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Durchtrainiert, braungebrannt und bereit, alles zu geben: Jahr für Jahr treffen sich im Hochsommer die besten Beachvolleyballer auf den Sänden dieser Welt. Absolutes Highlight – aus österreichischer Sicht – ist der Event in Klagenfurt, für den gerade die letzten Vorbereitungen laufen. Doch schon dieses Wochenende macht die sogenannte „Daylong Beach Tour“ Station in Graz (Mur Beach und Auster). Im Hauptbewerb pritschen, baggern und smashen sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren 16 Teams um den Sieg. Zum 20-jährigen Jubiläum des Turniers haben sich heuer viele Top-Duos angesagt – darunter auch die Lokalmatadoren Katharina Schützenhöfer und Lena Plesiutschnig. Die Steirer-Girls haben bei den European Games in Baku spektakulär Silber geholt und werden auch in Klagenfurt mit dabei sein. In den kommenden Tagen und Wochen dreht sich also alles um den Mikasa-Ball. Da wird es Zeit, sich schnell das wichtigste Wissen rund um die „Volleyballersprache“ anzueignen: Was bedeuten denn eigentlich diese Handzeichen, die die Damen und Herren am Netz verwenden? Hier ist die Antwort …

Handzeichen Crashkurs

Die gute Nachricht: Ja, jetzt ist es endlich einmal erlaubt, den Beachgirls auf den Hintern zu gucken. Die schlechte Nachricht: Die Handzeichen sind oft nicht ganz so einfach zu verstehen, wie man vielleicht annehmen könnte. Und trotzdem gibt's hier für alle Beachvolleyball-Interessierten – die in Klagenfurt dann wissenstechnisch groß auftrumpfen wollen – einen schnellen „Basic-Kurs“.

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Um ohne Worte mitzuteilen, wie der Blockspieler taktisch blocken wird, gibt es die Handzeichen, die hinter dem Rücken und somit für den Gegner unersichtlich, angezeigt werden. Das Prinzip ist logisch: Der Blockspieler kann natürlich immer nur einen bestimmten Teil des Feldes "abdecken", deshalb ist es wichtig, dass sein Partner genau weiß, welchen Teil des Feldes er "bewachen" soll. Prinzipiell gilt: Die linke Hand steht für den linken Gegenspieler, die recht für den rechten.

Ein Finger gestreckt

Zeigt der Spieler am Netz einen ausgestrecken Finger an, ist klar: Der gegnerische Angreifer wird „longline“ beblockt. Das heißt vereinfacht: Alle Bälle, die parallel zur Linie geschlagen werden, werden abzublocken versucht. Der Mitspieler muss sich auf die Bälle, die diagonal über das Feld gespielt werden, konzentrieren.

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Zwei Finger gestreckt

Im Prinzip das Gegenteil: Der gegnerische Angreifer wird diagonal blockiert, der Verteidiger hat die Linie gegen harte Angriffsschläge abzudecken.

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Die Faust

Eine Faust zeigt den sogenannten „Fake Block“ an. Wie der Name schon sagt, hat man gar nicht vor, zu blocken, sondern tut anfangs nur so. Das heißt, ein Block wird angetäuscht, der Blockspieler zieht sich kurz vor dem gegnerischen Angriff aber in die Abwehr zurück.

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Die flache Hand

Prinzipiell bedeutet das, dass der Blockspieler mit beiden Händen voll auf den Ball geht und versucht so dem Angreifer jegliche Möglichkeit auf einen harten Schlag zu nehmen – egal ob longline oder diagonal. So die Theorie. Da es aber für den Blockspieler meist wirklich schwer ist, beide Feldhälften gleichzeitig zu blockieren, lohnt sich diese Strategie nur bei besonders dicht ans Netz zugespielten Bällen. Deshalb ist dieser Spielzug eher situationsbedingt und wird meist nur spontan gespielt.

 

Hier noch einmal im Video erklärt: