Das neue "Lerncafé Infineon" in Villach bietet Platz für 30 Kinder Foto: Daniel Gollner

Im Fokus der neuen Kooperation zwischen Infineon und Caritas steht die Förderung der schulischen Bildung benachteiligter und in Armutslagen lebender Kärntner Kinder und Jugendlicher. Mit 50.000 Euro werden 2020 vier Projekte der Caritas in Kärnten unterstützt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Ausbau der Caritas Lerncafés. Als eine erste Maßnahme wurde durch den Infineon Bildungsfonds im Januar eine zusätzliche Gruppe für 30 Kinder im Caritas Lerncafé in Villach eröffnet.

Starthilfe

Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende Infineon Austria: „Eine gute Ausbildung und vor allem der Zugang zu dieser sind entscheidend für die individuelle, soziale und berufliche Entwicklung. Sie ist aber auch ein wichtiger Hebel für die Zukunftsfähigkeit eines Landes. Wir sehen den Infineon Bildungsfonds als Starthilfe für alle, denen es nicht möglich ist, die Mittel für notwendige schulische Förderung aufzubringen. Damit möchten wir Türen aufmachen und echte Zukunftschancen ermöglichen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Caritas, da sie nah an den Menschen ist und bereits wirksame Maßnahmen für Betroffene aufgesetzt hat.“

Erfolgreich begleiten

„Kinder sind unsere Zukunft. Sie brauchen unsere Solidarität. Es liegt an uns allen, ihnen ein gelingendes Leben zu ermöglichen und sie dabei bestmöglich zu unterstützen“, sagt Kärntens Caritasdirektor Josef Marketz. „Dank des Infineon Bildungsfonds können wir zahlreiche Kinder und Jugendliche auf ihrer Bildungsreise erfolgreich begleiten“, bedankt sich Marketz bei dem weltweit agierenden Unternehmen.

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Der Kärntner Caritasdirektor Josef Marketz, Emre (10 Jahre) und Gayane (6 Jahre), die das Infineon Lerncafé besuchen mit Infineon Austria Vorstandsvorsitzender Sabine Herlitschka, Infineon Austria Finanzvorstand Oliver Heinrich und Christian Eile, Caritas Bereichsleiter „Menschen in Not“ vor dem neuen Infineon Lerncafé in Villach Foto: Infineon Austria

Investition in die Zukunft

Mit dem Infineon Bildungsfonds werden über das Lerncafé hinaus Kinder und Jugendliche in Kärnten im Nachhilfeunterricht einzeln gefördert, ihnen der Besuch von Kindergärten und Horten sowie die Teilnahme an Schulveranstaltungen wie Exkursionen, Sportwochen und Schulskikurse ermöglicht. Die Kooperation ist langfristig ausgelegt. Oliver Heinrich, Finanzvorstand Infineon Austria: „Als Leitbetrieb haben wir auch eine gesellschaftliche Verantwortung für die Region und nehmen diese gerne wahr. Der Infineon Bildungsfonds ermöglicht eine wichtige Förderung, die finanziellen und sozialen Druck von Kärntner Familien nimmt und damit Basis für schulischen Erfolg ist. Er ergänzt unsere vielfältigen Corporate Social Responsibiltiy-Initiativen im Bereich Bildung für Kindergartenkinder bis hin zu Studierenden. Alleine seit 2014 haben wir durch unsere Aktivitäten österreichweit 60.000 Kinder und Jugendliche erreicht.“

Freiwillige gesucht

Auch die rund 3.800 Infineon-MitarbeiterInnen in Kärnten, von denen viele in ihrer Freizeit bereits ehrenamtlich aktiv sind, sollen motiviert werden, sich in den Lerncafés der Caritas als NachhilfelehrerInnen zu engagieren. Rund 140 Freiwillige helfen derzeit den Kindern. Wer auch Lust hat, kann sich entweder direkt an den Lerncafé-Standorten oder an die Caritas wenden. 

Lerncafés

Da nicht alle Kinder die Schule ohne Hilfe bewältigen können und oft das Geld für Nachhilfe fehlt, eröffnete Anfang Jänner 2020 zum bestehenden Caritas-Lerncafé in der Brauhausgasse 10 in Villach das „Lerncafé Infineon“. 30 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 15 Jahren werden dort kostenlos bei ihren Hausaufgaben unterstützt und können für anstehende Tests und Schularbeiten lernen. 25 freiwillige LernhelferInnen vermitteln den Mädchen und Buben Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und damit Freude am Lernen. Im respektvollen Umgang miteinander werden soziale Kompetenzen erworben und die individuelle Persönlichkeitsbildung unterstützt. In einem Klima der Wertschätzung wird Vielfalt mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen gelebt. Das Angebot der Lerncafé richtet sich an Kinder mit und ohne Migrationshintergrund. 

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Sechs Lerncafé betreibt die Caritas in Kärnten Foto: Daniel Gollner

Erfolgsquote

Die Caritas-Lerncafés – in 54 Einrichtungen wurden österreichweit im Jahr 2018 über 2100 Kinder und Jugendliche unterstützt – sind ein echtes Erfolgsprojekt der Caritas Österreich. In Kärnten haben beachtliche 99 Prozent der 180 Schülerinnen und Schüler der fünf Lerncafés in Villach, Klagenfurt (2), Wolfsberg und St. Gertraud/Lavanttal das vergangene Schuljahr positiv abgeschlossen. „Der Bedarf ist noch höher. Über 100 Kinder warten noch auf einen Platz in einem unserer Lerncafés“, sagt Christian Eile. Der Caritas Kärnten-Bereichsleiter für Menschen in Not dankt Infineon für die zusätzlichen 30 Plätze in Villach. „Bildung ist die beste Armutsprävention. Kinder und Jugendliche haben ein Anrecht darauf. Mit einer guten Ausbildung steigen ihre Chancen auf eine soziale Teilhabe im Leben. Es soll ein fairer Zugang zur Bildung für alle ermöglicht werden, damit keine Begabung und kein Talent verloren gehen.“