Auf Poveglia soll es spucken … Foto: Esebene/iStock/Thinkstock

Wohin soll man dieses Jahr nur in den Urlaub fahren? Es gibt so viele Möglichkeiten … An diese zehn Orte wird aber garantiert niemand reisen, denn strenge Verbote, unheimliche Gruselgeschichten oder die Aussicht, einen schmerzhaften Tod zu erleiden, wissen das effektiv zu verhindern. Doch genau weil man diese Gegenden nie mit eigenen Augen sehen wird, faszinieren sie einen noch mehr …   

1. Poveglia

Knapp fünf Kilometer vor Venedig liegt die Insel Poveglia. Quillt Venedig vor Touristen über, ist die 7,5 Hektar große Insel seit den 70er Jahren komplett verlassen – kein Wunder, schließlich gilt sie als der verfluchteste Ort Italiens. Kein Wunder, dass sich da kein Tourist hinwagt! Poveglia blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Im 18. Jahrhundert diente die Insel als Quarantänestation. Die toten Seelen der zahlreichen Toten sollen noch heute auf der Insel ihr Unwesen treiben. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde auf der Insel eine Nervenheilanstalt errichtet, was sich auch nicht gerade förderlich auf den Ruf von Poveglia auswirkte. Geheime Experimente sollen dort stattgefunden haben, so lange, bis der Anstaltsdirektor Selbstmord beging. Seit damals traut sich niemand mehr auf diese Insel …

2. Queimada Grande

"Insel des Todes" wird diese Insel vor der brasilianischen Küste genannt – und das zu Recht. Hier will ganz bestimmt niemand seinen Urlaub verbringen und selbst wenn, würde der ganz bestimmt nicht lange dauern, denn die Insel ist über und über mit hochgiftigen Schlangen besiedelt. Allerdings ist die Population rückläufig, also wer weiß, vielleicht eröffnet bald das erste Hotel auf der "Insel des Todes" …

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Auf der brasilianischen Insel wimmelt es von Schlangen Foto: Trevor Cole/Unsplash

3. North Sentinel Island

Im indischen Ozean findet man Sentinel Island. Die paradiesisch wirkende Insel wäre doch ein idealer Urlaubsort … Doch an diesen Traumstränden tummeln sich keine Touristen, denn die Insel wird von einem Eingeborenenvolk bewohnt, das sich zu verteidigen weiß und keine Fremden duldet. Zwei Männer, die sich zu nah an die Insel heranwagten, wurden bereits getötet. Um Schaulustige davon abzuhalten, die Insel zu erkunden, um einen Blick auf die Eingeborenen werfen zu können, hat die indische Regierung es für illegal erklärt, sich mehr als drei Meilen an die Insel anzunähern.

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Die Eingeborenen verteidigen ihre Insel Foto: Jesse Allen / NASA

4. Höhlen von Lascaux

In Frankreich findet man diese Höhlen, die einige der bedeutendsten prähistorischen Höhlenmalereien enthalten. Entdeckt wurden diese zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörenden Höhlen erst 1940. Der beeindruckende Kulturschatz sollte natürlich auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, und so strömten ab 1948 Tausende Besucher herbei, um in den Genuss der steinzeitlichen Malereien zu kommen. Doch die ausgeströmte Atemluft der Touristen erwies sich als fatal, Schimmel breitete sich aus und drohte die Malereien zu zerstören. Deswegen sind seit 1963 keine Besucher mehr erlaubt. Um der Öffentlichkeit diesen kulturellen Schatz dennoch näherbringen zu können, wurden die Malereien nachgebildet und können nun, nur 200 Meter von den Originalen entfernt, bestaunt werden.   

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Die urspünglichen Höhlenmalerein wurden für Toruisten gesperrrt Foto: Michal Boubin/iStock/Thinkstock

5. Surtsey

Die Insel vor der Küste Islands kann auf keine lange oder unheimliche Geschichte zurückblicken, sie entstand nämlich erst 1963 aufgrund eines Vulkanausbruchs. Die Geburt einer Insel weckte natürlich das Interesse der Forschung und die Wissenschaftler konnten fasziniert beobachten, wie sich das Leben auf der Insel ansiedelte. Sofort wurde die Insel zum Naturschutzgebiet erklärt, doch um die Insel und die dort lebenden Pflanzen und Tiere noch besser zu schützen, darf die Insel nur von Wissenschaftlern betreten werden. Bis jetzt durften rund 100 Personen dieses einzigartige Naturschauspiel untersuchen – ist man nicht gerade Ornithologe von Beruf, wird man als gewöhnlicher Tourist diese Insel also niemals betreten.

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Nur Forscher dürfen Surtsey betreten Foto: Google Maps

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