Liebe vs. Freiheit - das Thema vieler Wassermänner Foto: angel_nt/iStock/Thinkstock

Traumhaft schön

Schütze: In seiner Freiheitsliebe gibt es wohl nur einen, der dem Wassermann das Wasser reichen kann - der Schütze. Mehr Freiraum geht nicht! Mehr Liebe aber auch nicht. Denn die Toleranz, die sie im Umgang miteinander entwickeln, ist vorbildlich. Und erhöht die Anziehung gleich viel mehr. Sie können stundenlang diskutieren (und tun es auch) und darüber alles andere vergessen, miteinander genießen, Neues entdecken. Bei dieser Intensität braucht man schon einmal zwischendurch etwas Abstand, um die vielen Impulse, die dadurch entstehen, zu verarbeiten. Einzelgänger, die sie im Grunde beide sind, sind sie ein Paar auf Augenhöhe, das bedingungslos füreinander einsteht, aber auf die Eigenverantwortung des anderen setzt. Einzige Gefahr bei diesem Feuerwerk, das sich zwischen beiden entfacht: dass die Gefühle etwas zu kurz kommen oder oberflächlich bleiben. Kein Problem für die beiden, wo doch der Satz "Wir müssen reden ..." für sie keine Drohung ist. Denn nichts tun sie lieber. Und das am liebsten miteinander.

Waage: Geistig rege geht es auch mit diesem Partner zu, der sich zu zweit einfach stärker fühlt. Im Wassermann findet er nicht nur einen ebenbürtigen und aufgeschlossenen Gegenpart für Unternehmungen und Gespräche, sondern auch einen wahren, entschlussfreudigen Freund. Groß ist die Zusammengehörigkeit und das Verständnis zwischen ihnen, das durch den geistigen Austausch belebt wird. Auch seine romantische und kitschige Ader darf und kann der Wassermann an der Seite der Waage bedenkenlos ausleben. Im Gegenteil: Die Gefühlsseite wird in dieser Verbindung sogar betont, was beiden gut tut. An der Seite der Waage, die um Abstand und Beherrschung bemüht ist, kommt der von seinen vielen Ideen und Plänen aufgewühlte Wassermann zur Ruhe. Zu Missverständnissen könnte es höchstens kommen, wenn der großzügige Wassermann das Gefühl hat, dass er mehr in die Beziehung einbringt als von der Waage emotional erwidert wird.

Zwillinge: Nichts freut den Wassermann mehr als das Gefühl zu haben, geliebt zu werden wie er ist. Denn sein Selbstwertgefühl ist - gerade in Liebesdingen - nicht immer das größte. Beim Zwilling, der in der Regel nicht gleich ans Umerziehen geht, darf er auch seine exzentrischen Seiten zeigen, ohne zu riskieren, nicht ernst genommen zu werden. Toleranz ist in dieser Beziehung groß geschrieben, ebenso die Bereitschaft, dem Partner Freiräume zuzugestehen und einander zu verzeihen, wenn es dann doch einmal kracht. Ein großer Vorzug dieser Verbindung ist, dass man über alles reden kann und immer wieder einen Weg zueinander findet. Gewitter verziehen sich so schnell wie sie entstehen, und der Gesprächsstoff will nicht enden. Während der Wassermann in der Regel nur wenige Menschen um sich braucht, hat der Zwilling-Partner meist Freunde Ende nie. Solange die Zweisamkeit darüber nicht aus den Augen gelassen wird, stehen die Zeichen auf große Liebe.

Schwierig, aber reizvoll

Fische: Selbstmitleidig, sentimental, passiv und empfindlich - so werden Fische gerne dargestellt. Wie passt das zum Wassermann, der die Welt primär geistig erfasst, Probleme bevorzugt rational und praktisch löst sowie lieber diskutiert statt schmachtet? Wunderbar! Denn hier lernen zwei richtig voneinander: der Wassermann seine Gefühle stärker zu zeigen und auszuleben; der Fisch, nicht alles persönlich zu nehmen und eine gesunde Distanz zu Menschen und Problemen zu entwickeln. Nicht die beleidigte Leberwurst zu spielen, wenn Vernunft gefragt ist; und sich auch einmal zu wehren, wenn es zu viel wird. Der Wassermann unterstützt den Fisch gern dabei und wächst über sich hinaus, wenn es darum geht, seinen Partner aufzubauen und ihm Mut zu machen. Dieser erwidert das Engagement mit Anhänglichkeit, Geduld und Nachsicht, auf die der sprunghafte Wassermann mitunter auch angewiesen ist. Haben sie sich erst einmal gefunden, ist ganz großes Kino möglich!

Stier: Die Anziehung zwischen beiden ist enorm, auch wenn auf den ersten Blick eigentlich nicht viel für eine dauerhafte Verbindung spricht. Aber! So unabhängig sich der Wassermann nach außen gibt, kann auch er ein paar Streicheleinheiten und eine starke Schulter vertragen, wenn ihn das Schicksal in die Mangel nimmt. Und hier schlägt der Stier, der mit beiden Beinen fest auf der Erde steht und sich von den Stürmen des Lebens nicht so schnell aus der Bahn werfen lässt, so manchen Mitbewerber in die Flucht. Denn mit eiserner Geduld hält er auch noch dann an der Verbindung fest, wenn der Wassermann ins Grübeln kommt. Und so viel Beharrlichkeit imponiert dem luftigen Zeitgenossen schon wieder. An der Seite des Stiers entdeckt der Wassermann, den stets eine geheime Skepsis gegenüber allem Körperlichen plagt, seine sinnliche Seite. Umgekehrt lernt der Stier, sich für neue Ideen und Erfahrungen zu öffnen. Manchmal jedoch, wenn der Stier dem Wassermann zu träge oder langsam erscheint, könnte es zu Spannungen zu kommen. In der Regel treffen sich die beiden aber immer wieder in ihrem Bedürfnis nach Harmonie und Gleichklang.

Jungfrau: Auf den ersten Blick haben sie nicht viel gemeinsam. Während die Jungfrau Veränderungen gar nicht und ihre Routine umso mehr schätzt und auch einmal mit wenig Worten auskommt, ist der gesprächige Wassermann ein Meister der Improvisation und ändert auch schon einmal kurzfristig seine Pläne. Doch sieh' an: Eine Anziehung zwischen den beiden ist nicht zu übersehen. Der Jungfrau-Geborene, der einen Sinn für Wortwitz und sachbetonte, geistvolle Gespräche hat, findet im Wassermann einen herausfordernden, aber auch anregenden Partner. Dieser wiederum in der Jungfrau einen zuverlässigen und loyalen Menschen an seiner Seite, der mit ihm durch dick und dünn geht und sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt. Die Gefühle zwischen ihnen sind beständig und wohl temperiert. Das könnte dem Wassermann auf Dauer zu langweilig werden. Die Jungfrau fühlt sich von Wassermann, der gerne für Abwechslung sorgt, mitunter gestresst und genervt. Sprechen andere astrologische Einflüsse dafür, lassen sich die Probleme jedoch letztlich immer undramatisch aus der Welt schaffen.

Steinbock: Auf den ersten Blick haben diese beiden Kandidaten ja nur wenig gemeinsam. Aber vor allem, wenn der Wassermann noch im Jänner geboren wurde und selbst unter den Einfluss von Saturn geraten ist, tritt er deutlich geerdeter, materieller ausgerichtet und kalkulierter als seine Sternzeichen-Kollegen auf. Für einen Steinbock kann er sich da durchaus erwärmen. Dieser wiederum fühlt sich vom Wassermann verstanden und taut gleichzeitig auf, denn Langeweile ist bei dieser Besetzung kaum ein Thema! Unschlagbar: der trockene Humor, der die beiden verbindet. Nur: Achtung, dass bei so viel gemeinsamer Zielstrebigkeit das Gefühl nicht auf der Strecke bleibt.

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Heiß umkämpft

Löwe: Leidenschaft? Bei Wassermännern oft für Dinge größer als für Menschen. Wenn da nicht die Löwen wären. In der Regel erobern sie den Wassermann - nicht umgekehrt. Warum? Weil er originell ist, ihnen auf charmante Weise kontert, sich nie ganz gibt, sondern auch elegant zu entziehen versteht (was den Löwen gleichermaßen anturnt wie nervt) und seinen eigenen Weg geht - ungeachtet dessen, was andere sagen oder denken. Soviel Indivdualismus imponiert dem selbstbewussten Löwen, der vorangeht, nicht anderen hinterherrennt. So wird es in dieser Beziehung sicherlich eines nicht - langweilig. Der Wassermann liefert seinem feurigen Kontrahenten Impulse ohne Ende, dieser dem Wassermann Selbstbewusstsein und Großzügigkeit. Während der Löwe jedoch die große Bühne und die Bewunderung anderer sucht, hat der Wassermann für derlei Eitelkeiten in der Regel wenig übrig. Auch was Statussymbole angeht, ist er nur mäßig begeisterungsfähig. Wie das Match um diese Frage ausgeht, ist noch lange nicht entschieden.

