Monica und Penelope Cruz Foto: JUANJO MARTIN / efe / picturedesk.com

Menschen mit Schwestern sind ausgeglichener und optimistischer – bei Brüdern gilt dieser Zusammenhang nicht, so die Studienergebnisse der Universitäten Ulster und De Montfort. Außerdem macht sich der Schwesterneinfluss auch im späteren Leben bemerkbar, denn wer mindestens eine davon hat, ist ehrgeiziger und zielstrebiger, hat einen größeren Freundeskreis und ein besseres Sozialleben. Das Geheimnis liegt vermutlich daran, dass Schwestern über ihre Gefühle sprechen und dies auch in ihrem Familiensystem fordern. Der Familienzusammenhalt wird somit gestärkt.

Was sagt die Wissenschaft?

Wir wollten die „Große Schwester – kleine Schwester“-Konstellation genauer unter die Lupe nehmen und haben alle wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu vereint. Welche was besser kann, erfahren Sie hier.

1. Große Schwestern sind klüger

Statistisch gesehen sind ältere Schwestern klüger als die jüngeren, so die Studie der Uni Leipzig. Sie verstehen abstrakte Konzepte einfacher und schneller, stufen sich selbst jedoch auf tendenziell besser ein. Dieser Zusammenhang rührt vermutlich von der Familienkonstellation, denn ältere Geschwister werden stärker gefördert, finden sich auch deshalb schlau und wichtig.

2. Kleine Schwestern sind schlanker

Studien zu Autoimmunerkrankungen haben ermittelt, dass jüngere Geschwister ein geringeres Risiko tragen, an Diabetes Typ-1 zu erkranken, da Vermutungen zufolge die Gebärmutter nach dem ersten Kind bereits anders „ausgestattet“ ist. Ihr Immunsystem würde zudem früher gestärkt, zumal sie unter der Obhut der älteren Schwester steht und diese natürlich nicht auf Keime und ähnliches achtet. Einer schwedischen Studie zufolge tragen ältere Schwestern im Durchschnitt ein um 30 Prozent höheres Risiko, an Übergewicht zu leiden , als jüngere. Das liegt ebenfalls am Uterus der Mutter, der während der ersten Schwangerschaft enger ist und dadurch den Stoffwechsel sowie die Fettregulation beim Baby beeinträchtigt. Das zweite Kind hingegen hat schon mehr Platz.

3. Große Schwestern leben gesünder

Spätestens beim zweiten Kind machen sich Eltern mehr Gedanken über das Allgemeinwohl ihrer Nachkommen. Sobald die Erstgeborene nicht mehr alleine ist, verbringt die Familie mehr Zeit im Freien, die große Schwester bewegt sich mehr und sieht beispielsweise nicht mehr so viel fern. Sie beschäftigt sich zudem mit der Zweitgeborenen, was nicht unanstrengend ist – so bleibt sie kontinuierlich aktiv. Wer Geschwister hat, tendiert grundsätzlich eher zu einem gesünderen Lebensstil und trägt ein geringeres Risiko für Fettleibigkeit als Einzelkinder.

4. Kleine Schwestern schaffen sich eigene Regeln

Das kann man positiv oder negativ sehen, jedoch besagt die Laienpsychologie, dass kleine Schwestern rebellischer sind und sich eher eigene Regeln schaffen als vorgegebene zu befolgen. Die Vorschriften der Eltern sind bei ihnen nicht mehr so streng und deren Überschreitungen nicht mehr so fatal. Wer das lernt, wird auch im späteren Leben weniger auf Richtlinien achten. Die großen sind dagegen viel anpassungsfähiger - und das führt uns zum nächsten Punkt.

5. Große Schwestern sind erfolgreicher

Kleine Schwestern haben es generell vielleicht etwas einfacher, denn der Weg wurde von den großen bereits freigetrampelt. Sie dürfen gewisse Dinge schon viel früher tun als die älteren, denn die Eltern sind jetzt nicht mehr so ängstlich wie bei der Erstgeborenen. Dafür haben die Großen auch mehr Erfolg im Leben, weil sie sich von klein auf mehr erarbeiten mussten und Regeln einhalten mussten. Laut einer Studie sind 43 Prozent der Erstgeborenen Vorstandsvorsitzende und nur 23 Prozent der jüngsten Geschwister.

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