Foto: Montage/Chris Zenz

Das Thema Klimaschutz hat uns das ganze Jahr über begleitet – beispielsweise als Schwerpunkt bei den Wahlversprechen der Nationalratswahl, in Form des Plastiksackerlverbots, das heuer im Nationalrat beschlossen wurde, mit den Bränden im Amazonas und Greta Thunbergs Segeltörn über den Atlantik. Das ganze Jahr über wurde uns eingetrichtert: Wir müssen zusammenhelfen, um den Klimawandel doch noch ein wenig abzuschwächen. Doch jetzt ist Weihnachten. Und da scheint es, als wären alle guten Umweltschutz-Vorsätze, alle CO2-Einsparungsmaßnahmen und alle Ökotipps vergessen. Die Straßen sind hell erleuchtet – von blinkender Weihnachtsbeleuchtung wie auch von den Unmengen an Autos, die sich in die Shoppingcenter-Parkgaragen drängen. Von Plastik-Einsparungen will beim Kauf von Weihnachtskitsch noch nie jemand etwas gehört haben. Die zahlreichen Weihnachtsbäume, die ihr Leben für den Heiligen Abend lassen – naja, der Amazonas musste ja auch sterben.

Weihnachtsmüll

Geschenke, die keiner braucht und die bald darauf im Müll landen, oder Weihnachtskugeln, die aus China importiert und unter fragwürdigen Bedingungen produziert werden: Zu Weihnachten werden alle Umweltschutz-Vorhaben über den (Geschenkpapier-)Haufen geworfen. Selbst die hartgesottensten Öko-Junkies werden mitunter schwach, wenn es um Weihnachten geht. Eigentlich schade. Denn natürlich müssen wir uns nicht alle unter einem nicht-vorhandenen Christbaum unverpackte Bio-Geschenke überreichen. Aber ein wenig Nachhaltigkeit zu Weihnachten würde bestimmt auch das Christkind freuen.