Liebe im Job muss nicht zum Scheitern verurteilt sein, wenn Sie einige Regeln einhalten Foto: Deagreez/iStock/Getty Images

Wo sonst, wenn nicht in der Arbeit, können sich Beziehungen fürs Leben ergeben. Immerhin verbringen wir (oft mehr als) 40 Stunden pro Woche in der Firma. Doch entwickeln sich aus einer Freundschaft oder einem harmlosen Flirt plötzlich doch leidenschaftliche Gefühle, könnte es problematisch werden. Und auch wenn die Mehrheit nach wie vor Liebe im Job für ein Tabuthema hält: Jede/r Dritte/r soll sich schon am Arbeitsplatz verliebt haben. In den meisten Unternehmen sind solche Beziehungen freilich nicht gern gesehen. Immerhin erschweren Trennungen die Zusammenarbeit der Ex-Partner und wirken sich damit negativ auf das gesamte Klima und die Produktivität aus.

Konfliktpotenzial 

Vor allem in den ersten Wochen haben die Schmetterlinge im Bauch das Kommando und die rosarote Brille verdeckt den Blick auf mögliche Hürden, die eine Beziehung am Arbeitsplatz unter Umständen überwinden muss. Sie birgt tatsächlich viel Konfliktpotenzial. Vor allem, wenn sich die Partner auf unterschiedlichen Hierarchieebenen befinden, könnte die Liebelei für böses Blut bei den anderen sorgen. Immerhin steht der Verdacht der Bevorzugung der Liebsten/des Liebsten immer im Raum. Machen Sie den Kollegen daher klar, dass Sie Berufliches und Privates strickt trennen. Wenn es zu Konflikten oder gar Mobbing kommt, ist es ratsam, einen Mediator einzuschalten, der Ruhe in die Gemeinschaft bringt.

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Kosenamen, Zärtlichkeiten und Ähnliches haben am Arbeitsplatz nichts verloren Foto: Colourbox.de

Regelwerk

  • Kosenamen, Zärtlichkeiten oder ständiges Flirten sollten die Schwelle in die Firma nicht übertreten. Ansonsten geraten Sie ganz schnell ins Kreuzfeuer der Kritik.
  • Verbringen Sie die Pausen auch mit den anderen Kollegen, um als eigenständige Person wahrgenommen zu werden. Zudem: Wenn Sie nur noch mit Ihrem Schatz abhängen, haben Sie nach einer möglichen Trennung niemanden mehr.
  • Private Streitereien haben im Büro nichts verloren. Entweder Sie klären das vor Arbeitsbeginn oder nach Feierabend. Umgekehrt sollten berufliche Angelegenheiten nicht in der Freizeit besprochen werden.
  • Das ständige „Zusammenpicken“ kann eine Belastungsprobe für die Beziehung sein – suchen Sie gemeinsam nach Lösungen, wie Sie einander nicht überdrüssig werden. Getrennte Hobbys etwa oder erwägen Sie doch eine interne Versetzung.
  • Im Fall der Trennung sollten die Kollegen zwar informiert werden, nicht aber über die detaillierten Gründe. Die Zusammenarbeit muss weiterhin professionell funktionieren.

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