Foto: Montage Chris Zenz

Was derzeit in ganz Österreich geschieht, lässt sich kaum in Worte fassen. Geschlossene Unis und Schulen, menschenleere Einkaufszentren, Menschen, die sich gegenseitig skeptisch mustern und meterweite Sicherheitsabstände einhalten – alles wirkt irgendwie surreal und wie in einem Weltuntergangsszenario. Wie es weitergeht, weiß niemand. Doch tägliche Schreckensmeldungen von Neuinfektionen, Todesfällen und überfüllten Intensivstationen führen nicht gerade dazu, dass sich die angespannten Gemüter ein wenig beruhigen.

Keine Panikmache

Doch zwischen all den Negativschlagzeilen, den Existenzängsten und den Hamsterkäufen gibt es durchaus auch Lichtblicke, die wir nicht übersehen sollten. Zunächst einmal reagiert unsere Regierung durchaus vernünftig, schürt keine Panik und erweckt zumindest den Anschein, als wisse sie, was sie tue. Die Maßnahmen mögen heftig sein, wirken jedoch nicht wie ein unüberlegter Schnellschuss. Im Gegenteil: Man kann damit rechnen, dass bald Erfolge sichtbar werden. Und auch der Zusammenhalt der Menschen scheint stärker geworden zu sein. Die Anzahl der Umarmungen ist zwar gesunken, das Mitgefühl ist dagegen gestiegen. Jeder ist bemüht, den anderen Mut zuzusprechen, ihnen behilflich zu sein oder zumindest ein Stück Normalität zu bewahren, um keine weitere Hysterie zu erzeugen. Wer nicht weiß, was er tun soll: die Einschränkungen ernstnehmen, aufeinander achten und auf keinen Fall Panik verbreiten. Und darauf vertrauen, dass unsere Politiker – so sehr man auch sonst über sie schimpfen mag – die Lage so weit im Griff haben, dass dieser Ausnahmezustand so schnell wie möglich wieder vorübergeht.

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