Sparen alleine wird nicht reichen, um einen sorgenfreien Lebensabend zu verbringen Foto: BrianAJackson/iStock/Getty Images

"Keinen Mut zur Lücke" lautet der Appell der Kärntner Sparkasse-Vorstandschefin Gabriele Semmelrock-Werzer hinsichtlich der Altersvorsorge. Die Erkenntnis, dass private Vorsorgemaßnahmen aufgrund sinkender Sozialleistungen essentiell sind, ist auch bei der Mehrheit (93 Prozent) der KärntnerInnen im Bewusstsein verankert. So das Ergebnis einer IMAS-Studie, die von s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen in Auftrag gegeben worden ist. "Mit staatlicher Vorsorge oder Sparen allein wird der erworbene Lebensstandard und ein sorgenfreier Lebensabend nicht zu halten sein", so Semmelrock-Werzer und bestätigt damit die Befürchtung von 65 Prozent der befragten Kärntner. 

Pension & Pflege

"Nur jeder zweite Kärntner glaub, dass es die staatliche Pension in der heutigen Form bei eigenem Pensionsantritt noch geben wird", sagt Manfred Bartalszky, Vorstand der Wiener Städtischen. Dennoch stagniert die Nachfrage nach privaten Pensionsversicherungen. Im Schnitt geben die Kärntner 88 Euro monatlich dafür aus, der Österreichschnitt ist mit 120 Euro deutlich höher. Nach wie vor versucht die Mehrheit, sich mittels klassischer Lebensversicherungen abzusichern. Auch Pflegeversicherungen sind nach wie vor eher unbeliebt. Der erfreuliche Umstand, dass wir alle immer älter werden, hat aber leider auch eine Kehrseite: Diesen Zugewinn an Lebensjahren können nicht alle bei bester Gesundheit und ohne fremde Hilfe genießen. Demnach sind 71 Kärntner der festen Überzeugung, dass auch der rechtzeitige Abschluss einer privaten Pflegeversicherung unabdingbar ist, um später selbst darüber entscheiden zu können, wie man betreut bzw. gepflegt wird. 

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Sparkasse-Marketingleiter Prok. Diethard Theuermann, Mag. Rudolf Köberl (Bereichsleiter Privatkunden Kärntner Sparkasse), Vorstandsdirektor Manfred Bartalszky und Landesdirektor Herbert Printschitz (Wiener Städtische Team s Versicherung), Sparkasse-Vorstandsdirektorin Gabriele Semmelrock-Werzer und Studienautor DDr. Paul Eiselsberg (IMAS) Foto: Kärntner Sparkasse/Fritz-Press

Lücke

Auf die Frage, wie hoch die Menschen die finanzielle Lücke zwischen den zukünftigen Pflegekosten und den staatlichen Pflegeleistungen einschätzen, wird in Kärnten ein Betrag von durchschnittlich 1.606 Euro im Monat genannt. „Ein durchaus realistischer Wert, wenn man sich die Berechnungen von Hilfsorganisationen ansieht, wonach ein Platz im Pflegeheim – je nach Pflegebedarf und Ausstattung – mit bis zu 6.000 Euro und die monatlichen Kosten für die Pflege zu Hause mit 3.500 Euro bis 4.500 Euro zu beziffern sind“, so Bartalszky. Dem gegenüber beläuft sich die durchschnittliche Alterspension in Österreich auf 890 Euro für Frauen (1.480 Euro Männer) und das mediane Pflegegeld auf rund 470 Euro.

Lebensträume

Wenig überraschend gestalten sich die Lebensziele der Befragten für das eigene Alter: "So ist eine gute Gesundheit für fast alle Kärntner (97 Prozent) die klare Nummer 1 auf ihrer Wunschliste, gefolgt von der Hoffnung, später einmal finanziell abgesichert zu sein und sich über Geld keine Sorgen machen zu müssen", nennt Semmelrock-Werzer weitere Ergebnisse der IMAS-Studie. Der ausgerägte Wunsch der "neuen" Pensionisten-Generation nach ausgedehnten Reisen und aktiver Freizeitgestaltung zeigt sich auch in der hohen Nachfrage nach privater Krankenversicherung.

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Nur zehn Prozent der Kärntner glauben, dass sie im Alter von Angehörigen gepflegt werden (können) Foto: Halfpoint/iStock/getty Images

Digitallösungen

Gerade für die junge, digitalaffine Generation "hat die Sparkasse gute Möglichkeiten geschaffen, schnell und unkompliziert von der Couch aus mit verschiedenen Produkten vorzusorgen", betont Rudolf Köberl, Bereichsleiter Privatkunden der Kärntner Sparkasse.