„Es wird ein Bier, das Männern wie Frauen schmeckt, da bin ich mir sicher.“ Andreas Rosa. Foto: Eva Rauch Photograpy
Feineres Aroma: Braumeister Andreas Rosa gibt für das neue Fohrenburger-Bier direkt Hopfendolden anstelle von Hopfenpellets oder -extrakt zu. Foto: Eva Rauch Photograpy
Für das neue Bier wurden spezielle Hopfensorten vom Bodensee und dem Elsass ausgewählt. Foto: Eva Rauch Photograpy
Um ein Qualitätsbier zu produzieren, sind strenge Prüfungsabläufe unerlässlich. Foto: Eva Rauch Photograpy
Braumeister Rosa: „Unser Stolz des Einhorns: Wir geben dem Bier Zeit." Foto: Eva Rauch Photograpy
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Weekend: Was wird das für ein Bier, das die Vorarlberger erwartet?
Andreas Rosa:
Vorarlberg ist das kleine gallische Dorf in punkto Bier: Bei uns wird Spezialbier getrunken, im Rest von Österreich ist es Märzenbier. Die spannende Geschichte bei dem neuen Bier ist, wie stimme ich den Hopfen ab, dass es vollmundig und süffig ist, aber trotzdem trocken weggeht. Früher waren die Biere ein bisschen dünkler, auch das wird beim neuen der Fall sein. Es geht alles in die Richtung, dass man sich auf die regionalen Wurzeln besinnt.

Weekend: Am Sudkessel erklärten Sie, Sie verwenden dafür Doldenhopfen, wofür die Anlage eigentlich gar nicht ausgerichtet sei.
Andreas Rosa:
Als Dolde ist der Hopfen sehr luftig. Wenn Sauerstoff hinzukommt, oxidiert er sehr schnell und verliert den Brauwert. Deswegen verwendet der Brauer normalerweise heute haltbarere Verarbeitungsformen, wie Hopfenpellets oder -extrakt. Gebe ich Doldenhopfen hinzu, dauert es einfach viel länger, bis er in dem Gefäß mit 23.000 Liter total durchströmt ist. Ich musste also den Weg über eine althergebrachte Methode gehen, wo der Hopfen in den sogenannten Läuterbottich kommt. Die Herausforderung ist das Zusammenspiel.

Weekend: Die der Konsument dann in welcher Art und Weise bemerkt?
Andreas Rosa:
Vom Aroma her wird das Ergebnis viel, viel feiner. Der Hopfen kommt viel intensiver heraus. Es gibt keine herbe Bittere, sondern eine sehr aromatische Bittere.

Weekend: Verwenden Sie dafür einen speziellen Hopfen?
Andreas Rosa:
Wir haben zwei Sorten ausgesucht, die geeignet sind. Die eine kommt vom Bodensee, die andere aus dem Elsass. Für mich ist wichtig, dass die Rohstoffe von dort kommen, wo ich auf den Hopfenfeldern gewesen bin, wo ich mir die Gerste angeschaut habe. Die Rohstoffe kommen aus der Nähe, da steht eine Geschichte hinter dem neuen Bier.

Andreas Rosa
Neben Technik kommt es immer noch auf die „feine Nase“ an. Foto: Eva Rauch Photograpy

Weekend: Ist es ein Männerbier oder ein Frauenbier, oder bedient diese Unterscheidung nur ein Klischee?
Andreas Rosa:
Es soll gehaltvoll sein und eine breite Kundengruppe ansprechen, die durch die ganze Sorgfalt ein Wohlfühlpaket bekommt. Präsentiert wird ein Bier, das Männern und Frauen schmeckt, da bin ich mir sicher.

Weekend: Der Name bleibt ja noch ein Geheimnis, aber kommt es nur in der Flasche oder auch offen?
Andreas Rosa:
Vorerst nur in der 0,5-Flasche für den Handel und die Gastronomie.

Weekend: Im Handel gibt es mittlerweile eine Unmenge an Sorten, mit allen möglichen Früchten und Aromen, dazu die sogenannten Craft-Biere … Zeitgeist?
Andreas Rosa:
Ja, es ist ein Stück Zeitgeist, die Konsumenten sind offener geworden. Wir als größere Brauerei sind an das Reinheitsgebot gebunden. Da kann ich nicht ein Gewürz hineingeben, das da nicht rein gehört. Streng genommen dürften sich viele dieser Craft-Biere gar nicht Bier nennen. Doch das Gute an der Sache ist: Es wird wieder mehr über Bier geredet. Am Tag der offenen Tür oder bei einer Führung haken die Besucher wirklich interessiert nach. Das hat es früher so nicht gegeben. Und 50 Prozent der Fragen kommen übrigens von den Frauen! 

Andreas Rosa
Ein Meister seines Faches: Andreas Rosa. Foto: Eva Rauch Photograpy

Zur Person: ANDREAS ROSA

  • 1964 in Tübingen geboren, wollte Andreas Rosa ursprünglich in den Weinbau: „Das kommt daher, dass wir sehr viel in Frankreich gewesen sind, das Elsass ist ja sehr nahe.“
  • Er absolvierte ein Praktikum im Weinbau und ging mit einem Kollegen nach Amerika, der dort eine Kleinbrauerei aufbaute. „So bin ich zum Bier gekommen.“
  • Nach der Brauereilehre entschied sich Andreas Rosa für das Studium in Weihenstephan und schloss als Diplom-Ingenieur für Brauwesen und Getränketechnologie ab.
  • Nach verschiedenen Stationen in Südafrika, Wien, Deutschland und Südtirol kam Rosa 2012 zu Fohrenburger.
  • Seine Hobbys sind Kunst und Architektur und nach 22-jähriger Pause wieder Skifahren.

Die hohe Braukunst bei Fohrenburger live erleben

Ein Kurzfilm und zahlreiche einzelne Stationen zeigen detailliert den Brauprozess. Die abschließende Verkostung der Fohrenburger-Spezialitäten bildet den Höhepunkt bei einem gemütlichen Hock in der „Stuba“ mit angeschlossenem Brauereimuseum.
Anmeldungen und weitere Informationen unter www.fohrenburger.at