Welchen Chef haben Sie? Foto: Rui Vale de sousa/Hemera/Thinkstock

Wie auch Polizisten sind Vorgesetzte in der Regel nicht die besten Freunde – das ist ein Naturgesetz. Im negativen Fall kann Ihnen Ihr Kopfkino rachsüchtige Fantasien in Endlosschleife abspielen. Dennoch finden sich auch wahre Rohdiamanten unter ihnen, die wir sofort ins Herz schließen. Welcher Typ ist Ihr Chef?

1. Der Sachliche

Er ist pragmatisch, emotionslos, nüchtern, sachlich. Ihm ist Effizienz wichtig, alles andere egal. Auch wenn Sie sich schon lange kennen, ist er vollkommen unzugänglich und reserviert, was anfänglich für Mitarbeiter etwas dubios sein kann, mit der Zeit jedoch zu ihren Vorteil mutiert, denn was sie privat machen, interessiert ihn nicht die Bohne. Freundschaftlich geht bei ihm zwar nichts, dafür ist er immer fair.

2. Der Egozentriker

Er hat die Weisheit mit dem Löffel gefressen, findet sich selbst unwiderstehlich und obendrein auch noch unglaublich lustig, vor allem wenn er seine misogynen Lieblingswitze aus dem Mittelalter auspackt und als einziger über sie lacht. Das „Theater“ ist sein Leben und er selbst die beste Bühne. Dieser Chef liebt es, sich selbst darzustellen, im Mittelpunkt zu stehen und seinen Mitarbeitern das Gefühl zu geben, Sie seien ihm untertänig. Diesem Vorgesetzten müssen Sie die Stirn bieten, das braucht er, denn seine Wut lässt er bei unternehmerischen Misserfolgen nur an Schwächeren aus. Das Gute an ihm: Sie bekommen täglich Ihre Gratis-Portion Kabarett, über die Sie zuhause ablästern können.

3. Der Kumpelhafte

Natürlich der Begrüßenswerteste unter den Chefs, denn mit ihm kann man scherzen, feiern und – das Beste daran – man arbeitet wirklich gerne für ihn. Sehr häufig untergräbt er seine Autorität jedoch selbst durch seine lockere Art, was dazu führen kann, dass seine Gutmütigkeit von manchen Kollegen ausgenutzt wird. Wer aber meint, bei ihm absolute Narrenfreiheit zu haben, täuscht sich, denn ist seine persönliche Grenze einmal erreicht, wird es unangenehm und schwere Konsequenzen könnten anstehen.

4. Der Unscheinbare

Es gibt Vorgesetzte, die Sie kaum zu Gesicht bekommen. Das liegt jedoch nicht daran, dass sie nicht im Büro sind, sondern einfach total unscheinbar sind. Als Mitarbeiter sind Sie immer verunsichert, ob Sie ihn leger wie Ihre Kollegen begrüßen sollen oder doch aufrecht und respektvoll, da Ihr Gehirn so lange braucht, um zu analysieren, dass er der Boss ist. Damit fühlt er sich im Grunde auch am wohlsten, denn Aufmerksamkeit mag er nicht. Diese Chefs fühlen sich in ihrer Rolle oft überfordert, sind aber sehr umgänglich.

5. Der Motivator

„Gemeinsam schaffen wir das!“ könnte sein Leitspruch sein, denn er ist der perfekte Optimist und Motivator. Natürlich belohnt er seine Mitarbeiter auch, wenn sie die geplanten Ziele erreichen. Ein Chef, wie er im Buche steht, denn er weiß, wie sein Unternehmen wachsen kann.

6. Der Miesepeter

Immer schlecht gelaunt, kontinuierlich genervt und im Glauben, alle außer ihm seien inkompetent. Den Miesepeter will niemand als Vorgesetzten haben, zumal er aus seiner Griesgrämigkeit nie heraustritt - nicht einmal betrunken bei der Firmenfeier - das sollten Ihnen zum Denken geben. Sein Lieblingswort ist "Nein" und er liebt es, seinen Mitmenschen Angst einzuflößen. Zeigen Sie sich unbeeindruckt. Damit könnten Sie es zumindest schaffen, nicht länger in seinem Kritik-Radar zu landen.

Mehr zum Thema: