Urlaub bei Gastfamilien Foto: porpeller/iStock/Thinkstock

Im Mittelpunkt der sogenannten "Homestays" steht der Kontakt mit der Gastfamilie und das Kennenlernen der Sitten und Bräuche des bereisten Landes. Im Gegensatz zu Airbnb nehmen sich die Gastgeber bewusst Zeit, um die Urlauber herumzuführen und ihnen einen angenehmen Aufenthalt zu bereiten. Anders als beim Couchsurfing wird dieser Aufwand bezahlt. Sowohl die Übernachtungen, als auch das Essen werden in Rechnung gestellt. Je nach Lage und Ausstattung der Wohnung und der angebotenen Mahlzeiten kann man in europäischen Städten mit etwa 30 Euro pro Nacht rechnen. Abgelegene oder kleine Wohnungen sind billiger, begehrte Lagen teurer.

Rucksacktouristen schätzen das Angebot

Oke Hollesen reiste vor zwei Jahren durch Vietnam. "Ich war in Sa Pa nahe der chinesischen Grenze unterwegs, als mich eine Frau ansprach, ob ich mit zu ihrer Familie in ein Dorf in den umliegenden Bergen kommen und dort übernachten will", erzählt der 26-Jährige der APA. Mit zwei Freunden verbrachte er seinen ersten Homestay im vietnamesischen Dschungel. "Wir haben viel gesehen: das Dorf mit dem kleinen Laden, den die Familie betreibt und der eine Art Dorftreffpunkt ist, die Schule der Kinder und den umliegenden Dschungel. Dort sind wir auf einer zweistündigen Wanderung einmal ums Dorf gelaufen." Beim Kochen helfen die Burschen mit, schneiden Gemüse, rupfen ein Huhn. "Abends haben wir zusammen gegessen, getrunken und uns unterhalten. Die wussten schon, was Backpacker wollen. Man kommt ja nicht, um sich bekochen zu lassen oder im Liegestuhl rumzuhängen, sondern um was vom Leben der Menschen mitzubekommen", sagt Hollesen. Dafür sei der direkte Kontakt mit den Leuten genau das Richtige.

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Backpacker bevorzugen meist Homestays Foto: chabybucko/iStock/Thinkstock

Ursprung in Schülerreisen

Was für Schüler- und Studenten bisher eine beliebte und günstige Reisemöglichkeit war, hat sich mittlerweile zu einem handfesten Geschäftsmodell entwickelt. Immer mehr Onlinedienste bieten Urlaubern ein Zimmer für ein paar Nächte, oder auch mehrere Monate an. Dabei raten Urlauber mit Homestay-Erfahrungen vor dem Aufenthalt mit den Gastgebern Kontakt aufzunehmen und über den Schlafplatz, das Essen und eventuelle Mithilfe im Haushalt im Vorfeld zu sprechen.

Homestays

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