Foto: Weekend Magazin
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Mitsubishi war jahrelang, dank des Pajero, eine fixe Größe im Geländewagensegment. Mit ASX und Outlander bediente man das boomende SUV-Segment. Der Pajero läuft allerdings aus und der ASX ist in seiner jetzigen Form schon am Zenit angelangt. Wäre da eigentlich noch der Outlander. Aber nein - die Japaner bringen frischen Wind in ihr Portfolio und launchen den Eclipse Cross. Beim Entgegennehmen gefällt vor allem die Front mit neuer Designsprache namens „Dynamic Shield“. Das doch etwas ungewöhnliche Heck bedarf Liebe auf den zweiten Blick - oder auch nicht. Selten hat ein Auto unsere Redaktion in zwei Teile gespalten. Den einen gefällt das mutige Heck, andere finden es nicht so prickelnd. Eines hat Mitsubishi aber definitiv erreicht - man redet über den neuesten Wurf!

Motor und Fahrleistungen

Der durchzugsstarke 1,5-Liter-Turbobenziner kommt in unserem Testwagen mit einer 8-Stufen CVT-Automatik. Das Zusammenspiel harmoniert perfekt und lässt den Eclipse Cross zur kleinen Rennsemmel werden. Aber nur wenn man im normalen Modus fährt. Natürlich müssen wir im Jahr 2018 auch mal den Eco-Knopf drücken - der macht aus dem flotten Eclipse aber eher ein Eclipserl. Der Spritspargedanke steht im Vordergrund. Also bleiben wir beim normalen Modus und erfreuen uns an dem kräftigen Motor mit 163 Pferdestärken. Spannend ist zu beobachten, dass die Automatik bei rund 60 km/h bereits im siebenten Gang fährt - sollte sich eigentlich positiv auf den Verbrauch auswirken. Tut es aber leider nicht. Das Einzige, was wir am Eclipse Cross etwas zu bemängeln haben, ist der Durst des Motors. Bei flotter Fahrweise zeigt der Bordcomputer schon mal über zehn Liter an. Bei sparsamer Fahrweise im Eco-Modus sind es auch mal nur sieben. Durchschnittlich lagen wir während unserer Testzeit bei 8,5 Litern. Ist eben ein Benziner. A propos - derzeit gibt es nur diesen einen Motor, ab Herbst kommt dann ein 2,2 Liter DiD Diesel dazu. Hybrid bietet Mitsubishi für den Eclipse Cross leider noch nicht an. Das finden wir insofern schade, da der Plug-In im großen Bruder Outlander wirklich hervorragend funktioniert. Positiv - der Eclipse Cross ist mit Allrad und Sperrdifferential erhätltich.

Interieur und Ausstattung

Der Arbeitsplatz des Fahrers ist sehr aufgeräumt und modern. Einzig der jetzt mittig herausstehende Infotainment-Screen ist von der Sitzposition etwas weit entfernt und ohne sich vorzulehnen schwer erreichbar. Dafür gibt es aber neben dem Schalthebel ein Touchpad, mit dem man durchs Menü navigieren kann wie bei einem Laptop. Lenkt auf jeden Fall weniger ab und ist für den Beifahrer eine nette Spielerei. Eines ist beim Infotainmentsystem doch erstaunlich. Die Suche nach einem eingebauten Navi blieb erfolglos. Wir haben schon an unseren Fähigkeiten als Motorredakteure gezweifelt - kann doch nicht sein, dass wir das Navi nicht finden! Wir hätten lange gesucht - der Eclipse Cross in unserer Ausstattungsvariante (Intense + First Edition) hat nämlich keines. Der geneigte Mitsu-Fahrer braucht dafür entweder ein Apple oder Android Smartphone. Dann kann er per Kabel (Wireless geht leider nicht) Apple CarPlay und Android Auto aktivieren und es steht ihm ein vollwertiges Online Navi über das Smartphone zur Verfügung. Ja, das ganze ist sicher zukunftsträchtig aber andere Marken schaffen so ein Navi zu integrieren ohne, dass man ständig mit dem Handy verbunden sein muss. In der höchsten Ausstattungsvariante bietet Mitsubishi aber ein integriertes Navi an. Ansonsten ist die Ausstattung überkomplett: Klimaautomatik, beheizbare Vorderscheibe, mehrere Fahrassistenten, Leder/Stoffsitze, Head-Up-Display, uvm. Die Assistenten wie der Kollisionswarner arbeiten unauffällig gut. Wirklich überrascht hat uns die Rundumsicht. Die Heckscheibe ist geteilt und bietet gute Sicht nach hinten, auch sonst sieht man aus dem Crossover gut raus. Und wem das nicht reicht der hat auch die 360-Grad Kamera im Display.  

Fazit

Mitsubishi traut sich wieder was. Der Eclipse Cross ist ein mutiges Auto, passt aber perfekt in unsere Zeit. Das Heck polarisiert vielleicht, aber man redet darüber. Tolle Fahrleistungen und ein durchzugsstarker Motor machen Spaß. Die Ausstattung ist sehr gut und für Technikfreaks, die gerne mit ihren Handys ständig vernetzt sind, ist das Infotainmentsystem perfekt. Auch die Platzverhältnisse sind sehr gut - auf der Rückbank sitzt es sich angenehm, der Kofferraum des kompakten Crossover (Länge 4,4 Meter) schluckt bis zu 1.159 Liter. Los geht der Eclipse Cross bei 25.900 Euro. Unser Testwagen kostete rund 36.000 mit Allrad und Automatikgetriebe. Für das Gebotene ein angemessener Preis.

 

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