Hinter dieser Uhrzeit steckt eine Überlegung Foto: Gorgots/iStock/Thinkstock

Ok, bei manchen Werbespots ist es auch morgens, halb zehn, doch bei einem Großteil der Spots, Plakate oder Anzeigen, bei denen eine analoge Uhr zu sehen ist, stehen die Zeiger auf zehn nach zehn. Das ist schon irgendwie merkwürdig auffällig und in der Tat handelt es sich hierbei um keinen Zufall, sondern dahinter steckt eine ausgeklügelte Marketingstrategie.

Das lächelnde Ziffernblatt

Der Grund, warum die Uhrzeiger stets auf zehn nach zehn stehen, ist ganz einfach: Die Zeiger sollen an ein lächelndes Gesicht erinnern und beim potenziellen Käufer Sympathien wecken. Seit den 60er Jahren stehen die Uhren des Herstellers Seiko auf zehn nach zehn (um ganz exakt zu sein: 10 Uhr, 8 Minuten und 42 Sekunden) und alle anderen sind diesem freundlich lächelnden Beispiel einfach gefolgt. Doch löst das Ziffernblatt tatsächlich etwas bei uns Menschen aus?

Da vergeht das Lachen

Eine Studie der Universität Jena ging dem lächelnden Ziffernblatt auf den Grund und stellte ernüchternd fest: Auch wenn die Idee von einem lächelnden Ziffernblatt durchaus sympathisch ist, hat die Position der Zeiger keinerlei Auswirkungen auf die Konsumenten.

Dennoch ist es sehr wahrscheinlich, dass besonders Uhrenhersteller an dem lächelnden Ziffernblatt festhalten, da die Zeiger in diesem Winkel weder den Herstellernamen noch den Kalender verdecken.

Bei Apple ist es stets 09:41 Uhr

iPhones haben zwar keine Uhrzeiger, aber in Werbungen und auf Plakaten zeigen alle Displays 09:41 Uhr an. Auch das ist natürlich kein Zufall, sondern bezieht sich auf die Zeit, als das allererste iPhone einer Pressekonferenz um exakt 09:41 Uhr präsentiert wurde. Die stets gleiche Uhranzeige im Display soll an diesen historischen Moment erinnern und bei den iPhone das Gefühl erwecken, selbst bei diesem bedeutenden Moment dabei gewesen zu sein.

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