Stricken macht glücklich - das ist bewiesen! Foto: Oleh_photographer/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Unter den Hollywood-Stars, die sich zu ihrer Strick-Leidenschaft bekennen, sind nicht nur Frauen (Sarah Jessica Parker, Amanda Seyfried, Katherine Heigl etc.). Ryan Gosling oder David Arquette schwören darauf, um zu entspannen. Profi-Sportlern wie dem Kickboxer Maurice Green hilft es, sich vor Bewerben zu fokussieren und die Umgebung gedanklich auszublenden. Und sie irren sich nicht. Denn diverse Studien in den vergangenen Jahren haben bestätigt, dass die gleichzeitige regelmäßige Bewegung beider Hände wohltuend auf Körper und Geist wirkt. Hier fünf positive Effekte, die Stricken bewirkt:

1. Vorbeugend gegen Demenz

Die Muster-Abfolge einprägen und Reihen bzw. Maschen zählen: Beim Stricken sind wir gedanklich gefordert und lernen immer wieder Neues. Keine Handarbeit gleicht der anderen, insofern, als man sich immer wieder auf neue Stricknadelstärken, Materialien und Schwierigkeitsstufen einstellen muss. Für die Fitness des Gehirns gibt es nichts Besseres. Vor allem mit fortschreitendem Alter. Laut Studien reduzieren Senioren, die regelmäßig handarbeiten, ihr Risiko, an Demenz zu erkranken, um 30 bis 50 Prozent.

2. Stark gegen Niedergeschlagenheit

Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben, heißt es. Wem diese Angst machen, kann über Strickprojekte das Zutrauen in die eigene Problemlösungskompetenz wieder erlangen oder steigern. Immer wieder bestätigen DIY-Fans, dass ihnen beim Stricken die besten Lösungen für lang gewälzte Probleme kommen.

3. Wohltuend wie eine Meditation

Wenn Ihnen Yoga oder Meditationseinheiten im Liegen nicht liegen, ist Stricken eine echte Alternative. Die Gleichmäßigkeit, mit der man beim Stricken die Bewegungen ausführt und wiederholt, und das dezente Klappern der Stricknadeln haben eine nachhaltige, beruhigende Wirkung auf das Nervenkostüm.

4. Ideal für die Motorik

Stricken aktiviert alle Areale unseres Gehirns gleichzeitig und fördert damit unsere Fingerfertigkeit und Geschicklichkeit. Die einzelnen Arbeitsschritte zu koordinieren ist eine Höchstleistung des Gehirns und nicht hoch genug zu bewerten.

5. Wirkt therapeutisch

Ob Liebeskummer, beruflicher Stress oder aufgestauter Ärger: Stricken zwingt einen zur Entschleunigung und Achtsamkeit, weil man keinen Arbeitsschritt überspringen oder verkürzen kann. Damit das Projekt gelingt, sind Aufmerksamkeit und Konzentration erforderlich. Nicht nur ein Weg, um sich abzulenken. Mit zunehmender Strickdauer wird so mancher Kummer kleiner, und manche unüberwindbare Hürde überschaubarer. Dazu trägt auch der direkte Hautkontakt mit den weichen Wollfasern bei, die sich kuschelig und wärmend anfühlen. Wohltuend bei seelischer Not.