Thomas Muster und Alexander Antonitsch lieferten legendäre Davis-Cup-Partien. Foto: GEPA pictures

Einer für alle, alle für einen. Das bekannte Musketier-Zitat traf auf das erfolgreiche Team um Thomas Muster, Horst Skoff und Alexander Antonitsch nur bedingt zu. Vor allem die schwelende persönliche Rivalität zwischen Skoff und Muster war nahezu unerträglich. Aus sportlicher Sicht bleiben die Schlachten gegen die USA, Schweden, Großbritannien und Australien in Erinnerung.

Tennis-Cordoba

Ähnlich wie Cordoba im Fußball hat sich das Davis-Cup-Duell gegen Deutschland 1994 in Unterpremstätten in die Erinnerung der heimischen Sportfans eingebrannt. Vor allem die unglaub- liche Willensleistung von Thomas Muster, der Michael Stich nach 5:24-Stunden in die Knie zwang, blieb nicht nur den 11.000 fanatischen Besuchern in der Schwarzl-Halle in Erinnerung. Ganz Österreich erlebte einen wahren Tennis-Boom.

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Foto: GEPA pictures

Durststrecke

Während sich Muster im darauffolgenden Jahr mit seinem Grand-Slam-Triumph in Paris endgültig auf den Tennis-Olymp beförderte, konnte das Davis-Cup-Team nicht mehr an die Erfolge anknüpfen und tingelte zwischen Weltgruppe und Euro-Afrika-Zone hin und her.

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Neue Helden: Ein Sieg gegen Uruguay in Prem- stätten würde das Davis-Cup-Team zum Finale nach Madrid bringen. Foto: GEPA pictures

Thiem-Faktor

Mit dem Aufstieg von Dominic Thiem an die Weltspitze wurden auch die Hoffnungen auf Erfolge im Davis-Cup wieder größer. Spätestens seit dem Sieg gegen Australien und die damit verbundene Rückkehr in die Weltgruppe gehört Österreich wieder zum Konzert der Großen. Diese Entwicklung könnte in Premstätten ihren Höhepunkt finden: Ein Sieg gegen Uruguay würde das Ticket für das Finalturnier in Madrid (November) bedeuten. Einziges Problem: Österreichs Nummer eins, Dominic Thiem, steht dem Team nicht zur Verfügung. Kapitän Stefan Koubek, der seine Mannschaft auf Hartplatz trotzdem in der Favoritenrolle sieht, nominierte nach der Absage von Thiem Jurij Rodionov, Sebastian Ofner, Dennis Novak sowie die Doppelspezialisten Oliver Marach und Jürgen Melzer für den Länderkampf.

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