Nicht jede Wohnung hält, was sie verspricht Foto: vladans/iStock/Thinkstock

1. "In ruhiger zentraler Lage"

Zentral bedeutet in der Regel: in unmittelbarer Nähe zu Hauptverkehrsadern gelegen. Staus und schlechtere Luftgüte zu den Stoßzeiten, Verkehrslärm und stärkere Schmutz- und Staubbildung an den Fenstern oder am Balkon sind sehr wahrscheinlich.

2. "Gut erhalten"

Das kann alles bedeuten - von tatsächlich neuwertig bis funktionstüchtig mit starken Abnutzungserscheinungen.

3. "Großzügig geschnitten"

Selbst die kleinste Wohnung ohne Wohnung kann optisch "großzügig" wirken. Ein Begriff, der am Ende Auslegungssache ist. Den Blick besser auf die Angabe der tatsächlichen Wohnfläche werfen als auf Formulierungen dieser Art.

4. "Freundlich und hell"

Trifft im Grunde auf jeden Raum zu, in den Tageslicht fällt. Für wie viele Stunden des Tages ist damit noch nicht gesagt.

5. "In begehrter Lage"

Gerade Wohnungen in Stadtbezirken, in die erst investiert werden muss, um sie aufzuwerten, werden gerne auf diese Weise angepriesen. Ob es sich am Ende wirklich so entwickelt, bleibt allerdings offen.

6. "Zentrumsnahe Lage"

Ein dehnbarer Begriff: Wie lange man tatsächlich ins Zentrum benötigt, hängt von der Verfügbarkeit und den Intervallen öffentlicher Verkehrsmittel ab; auch von der Frage, ob es eine Nahversorgung in Gehnähe gibt oder man ohne Fahrzeug vom öffentlichen Leben abgeschnitten ist.

Tipps

Formulierungen hin oder her - am meisten bewährt sich immer noch der persönliche Check. Am besten bereits vor dem offiziellen Besichtigungstermin bei einem kleinen Spaziergang die Gegend um die Wohnung erkunden: Fühlt man sich hier grundsätzlich wohl? Ist das Viertel belebt und sicher, welche Geschäfte gibt es in der Nähe, wie weit liegen Haltestellen, Postämter etc. entfernt? 

Wichtig dabei ist zu wissen: Der Preis einer Wohnung richtet sich primär nach ihrer Lage. Weicht das Wohnobjekt von den Angaben und Bildern im Inserat stark ab, bestehen gute Chancen, die Miete neu zu verhandeln.

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