Ein Rekordjahr hat der Klagenfurter Tourismus hinter sich. 2020 soll es weiter bergauf gehen Foto: gpointstudio/iStock/Getty Images

Das Jahr 2019 war für den Tourismus in Klagenfurt in Summe gesehen durchaus positiv: knapp 436.000 Übernachtungen und rund 220.800 Ankünfte bedeuten in beiden Bereichen ein Allzeithoch. Das beginnende Winterhalbjahr verzeichnete einen starken November, der sogar erstmals den stabilen Dezember übertrumpfte. Auffallend ist in der Jahresbilanz, dass um 20 Prozent mehr deutsche Gäste als noch vor fünf Jahren Klagenfurt besuchen, Italien nach einem Einbruch 2018 wieder leicht zulegen konnte, die Schweiz mittlerweile die Niederlande als viertgrößte Nation in Klagenfurt abgelöst hat und die Märkte Ungarn und Polen Jahr für Jahr im zweistelligen Prozentbereich kontinuierlich wachsen.

Auf Überholspur

Die Vierstern-Kategorie ist nach wie vor Zugpferd und schafft auch 2019 gut 40 Prozent aller Übernachtungen in der Stadt am Wörthersee. Es folgen der Dreisterne-Bereich und Camping. Ferienwohnungen und Privatquartiere verzeichnen – neben dem Campingplatz - die deutlichsten Zuwächse in absoluten Zahlen, was wohl vor allem der steigenden Anzahl an Anbietern auf AirBnB geschuldet ist. „Wir sind am richtigen Weg – das belegen nicht nur die Nächtigungszahlen, sondern auch die Umfragen unserer Gäste“, erklärt Tourismus-Geschäftsführer Helmuth Micheler. „Sie bescheinigen uns im Kärnten Vergleich die besten Voraussetzungen im Bereich von Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen, Ortsbild, Atmosphäre und Flair, den Einkaufsmöglichkeiten sowie dem Kulturangebot.“ Lag Klagenfurt 2014 mit 114 Euro Tagesausgabe noch unter dem Kärntenschnitt, so konnte man 2019 mit durchschnittlichen Tagesausgaben von 202 Euro (Kärnten: 187 Euro) klar auf die Überholspur wechseln.

Weltoffen

Was den Verantwortlichen weiters auffällt ist, das deutlich sportlich-aktivere Image im Vergleich zu den übrigen Landeshauptstädten. „Auch in den Bereichen erholsam und familienfreundlich liegen wir klar voran“, erzählt Tourismus-Vorstand Adi Kulterer. „Woran wir beim Image jedoch noch feilen müssen, sind die Bereiche unverwechselbar und weltoffen.“ Dazu könnten 2020 das neue „Klagenfurt Festival“ ebenso beitragen wie die ausgeweitete Kommunikation der Klagenfurter Besonderheiten als City zwischen Renaissance-Altstadt und Wörthersee mit mannigfaltigen Angeboten im Bereich Sport und Kultur. „Die Ausweitung der Radinfrastruktur, die Verbesserung der Taktung lokal und der überregionalen Mobilität sowie die Umsetzung eines zentralen, multifunktionalen Veranstaltungszentrums sind die Hauptanliegen des Tourismus für ein weiteres Wachstum“, erklären Kulterer und Micheler unisono.

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