Foto: Weekend Magazin/Steinberger
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Der neue Touareg richtet sich laut Aussage von VW an die „Digital Natives“ - also an jene, die mit Smartphone, Tablet und Co. aufgewachsen sind. Die haben es gelernt, fast alles nur mehr mit „Touch“ zu bedienen. Das trifft jetzt auch auf den neuen Touareg zu. Uns gefällt die Bedienung sehr gut - anders als bei vielen anderen Systemen ist die Struktur relativ einfach und klar. Nach ein wenig Eingewöhnungszeit lässt sich das „Innovision-Cockpit“ sehr fein bedienen. Es besteht aus einem gigantischen 15-Zoll-Screen in der Mittelkonsole und einem 12-Zoll-Screen hinter dem Lenkrad - analog ist nicht mehr.

Die Innovation kostet allerdings ordentlich: Genau 3.640,44 Euro Aufpreis verlangen die Wolfsburger hierzulande für die neue Art der Bedienung. Fast schon anachronistisch ist das Lautstärke-Drehrad in der Mittelkonsole - wir finden es aber eine gute und gelungene Ergänzung. Der VW-Verantwortliche für den Touareg erzählt uns im Gespräch, dass er für dieses Drehrad gekämpft hat - guter Mann! Auch sonst ist im neuen VW-Flaggschiff alles sehr edel, man hat wirklich das Gefühl in der Oberklasse zu sitzen. In der von uns getesteten Atmosphere-Ausstattung dreht sich alles um ein optisch warmes Cockpit. Edles Holz, statt technischem Carbon gibt uns bei der Fahrt tatsächlich das Gefühl von Wohnzimmer im neuen großen SUV.

Fahrleistungen

Da derzeit nur der 3.0 V6 TDI mit 286 Pferdestärken erhältlich ist, war natürlich dieser Motor in unserem Testwagen verbaut. Zusammen mit der Achtgang-Wandlerautomatik lässt sich der neue Touareg sehr ordentlich bewegen - von einer kleinen Anfahrschwäche abgesehen. Die tritt vor allem beim Durchtreten des Gaspedals auf, da gönnt sich das Schiff schon mal zwei Sekunden Bedenkzeit. Laut VW ist das der Abgasreinigung geschuldet. Nach der Gedenksekunde geht es aber flott voran und der Motor ist nicht sehr durstig. Bei unseren Testfahrten kamen wir nie über 10 Liter Verbrauch, manchmal stand sogar eine 7 vor dem Komma (Eine genaue Beurteilung ist erst nach einem ausführlichen Test möglich). VW gibt 6,9 Liter kombinierten Normverbrauch an. Beeindruckt hat uns auch die Restkilometeranzeige am digitalen Tacho, die zeigte nämlich anfangs über 1.000 Kilometer an. Diese Reichweite ist dem 80 Liter Tank geschuldet, der mit dem Offroad-Paket auf 90 Liter gepimpt werden kann - den Tankwart wirds freuen. Die Luftfederung sorgt für angenehmes dahingleiten. Wer es etwas härter mag kann den Sportmodus bemühen. Dank Allradlenkung schafft der fast fünf Meter lange Touareg einen Wendekreis (11,7 Meter) wie ein kompakter Golf - sehr beeindruckend.
Dem Fahrer stehen auf Wunsch bis zu 20 Fahrassistenten zur Verfügung. Uns hat besonders der vorausschauende adaptive Tempomat beeindruckt, der Tempolimits erkennt und den Wagen sanft abbremst und nach Ende der Zone wieder beschleunigt. Vor allem in Tirol mit den vielen IG-L Hundertern und den wechselnden Tempolimits eine Wohltat. Das Matrix-LED-Licht der neuesten Generation ist bei Nacht wirklich beeindruckend und nimmt entgegenkommende oder vorausfahrende Fahrzeuge automatisch aus dem Lichtkegel um nicht zu blenden. Die restliche Straße bleibt fast taghell ausgeleuchtet.

Platz und Interieur

Wie schon eingangs erwähnt, ist das neue Innovision-Cockpit eine digitale Wucht. Die Navidarstellung basiert auf Google-Maps und ist stets aktuell, da mit dem Internet verbunden. Das Soundsystem von Dynaudio fetzt richtig gut und ist für jeden Platz einzeln optimiert. Vorne wie hinten haben die Insassen somit nicht nur perfektes Soundvergnügen, sondern auch richtig viel Platz. Enge ist dem Touareg ein Fremdwort. In den Kofferraum passen 810 - 1.800 Liter. Der Skiausflug oder die Fahrt an die Adria sollte sich auch als Familie ausgehen. Vor allem unsere getesteten Ausstattungsvarianten (Atmosphere und R-Line) bieten innen alles was das Herz begehrt. Einen Kollegen zitierend: „Man weiß nicht ob man da in einem Audi oder einem VW sitzt!“

Fazit

Was bleibt nach zwei Tagen mit dem Touareg? Ein absolut angenehmes Gefühl! Einen derart noblen und luxuriösen VW hat es seit dem Phaeton nicht mehr gegeben. Das Cockpit begeistert mit seinen Innovationen. Fahrleistung und Motor sind über jeden Zweifel erhaben. Zum Einstiegsmotor gesellen sich im Juni ein 230 PS-starker V6 Diesel und im August ein 340 PS TSI Benziner. Ab 2019 kommt dann das Top-Aggregat - ein 4.0 V8 TDI mit 421 PS. Ein Plug-In Hybrid ist zwar für China in der Pipeline, ein Startdatum für Europa gibt es aber leider noch nicht. Finden wir schade, denn ein Hybrid würde dem doch sehr von Dieselmotoren dominierten Fahrzeug in der jetzigen Situation sehr gut tun. Die Oberklasse lässt sich VW beim neuen Touareg gut bezahlen, der Einstiegspreis liegt bei 72.690.- Euro. Mit allen Extras die unser Testwagen verbaut hatte war der Preis allerdings dann schon sechsstellig, also jenseits der 100.000 Euro Marke. Der neue Touareg ist ab sofort bestellbar.

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