Bastelideen: Kinder beschäftigen in der Corona-Quarantäne Foto: iStock.com/mzoroyan

Tagwache heute um 5.45 Uhr. Zu Kindergarten-Zeiten, also im Leben vor Corona, schlummerte das Kind noch um 8.30 Uhr selig in seinem Bettchen und war nicht einmal mit Presslufthammer-Geräuschen wach zu bekommen. Aber jetzt ist alles anders und wir gehören plötzlich zur Familie Frühaufsteher. Während im Leben davor die Zeit in der Früh immer zu knapp war, haben wir sie jetzt massenhaft übrig. Nur bin ich um 9.00 Uhr, zu der Zeit zu der wir früher das Haus verließen, schon wieder mit dem Tag fertig, körperlich und nervlich. Die vielen Coaches und selbst ernannten Experten erklären mir gerade via Social Media, dass es wichtig ist, den Tag zuhause einzuteilen und einen Plan zu erstellen, wann was passiert. Das gebe den Kindern Struktur. Hilfe, ich brauche ja selbst gerade Struktur, ist aber momentan aus wie Klopapier. Ich strukturiere mich bei meinem dritten Kaffee und teile den Tag zumindest in Vormittagsaktion, Mittagessen, Ruhestunde und Nachmittagsaktion. Die einzige Regel in diesem ganzen Chaos aus Frühstück machen, Geschirrspüler einräumen, Sauerei der Vormittagsaktion beseitigen, Mittagessen kochen, Aktion für den Nachmittag ausdenken, Geschirrspüler wieder einräumen ist: Der Fernseher wird erst am Nachmittag aktiviert. Erstaunlicherweise hält sich das Kind an diese Regel.

Unsere Aktivität heute: Schleim selber machen. Hier das Rezept.

25 Gramm Chia Samen mit 150 ml Wasser über Nacht einweichen. Wer möchte kann Lebensmittel-Farbe dazugeben, das macht natürlich mehr Spaß und gefällt den Kids. Wir haben flüssige Back- und Speisefarbe aus dem Supermarkt-Backregal verwendet und die färbt leider sehr auf den Händen ab. Farbe in Pulverform ist sicher besser geeignet. Am nächsten Morgen cirka 175 bis 200 g Speisestärke dazugeben und ordentlich durchkneten bis sich ein schöner Schleim gebildet hat.

 

Erkenntnis des Tages: Es lebt sich in dieser Ausnahmesituation besser, wenn man nur von Tag zu Tag denkt. Schön langsam gewöhnt man sich an die Situation. Hechtet nicht jeder neuen Information hinterher und ist schon zufrieden, wenn man den Tag ohne größeren Nervenzusammenbruch überstanden hat.

Spruch des Tages: 6.30 Uhr, wir liegen noch im Bett. Kind (4): „Aufstehen, ihr faulen Säcke.“

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