Der Tucson ist so etwas wie das Liebkind von Hyundai – was der Santa Fe einmal war, ist heute der Tucson – ein ­absoluter Megaseller.  Foto: Werner Christl
Gegen Aufpreis kann das fallende Herbstlaub durch das Glaspano­ramadach ­beobachtet werden. Foto: Werner Christl
Die 4,5 Meter Länge machen sich auch im geräumigen ­Innenraum ­bemerkbar. Foto: Werner Christl
Foto: Werner Christl
Foto: Werner Christl
Foto: Werner Christl
Foto: Werner Christl
Foto: Werner Christl
Foto: Werner Christl
Foto: Werner Christl
Foto: Werner Christl

Rein optisch tut man sich definitiv schwer, dem neuen Tucson etwas Negatives anzudichten. Nein, schiach is der net – eben ­europäisches Design vom deutschen Design-Guru Peter Schreyer. Neu sind der Cascading-Grill, die Licht­signatur mit Voll-LED, umgestaltete Rücklichter sowie der adaptierte Unterfahrschutz. Im Cockpit massiert ein sehr schönes hellgraues Leder die Augen, und über allem thront der riesige 8-Zoll-Multimediascreen. Insgesamt wirkt das Cockpit garantiert nicht verspielt, eher klassisch. Tacho und Drehzahlmesser könnten vielleicht etwas mehr Pep ­verbreiten. Der Materialmix wirkt darüber hinaus so, wie es Hyundai gerne hätte: also hochwertig mit einem Schuss Premium.

Wie er sich fährt

Der 1,6-Liter-Diesel mit 133 PS ist vor allem bei gedrückter Sport-Taste ein flottes, lauf­ruhiges Kerlchen, das gut mit dem 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe  zusammenarbeitet. Insgesamt stehen zwei Diesel und zwei Benziner zur Wahl. Zwei 1,6er Diesel mit 115 und 133 PS sowie der 2,0-Liter-Diesel mit 186 PS. Letzterer auch mit 48-Volt- MildHybrid. Die 1,6-Liter- Benziner leisten 132 und 177 PS. Beim Verbrauch  des Testwagens spricht Hyundai (mit Allradantrieb) von 5,1 Liter. Im Test lagen wir bei durchschnittlich 6,8 Liter. Das Fahrwerk wurde auf Europa getrimmt, ist sicher komfor­tabel, lässt sich aber kaum aus der Ruhe bringen. Die SUV- üblichen Wankbewegungen halten sich absolut in Grenzen. Dass durch den Allradantrieb auch in Sachen Traktion alles passt, versteht sich eh von selbst. Was uns noch ­aufgefallen ist, sind die stark greifenden Bremsen.

Technik

Ohne Assistenten geht heute gar nichts mehr. Hyundai bietet deshalb erstmals im Tucson den Abstandsregelautomat an. Der hat im Test seine Arbeit brav und gezielt erledigt. Der voreingestellte Abstand zum Vordermann wird automatisch eingehalten, dazu beschleunigt und bremst der Tucson automatisch. Hinzu kommen ein autonomer Notbremsassistent inklusive Fußgängererkennung, Müdigkeitserkennung, Höchstgeschwindigkeitswarner sowie die praktische 360-Grad- Übersichtskamera. Es fehlt also nix im neuen Tucson. Der Startpreis liegt bei EUR 22.990,–. Preis für das Testauto (Tucson 1.6 CRDi Level 6) mit Allradantrieb: EUR 46.840,–.

 

Hyundai Tucson 1.6 CRDi - Technische Daten:

Leistung: 133 PS
Testverbrauch: 6,8 Liter
Motor: 1.6 CRDi
Ausstattung: Level 6
Kofferraum: 513 bis 1.503 Liter

Mehr zum Thema: