Essen. Damit nicht genug ist Reden während den Mahlzeiten nicht erwünscht. Nach Ansicht der Koreaner lenkt das Sprechen zu sehr vom Genuss der Speisen und Getränke ab.

5. Russland: Aufessen - von wegen!

Gegessen wird, was auf den Tisch kommt, heißt es. Aber nicht alles, geht es nach russischer Sitte. Denn nur wer etwas übrig lässt, zeigt dem Koch, dass er genug für alle zubereitet hat. Leergegessene Teller dagegen suggerieren: Ich habe noch nicht genug, da geht noch was ...