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Fixer Arbeitsplatz

Das Bett als Arbeitsplatz klingt zwar verlockend, ist jedoch keine allzu gute Idee. Auch die Couch sollte gemieden werden. Der Grund: zu hohe Ablenkung. Am besten ist es, sich in den eigenen vier Wänden einen festen Bereich zum Arbeiten zu schaffen. Wo sich dieser befindet, ist prinzipiell egal, der Arbeitsplatz sollte jedoch frei von Ablenkungen sein. Hat man diesen Ort einmal gefunden, geht es ans Dekorieren und Ausstatten: Die wichtigsten Utensilien, wie Stift, Notizblock etc., sollten immer griffbereit liegen, der Arbeitsplatz sollte eine bestimmte Struktur aufweisen – gleich wie im Büro. Aber auch an Gemütlichkeit darf es nicht fehlen – Pflanzen oder einzelne Dekoartikel können also ruhig den Arbeitsplatz verschönern. Die richtige Beleuchtung und eine passende Einrichtung schaffen eine angenehme Atmosphäre. Ein fixer Arbeitsplatz sorgt nicht nur für einen klaren Kopf, sondern zeigt Familienmitgliedern auch, dass gerade Ruhe benötigt wird. Noch ein Plusfaktor: Anders als ein weiches Bett, verleitet eine harte Tischplatte nicht ganz so schnell zu einem Schläfchen.

Routine schaffen

„Feste Arbeitszeiten und eine Routine erleichtern das Arbeiten von Zuhause“, rät die Bloggerin Kerstin Kögler (kerstinloves.com). Die Kärntnerin ist selbständig und arbeitet seit mittlerweile fast zwei Jahren im Home Office. Zu einer festgelegten Tagesroutine zählt natürlich auch ein guter Morgen, um in die Gänge zu kommen. „Ich starte jeden Tag mit einer 10-minütigen Mediation, einer Yoga-Einheit und einem Kaffee. Danach mache ich mich fertig, um mich dann gegen 8:30 mit einem zweiten Kaffee an den Arbeitsplatz zu setzen“, so Kerstin. Was sie auch empfiehlt, ist es, To-Do-Listen sowie Tagespläne zu erstellen. Die Bloggerin beginnt und endet jeden Tag mit einem Blick darauf. Übrigens: Leute, die vorübergehend im Home Office arbeiten müssen, machen es sich am leichtesten, wenn sie ihre tägliche Routine einfach beibehalten. Noch ein Tipp: Nicht auf die Pausen vergessen, die sind nämlich genauso wichtig wie eine geregelte Arbeitszeit.

Move it

Wer lange sitzt, braucht Bewegung. Das gilt nicht nur für das Home Office, sondern auch für den üblichen Alltag. Kurze Sportpausen oder Sporteinheiten am Morgen oder Abend tun gut, lüften den Kopf, sorgen für mehr Kreativität und lassen sich super in eine Tagesroutine einbauen. Körper und Geist werden es danken. Sport ist eine gute Alternative zur Büroarbeit – sei es ein kurzes Workout oder ein Lauf in der Natur.

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Adieu Pyjama

Dem Bett haben wir schon den Rücken zugekehrt, nun müssen wir aus unserem bequemen Pyjama schlüpfen. Aber es hilft halt nichts – zum Home Office gehört auch die Alltagskleidung. Das Anziehen straßentauglicher Kleidung unterstützt die Tagesroutine, schafft einen kühlen Kopf und bewirkt, dass sich der Körper schneller an den Arbeitsmodus gewöhnt. Außerdem können somit kleine Panikattacken verhindert werden, wenn die Kollegen spontane Skype-Konferenzen einberufen. Kleine Info am Rande: Es muss natürlich kein Anzug sein, Jeans und ein schönes T-Shirt oder eine Bluse reichen.

Strikte Trennung

Auch beim Teleworking gilt: Privatleben und Arbeit sind strikt zu trennen. Ein fixer Arbeitsplatz ist schon einmal der erste Schritt in die richtige Richtung. Nun gilt es, ähnlich wie im Büro, nach Feierabend auch wirklich den Feierabend zu genießen. Das meint auch Kerstin: „Die Grenzen zwischen Beruf und Privatem können im Home Office schnell verschwimmen und die Arbeitszeiten werden oft überschritten, da man noch schnell XY erledigen möchte.“ Geregelte Arbeitszeiten sorgen für einen Überblick und helfen die Trennung beizubehalten. Auch zu trennen: Das Smartphone, sofern es nicht unbedingt benötigt wird, vom Arbeitsplatz.

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Jetzt nicht

Seien es Kinder, Eltern oder auch Großeltern – wenn Zuhause gearbeitet wird, sind meist die Familienmitglieder nicht weit (vor allem in Quarantäne-Zeiten). Deswegen ist eine klare Kommunikation besonders wichtig. Es muss klargestellt werden, dass im Home Office Ruhe und Gelassenheit benötigt wird – familiärer Stress, Aufgaben im Haushalt und ewige Gespräche haben dabei nichts zu suchen. Dafür gibt es den Feierabend oder die Pausen. Im Home Office braucht es klare Regeln, die für jeden gelten. Nur so kann konzentriert gearbeitet werden.

Kaffeetratsch via Skype

Im Home Office kann es trotz Familie oder Mitbewohner schnell einsam werden – man beginnt die Pausen, Gespräche oder auch Hilfestellungen der Kollegen zu vermissen. Internet sei Dank, müssen wir darauf nicht ganz verzichten. Plattformen wie Skype oder auch Videokonferenzen über WhatsApp schaffen Abhilfe und schalten die Kollegen live in die eigenen vier Wände. Somit bleibt man nicht nur am neuesten Stand, sondern kann sich auch über die Arbeit austauschen. Videokonferenzen sollten also fix im Terminkalender stehen und zur Routine gehören. Außerdem ist es gerade in Krisen-Zeiten schön, auch andere Menschen zu hören.

Last but not least

Das Arbeiten von Zuhause aus kann Vor- wie auch Nachteile bringen. Viel Disziplin, eine gute Selbstorganisation und der Spaß an der Arbeit sind auf jeden Fall wichtig, um im Home Office produktiv zu sein. Mit unseren Tipps gelingt die Umstellung bestimmt. Und wer weiß, vielleicht entdeckt ja der ein oder andere das Home Office für sich. Falls nicht: In einigen Wochen sieht die Welt schon wieder anders aus.

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