Ausgezeichnet als Sportmanagerin des Jahres 2019: Diana Langes (im Bild mit Tochter Maria) Foto: Starpix/picturedesk.com

Die Bundesligasaison startet nach der Winterpause für die WSG Swarovski Tirol am 8. Februar mit dem ÖFB-Cup-Viertelfinale gegen Lustenau. Aktuell ist das Team Tabellenletzter, startet aber mit Kampfgeist durch.

Weekend: Nach dem Aufstieg: Ist das erste Jahr in der Bundesliga das schwerste?

Diana Langes: Wir haben noch keinen Vergleich zu einem zweiten oder dritten Jahr. Uns war aber immer bewusst, dass dieses Jahr natürlich nicht einfach für uns wird. Deswegen ist unser Ziel auch ganz klar mit dem Klassenerhalt definiert. Wir dürfen uns jetzt mit den besten im Land messen und ich bin zuversichtlich, dass wir auch nächstes Jahr in der Bundesliga spielen.

Weekend: Als Tabellenletzter wird es nicht leichter.

Diana Langes: Das stimmt. Unsere Mannschaft ist nun aber durch Neuverpflichtungen verstärkt und hat sich im Trainingslager in Spanien perfekt auf die restliche Rückrunde, die Qualifikationsgruppe und den Cup vorbereitet. Wir stehen zwar jetzt am Ende der Tabelle, werden uns aber als geschlossene Einheit aus dieser Situation befreien.

Weekend: Inwieweit fordert dich die Bundesliga mehr?

Diana Langes: Es ist für mich im Grunde nichts anderes als die Regionalliga – vielleicht ist doch ein kleines bisschen mehr Druck dahinter. (lacht) Meine Arbeit ist aber die gleiche. Unser gesamtes Team ist im Vergleich zu meinen Anfangszeiten größer geworden, und die Summen, um die es geht, sind natürlich auch nicht vergleichbar.

Weekend: Fußball scheint dir in den Genen zu liegen – dein Vater, Gernot Langes-Swaroski, war ja ebenfalls Fußballpräsident.

Diana Langes: Das kann man durchaus so sagen. Seit ich denken kann, spielt Fußball in meinem Leben eine Rolle. Da gibt es viele Erinnerungen, natürlich schöne, aber auch traurige. Fußball ist immer ein Auf und Ab. Es ist die Emotion, die mich immer wieder fesselt.

Weekend: Was macht für dich generell die Faszination an Fußball aus?

Diana Langes: Es ist kein Spiel, es ist eine Leidenschaft. Man lacht zusammen, man weint zusammen, man fällt sich um den Hals, man teilt sich auch den Regenschirm. Und ich muss gestehen: Ich bin halt ein echter Fußballfan. Wenn mir etwas nicht taugt, dann fange ich an zu schimpfen. Und wenn die Mannschaft etwas gut macht, juble ich.

Weekend: Sind deine Kinder auch so begeisterte Fußballfans?

Diana Langes: Mein Sohn mehr als meine Tochter, aber auch sie geht immer öfter mit. Es ist schön, wenn man als Familie hingeht. Das sind immer meine schönsten Spiele.

Weekend: Du bist zur Sportmanagerin des Jahres gekürt worden. Frauen sind dennoch weiterhin Mangelware.

Diana Langes: Ich bin sehr stolz auf diese Auszeichnung, die das Verdienst aller bei unserer WSG ist. Und zum Thema Frauen im Fußball: Kritiker verstummen schnell, wenn die Arbeit passt. Ob Mann oder Frau – das ist eigentlich egal, Hauptsache man ist mit Herzblut dabei. Aber es wäre natürlich schön, wenn noch ein paar Frauen dabei wären.

Weekend: Was zeichnet deinen Führungsstil aus?

Diana Langes: Er ist menschlich, innovativ, familiär. Bei Entscheidungen sind auch mein Bauchgefühl, meine Intuition, der Kompass.

Zur Person

Diana Langes
Fußball liegt Diana Langes in den Genen Foto: Jakob Gruber/EXPA/picturedesk.com

Die Ururenkelin von Daniel Swarovski, dem Gründer des Kristallimperiums, spielt mit ihrer Mannschaft, der WSG Swarovski Tirol, die erste Saison in der Bundesliga. Im November wurde die Unternehmerin und zweifache Mutter zudem als Österreichs Sportmanagerin des Jahres ausgezeichnet.