Regisseuer David Birner hat ein großes Ziel: Hollywood Foto: Luzy Fox

Weekend: Wieso haben Sie sich Kärnten als Schauplatz Ihres Films ausgesucht?

David Birner: Der stärkste Grund war am Anfang sicher die wunderschöne Natur. Die ist einfach einzigartig in Österreich. Nehmen wir als Beispiel z.B. die Kugelfichte in Eberstein. Einfach magisch. Aber die Natur ist nicht das einzige was ich an Kärnten so zu schätzen gelernt habe. Die Menschen dort sind so unglaublich hilfsbereit und motiviert. Seien es die Bürgermeister, Gemeindemitglieder oder die Mitarbeiter in Griffen, Maria Saal und Bad Eisenkappel, wo wir gedreht haben. Alle sind total filmbegeistert. Kärnten unterstützt junge Filmemacher wo es geht. Auch die Kärntner Filmcommission war wahnsinnig hilfsbereit. Gerne komme ich wieder um meine nächsten Projekte zu realisieren.

Weekend: Mit ihrem letzten Film "Der Feind des Guten" waren Sie in Cannes. Wie war's?

David Birner: Also Cannes ist ja wie ein riesiger Marktplatz und ein riesiges Haifischbecken. Man muss sich hier schnell absetzen und darf nicht mit dem Strom schwimmen. Das Geheimnis ist einfach sein eigenes Ding durchzuziehen und keinen Fuß auf den Strand zu setzen. Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten. Hier gibt es viele Chancen. Man muss nur gut vorbereitet sein. Man muss dort einfach knallhart seine Ideen verkaufen. Magisch ist nur der Rote Teppich. Mein erstes Mal dort hat mich schon viel gelehrt. Jetzt bin ich wieder dort und ich werde auch diesmal wieder alles geben.

Weekend: Als junger Regisseur hat man es in Österreich sicherlich nicht ganz so einfach Fuß zu fassen - oder?

David Birner: Grundsätzlich haben wir kein schlechtes Fördersystem und viele Einreichmöglichkeiten. Und es gibt sicher Länder, in denen man es schwieriger hat. Also nur meckern brauchen wir nicht. Wer drehen will, der dreht. Man darf sich nicht unterkriegen lassen. Gerade junge Leute haben heute viele Chancen Filme zu machen. Was manchmal einfach hinderlich ist, sind diese ganzen festgefahrenen Strukturen in unserem Land. Es wird Zeit, dass die junge Generation frischen Wind ins Filmland bringt. Wir trauen uns zu wenig und es wird viel zu oft auf Nummer sicher gegangen. Immer dieselben Themen. So wird sich nie was ändern. Wir haben nämlich das Zeug dazu, ein Big Player zu werden. Es gibt genug frische Ideen. Es gibt genug Talente. Lasst es uns denen zeigen.

Weekend: Was motiviert Sie?

David Birner: Mich motivieren einfach gute Filme. Ich setze mir Ziele und solange ich die nicht erreicht habe, werde ich nicht aufhören. Mein nächstes Ziel ist ein Spielfilm. Also arbeite ich Tag und Nacht daran, dieses Ziel zu erreichen. Schritt für Schritt. Mein Traumziel ist natürlich Los Angeles, Hollywood. Einen echten Hollywood Sci-Fi-Blockbuster drehen. Ja, das kann ich mir gut vorstellen.

Weekend: Haben Sie einen Plan B?

David Birner: Nein, es gibt keinen Plan B. Warum sollte man durchs Leben mit einem Plan B gehen? Damit macht man es sich zu einfach. Immer ein Hintertürchen zu haben. Man muss schon felsenfest an sich glauben und seine Vorhaben durchziehen.

Weekend: Wann feiert Ihr neuestes Werk, das Bergdrama "Unberührt", Premiere und wo?

David Birner: "Unberührt" wird erstmals auf dem K3 Filmfestival in Kärnten Mitte September gezeigt. Hier feiert er Österreichpremiere! Das passt super, denn hier hat alles begonnen. Dann geht es raus auf die internationale Bühne.