Museen für spezielle Geschmäcker mit Spaß- statt Bildungsfaktor Foto: Christina Horsten/dpa/picturedesk.com

Klischees, gegen die Museen mitunter zu kämpfen haben: langweilig, erschlagende Informationen, überfüllte Räume und Mitarbeiter, die einen auf Schritt und Tritt verfolgen, um sicherzugehen, dass bloß nichts angefasst wird. Doch Museen sind weit mehr als das. Sie haben sich zu regelrechten Erlebniswelten entwickelt, in denen wir spekakuläre Exponate und zahlreiche Wunder unserer Erde entdecken können. Manchmal auch Bizzares. Wir haben uns schlau gemacht und Museen entdeckt, die kein explizites Hintergrundwissen an Kunst, Kultur, Geschichte, Fahrzeugen oder Technik erfordern, dafür aber umso unterhaltsamer sind.

1. Phallus Museum

In Islands Hauptstadt gibt es tatsächlich ein Museum, in dem sich alles um männliche Geschlechtsteile dreht. Das Museum wurde 1997 gegründet und beherbergt die weltweit größte Ausstellung von Penissen und Penisteilen. Die Sammlung umfasst 280 Exemplaren von 93 Tierarten. Im Juli 2011 erhielt das Museum seinen ersten menschlichen Penis von einem Spender.

2. Cupnoodles Museum

Dass Asiaten ihren eigenen Geschmack haben, zeigt sich nicht nur an den zahlreichen skurrillen Gadgets und Modetrends. In der japanischen Stadt Osaka wurde ein Museum rund ums Thema Instantnudeln errichtet. Seit der Einführung des Fertiggerichts 1958 sind diese zu einem wahren Kulturgut geworden.

3. Zusatzstoff-Museum

Der Wahlspruch des Deutschen Zusatzstoff Museums lautet "Zusatzstoffe gehören ins Museum. Nicht ins Essen". Vor elf Jahren hat das Museum seine Tore geöffnet. Sie erfahren hier, wie das Essen bereits im Mittelalter für einen besseren Verkauf manipuliert wurde, und viele weitere erhellende Details über Geschmacksverstärker & Co. 

4. Nonsens-Museum

Im österreichischen Herrenbaumgarten dürfte es verrückt zugehen. Das im Jahr 1994 errichtete Nonseum mit Freilichtbereich und Museumskino präsentiert rund 250 "Erfindungen, die wir auch nicht brauchen" - so das hauseigene Motto. Die Institution geht auf eine Idee des 1991 gegründeten "Vereins zur Verwertung von Gedankenüberschüssen" zurück. Sie können dort beispielsweise Objekte wie die Schäfchenzählmaschine oder die Schwarzlichtbirne besichtigen.

5. Fehltritt-Museum

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Aus Fehlern lernen? Wozu, wenn man ein Museum dafür errichten und die ganze Welt daran teilhaben lassen kann? Im schwedischen Helsingborg geht es im Museum of Failure ausschließlich um Ideen und Erfindungen, die grandios gescheitert sind. Dazu gehören ein Parfüm von Harley Davidson oder eine Cola mit Kaffeegeschmack. 

6. Beziehungsende-Museum

Im Jahr 2006 wurde in der kroatischen Hauptstadt Zagreb das Museum of broken Relationships gegründet. Hier werden die Geschichten gescheiterter Beziehungen dokumentiert. Die Exponate bestehen hauptsächlich aus anonym eingesandten Berichten und Gegenständen. Der Gedanke dahinter: durch Kreativität den Schmerz und Liebeskummer überwinden. 

7. Eiscreme-Museum

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Seit 2017 gibt es in Los Angeles das Museum of Ice Cream. Es setzt weniger auf Geschichte als viel mehr auf einzigartige Kunstinstallationen: ein riesiger mit Streuseln gefüllter Swimmingpool, ein Labyrinth aus geschmolzenem Eis und vieles mehr. Das Gegenstück dazu befindet sich in New York: Hier können Sie eine überdimensionale Eislöffel-Wippe bestaunen.