Widder: Wenn der temperamentvolle Widder einen Streit vom Zaun bricht, denkt sich der Wassermann: ohne mich. Oder er gibt Konter, was sein feuriges Gegenüber erst recht aufbringt, weil sich dieser luftige Partner weder dirigieren noch ummodeln lässt. Unmöglich ist die Liebe nicht, aber fordert sie dem Wassermann energetisch alles ab, und das schätzt er gar nicht, bringt es ihn auf Dauer zu sehr von seinen eigenen Plänen, Interessen und Hobbys ab. Zumal der Widder eifersüchtig auf alles und jeden reagiert, der die Aufmerksamkeit von ihm ablenkt. Die Kommunikation bleibt eine ewige Herausforderung für beide, weil der eine vernünftige Lösungen anstrebt, während es dem anderen primär darum geht, sich durchzusetzen und das letzte Wort zu haben. So bleibt es nur eine Frage der Zeit, wer von beiden eher das Weite sucht.

Kurz und schmerzlos

Skorpion: Kaum ein Skorpion, der nicht einen ausgeprägten Sinn für schwarzen Humor und bissige Kommentare hat. Im Wassermann hat er für intellektuellen Schlagabtausch, schnelle Wortwechsel und intensive Gespräche den richtigen Ansprechpartner gefunden. Während der Skorpion bei allem, was er tut, immer auch emotional beteiligt ist, kann der Wassermann aufrichtig distanziert mit allen Themen des Lebens umgehen und schätzt seine Unabhängigkeit. Der Skorpion spürt, dass er hier auf jemanden trifft, der sich weder vereinnahmen noch beeinflussen lässt, und ist gefrustet. Der Wassermann fühlt sich von den emotionalen Verstrickungen des Skorpions auf Dauer gestresst und überfordert und sucht das Weite. Wenn nicht andere astrologische Einflüsse ausgleichend wirken, eine Verbindung, in denen sich beide Seiten vermutlich unverstanden fühlen.

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Krebs: Unter der Regentschaft des Mondes geboren sucht der Krebs in Beziehungen mütterliche Versorgung und Geborgenheit. Diese erwidert er mit Umklammerung, Fürsorge und Anhänglichkeit. Fühlt er sich missverstanden, verkriecht er sich gerne in seine Schmollecke und kommt so schnell nicht mehr heraus. Für den Wassermann zu viel des Guten, fühlt er sich von den Ansprüchen dieses Partners emotional überfordert. Denn indem er einfach so ist wie er ist, kränkt er diesen bereits. So fühlt sich der Krebs zurückgesetzt, wenn der Wassermann alleine sein will. Reagiert gekränkt, wenn der Wassermann lieber drüber reden will statt zu kuscheln. Leidet unter Versorgungsängsten, wenn der Wassermann ihn nicht nach Lust und Laune bekocht oder sich bekochen lässt, sondern auf dem Standpunkt steht: Eine Tiefkühlpizza tut's im Notfall auch. Eine Chance auf Rettung gibt's, wenn der Wassermann noch im Jänner geboren wurde und unter Steinbock-Einfluss steht oder von der Gefühlswelt der Fische bestrahlt ist. Andernfalls ist das Miteinander zermürbend.

Wassermann: In seinem Partner sucht der Wassermann auch seinen besten Freund. Und mit einem Vertreter seines eigenen Sternzeichens ist diese Symbiose möglich wie mit kaum einem anderen. Doch gerade, weil sie einander so ähnlich sind, besteht auch latent die Gefahr, auseinander zu driften. Beginnen wir mit dem Freiraum: Gerade weil sie einander so viel Platz für individuelle Entfaltung einräumen, droht die Zweisamkeit auf der Strecke zu bleiben (oder sich erst gar nicht zu entwickeln). Aus den Augen, aus dem Sinn, ist hier angezeigt. Das Gefühl, in einer Beziehung zu sein und sich doch wie ein Single zu fühlen, stellt sich leicht ein. Auch, dass jeder von seinem Standpunkt überzeugt ist und davon eigentlich nicht abgehen will, macht die Sache nicht leichter. Schnell wird alles in Frage gestellt, zu Tode analysiert, synchron ticken sie selten. Eine Konstellation, die sich besser für eine Freundschaft als eine Beziehung eignet.